LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 9,92%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 9,85%
AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 9,00%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 8,64%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 7,67%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 7,15%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 6,48%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 5,72%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 4,34%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 3,84%
HDD
Heidelberger Druckm.
Anteil der Short-Position: 3,28%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 3,16%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 3,04%
WAF
SILTRONIC
Anteil der Short-Position: 2,00%
ADV
ADVA Optical Netw.
Anteil der Short-Position: 1,83%
UTDI
United Internet
Anteil der Short-Position: 1,59%
KRN
Krones
Anteil der Short-Position: 1,54%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,44%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,29%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 1,21%
EVD
CTS EVENTIM
Anteil der Short-Position: 0,89%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 0,69%
KGX
KION GR.
Anteil der Short-Position: 0,55%

Vectron Systems: Drei Jahre Sonderkonjunktur

Besser hätte das Timing nicht sein können. Kurz vor seiner Präsentation auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt hat Thomas Stümmler, Vorstand von Vectron Systems, seine Mittelfristprognosen für den Kassenhersteller vorgelegt. Und die haben es in sich: Nachdem die regulatorischen Eckdaten für die Einführung steuersicherer Kassensysteme nun endlich feststehen, stellt Stümmler für 2020 Umsätze von mindestens 50 Mio. Euro – bei einer EBIT-Marge im niedrigen zweistelligen Prozentbereich – in Aussicht. Vorsichtig geschätzt, würde das auf ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 8,0 und 8,5 Mio. Euro hinauslaufen. Und da die Münsteraner bei ihrer Digitalisierungsstrategie (siehe dazu auch unseren Beitrag HIER) offenbar immer besser vorankommen, legt Stümmler noch einen drauf und setzt die für 2022 zu erwartenden Erlöse gar bei mehr als 100 Mio. Euro an, über die Hälfte davon sollen dann aus wiederkehrenden Servicegebühren stammen.

Dementsprechend dürfte die operative Rendite auf eine Größenordnung im mittleren zweistelligen Prozentbereich wachsen. „Selbst wenn man noch so vorsichtig rechnet, man kommt schnell zu großen Zahlen“, sagt Stümmler. Kein Wunder, dass die Notiz der Vectron-Aktie auf die Neuigkeit hin einen Hüpfer bis fast an die Marke von 16 Euro gemacht hat. Aber selbst auf diesem Niveau beträgt der Börsenwert nicht einmal 114 Mio. Euro. Sprich: Es besteht noch reichlich Potenzial. Allein die Sonderkonjunktur aus dem Fiskalisierungsprojekt sollte den Aktienkurs des im Frankfurter Freiverkehrssegment Scale gelisteten Titels noch mindestens in den Bereich um 20 Euro führen.

Vectron Systems  Kurs: 5,980 €

Die eigentlich spannende Frage bleibt dabei, wie sich der Absatz in den kommenden Jahren tatsächlich darstellen wird. Zum einen wird es auch künftig den klassischen Verkauf von neuen Kassen über die etablierten Fachhändler geben. Dem gegenüber steht die moderne Variante, bei dem Gastronomen im Extremfall gar nichts mehr für die Kasse bezahlen, sich dafür aber den – in den Kassen integrierten – Vectron-Kooperationspartnern für Reservierungs-, Bestell-, Payment- oder auch Gutscheinlösungen anschließen. Um diese zweite Gruppe von Kunden möglichst umfassend abzudecken, muss Vectron freilich eine separate Vertriebsstruktur aufbauen. Eine Herausforderung, doch daran sollte das digitale Geschäftsmodell eigentlich nicht scheitern.

Offen bleibt derweil, wie sich der Wettbewerb in den kommenden Jahren aufstellen wird. Als größter Kassenhersteller hat Vectron zwar eine super Ausgangsposition. Sollten große Spieler etwa aus dem Lieferdienstsektor jedoch den Spieß umdrehen und vielleicht selbst eine zugekaufte Kassenlösung gratis anbieten, könnte sich die Lage spürbar ändern. Kein übermäßig großes Gewicht sollten Anleger derweil auf die Zahlen für 2019 werfen, wie der kürzlich vorgelegte Bericht für die ersten neun Monate 2019 bereits gezeigt hat. Zu viele Gastronomen haben sich – in Anbetracht der gesetzlichen Hängepartie – mit ihren Ersatzentscheidungen bis zuletzt zurückgehalten. Boersengefluester.de bleibt dabei: Sofern Stümmler in den kommenden Quartalen tatsächlich liefert (was natürlich Voraussetzung ist), müsste die Vectron-Aktie inmitten einer Neubewertung stehen. Drei Jahre Sonderkonjunktur sind jedenfalls eine exzellente Basis.

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e 2020e
Umsatzerlöse1 21,41 22,42 25,21 33,72 32,38 24,83 25,40 35,00
EBITDA1,2 1,51 1,56 2,64 3,61 2,25 -0,45 -0,95 4,50
EBITDA-Marge3 7,05 6,96 10,47 10,71 6,95 -1,81 -3,74 12,86
EBIT1,4 0,96 1,02 2,06 3,08 1,74 -2,13 -1,55 3,90
EBIT-Marge5 4,48 4,55 8,17 9,13 5,37 -8,58 -6,10 11,14
Jahresüberschuss1 0,37 0,52 1,18 1,97 1,08 -3,88 -1,10 2,25
Netto-Marge6 1,73 2,32 4,68 5,84 3,34 -15,63 -4,33 6,43
Cashflow1,7 0,24 1,84 1,51 0,78 -1,46 -2,32 -1,25 2,40
Ergebnis je Aktie8 0,05 0,09 0.20 0,30 0,16 -0,58 -0,25 0,28
Dividende8 0,08 0,08 0,11 0,25 0,05 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Impulse Digital
INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Vectron Systems
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0KEXC 5,980 Halten 47,95
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
11,96 30,85 0,388 117,26
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,47 - 1,89 -100,858
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 10.06.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
10.05.2019 31.08.2020 31.10.2019 30.04.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-53,33% -53,68% -67,32% -43,05%
    
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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.