LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 12,11%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 10,52%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 9,52%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,00%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 6,00%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,35%
SKB
Koenig & Bauer
Anteil der Short-Position: 5,21%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 4,95%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 4,22%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 3,93%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,88%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 3,81%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 3,52%
RIB
RIB SOFTWARE
Anteil der Short-Position: 3,34%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 3,17%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 2,98%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 2,60%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 1,06%
OSR
OSRAM LICHT
Anteil der Short-Position: 0,98%
WAC
Wacker Neuson
Anteil der Short-Position: 0,87%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 0,65%
MRK
Merck
Anteil der Short-Position: 0,55%
DAI
Daimler
Anteil der Short-Position: 0,52%

Balda: Historische Turbulenzen abgeschlossen

Zurück unter die Marke von 3 Euro ist der Aktienkurs von Balda gefallen. Schlechte Nachrichten, die den Rutsch auslösten, gab es allerdings nicht. In dem nun vorgelegten Konzernabschluss für 2013/14 (per 30. Juni) hat der Spezialist für hochwertige Kunststoffteile die bereits vor rund einem Monat vorgelegten Eckdaten bestätigt. Neu sind allerdings die Zahlen zum Nettogewinn. Demnach kam Balda im vergangenen Geschäftsjahr auf einen Überschuss von 5,86 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie erreichte 0,10 Euro – nach 0,23 Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wichtig zu wissen: Gespeist wurde der Ertrag in erster Linie von einem positiven Finanzergebnis von rund 10 Mio. Euro. Der korrespondiere Cash- und Festgeldbestand von immer noch 196 Mio. Euro stammt aus dem Verkauf der Anteile an dem taiwanesischen Touch-Screen-Unternehmen TPK. Ein Großteil der Erlöse wurde bereits in Form von üppigen Dividenden an die Anteilseigner weitergereicht.

Keine Abstriche gegenüber den bisherigen Aussagen gibt es auch  beim Ausblick. Demnach rechnet Balda für 2014/15 bei Erlösen zwischen 73 und 78 Mio. Euro mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Zur Einordnung: Im Vorjahr lag das EBIT noch bei minus 4,73 Mio. Euro. Dabei bezeichnet der Vorstand die Erlösplanung als „konservativ“. Zusammenfassend heißt es in dem Abschlussbericht: „Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr endet für die Balda AG auch ein Transformations- und Konsolidierungsprozess. Das Unternehmen hat auf drei Ebenen deutliche Veränderungen herbeigeführt. Neben den personellen Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand beinhalteten diese neuen Strukturen vor allem die vollständige Konsolidierung und Integration der US-Gesellschaften in den Konzern und die Identifikation sowie teilweise Aufarbeitung von Altlasten, auch juristisch.“  Die Aufarbeitung der „historischen Turbulenzen“ bezeichnet die Gesellschaft dabei als „weitestgehend abgeschlossen“.

 

  Kurs: 0,000 €

 

Was heißt das nun für die Aktie von Balda? Auf Basis des aktuellen Kurses von 2,97 Euro kommt die Gesellschaft auf eine Marktkapitalisierung von fast 175 Mio. Euro. Das entspricht einem Abschlag von immerhin gut zehn Prozent auf das aktuelle Nettofinanzguthaben. Für boersengefluester.de ist dieser Discount so nicht nachvollziehbar, zumal das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr operativ kein Geld mehr verbrennen dürfte. Um auch unter herkömmlichen Bewertungsmethoden wie dem KGV oder mit Blick auf das EBIT zu bestehen, müssen Anleger allerdings noch relativ weit in die Zukunft schauen. Das 2015er-KGV auf Basis der Ergebnisschätzungen von boersengefluester.de liegt bei ambitionierten 21,5.

Noch offen ist, ob die Anleger für 2013/14 eine Dividende erhalten. Im Konzernabschluss finden sich dazu keine Angaben und die Einladung zur Hauptversammlung am 18. November in Bielefeld ist noch nicht raus. Für das Vorjahr zahlte Balda eine Sonderdividende von 1,50 Euro je Aktie und zählte damit zu den Renditehits des Jahres. Realistischerweise sollten sich Anleger für das vergangene Jahr am besten auf eine Nullrunde einstellen. Dennoch: Unterm Strich ist die Aktie für uns klar unterbewertet. Interessant wird, wie die Gesellschaft auf lange Sicht mit dem Thema Börsennotiz umgeht. Mit dem kürzlich erfolgten Ausschluss aus dem SDAX hat die Visibilität des Papiers bereits spürbar abgenommen. Die Coverage durch Close Brothers Seydler wurde bereits eingestellt. Immerhin wird der Anteilschein aber noch von Warburg Research gecovert (Einschätzung: Neutral mit Kursziel 3,90 Euro). Manch Investor zählt die derzeit im streng regulierten Segment Prime Standard gelistete Aktie sogar zum Kreis der potenziellen Delistingkandidaten.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
0,000 0,00
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,000 0,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,00 0,00 0,00 0,000
Dividende '18 in € Dividende '19e in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
    


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.