ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 14,39%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,03%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 4,47%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 4,39%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 3,78%
H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 3,72%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,61%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 2,53%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 2,21%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 2,08%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 2,02%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 1,86%
GFG
GLOBAL FASHION GR...
Anteil der Short-Position: 1,75%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,52%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,21%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,19%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 1,19%
WEW
WESTWING GR.
Anteil der Short-Position: 1,00%
SY1
Symrise
Anteil der Short-Position: 0,69%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 0,61%
SHA
SCHAEFFLER VZO
Anteil der Short-Position: 0,55%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,54%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,51%

Weng Fine Art: Bleiben Sie einfach dabei

Bereits auf der Hauptversammlung Mitte Dezember 2020 hatte Vorstand Rüdiger K. Weng versprochen, dass Weng Fine Art (WFA) seine Reportings künftig zeitnäher veröffentlichen würde und auch sonst regelmäßig Updates zur aktuellen Geschäftsentwicklung gibt. Bislang hat Weng Wort gehalten und liefert nun – noch früher als gedacht – einen ersten Überblick zu den Eckdaten für 2020: So kletterten die Erlöse überraschend deutlich von 7,39 auf rund 10,30 Mio. Euro. Der eigentliche Hammer, und auch Grund für die vorzeitige Meldung Richtung Kapitalmarkt, ist jedoch der nun zu erwartende Überschuss von mehr als 5,30 Mio. Euro – nach 1,75 Mio. Euro im Jahr zuvor. Immerhin liegt diese Vorschau um fast 20 Prozent über der im November heraufgesetzten Prognose, die einen Konzerngewinn nach Steuern für 2020 von mindestens 4,50 Mio. Euro vorsah.

Maßgeblich gespeist – und zwar in Höhe von gut 3 Mio. Euro – wird der Überschuss freilich durch die Aufdeckung stiller Reserven im Zuge der Ausschüttung der noch nicht börsennotierten Aktien der schweizer E-Commerce-Tochter ArtXX (ehemals WFA Online) als Sachdividende für die Anteilseigner der Weng Fine Art AG. Zur Einordnung: Der operative Gewinn für 2020 liegt demnach bei mindestens 2 Mio. Euro – vermutlich sogar bis hin zu 2,3 Mio. Euro. In der Spitze also um etwa 300.000 Euro über den jüngsten Erwartungen. Der aus einem Sondereffekt resultierende Teil des Gewinns dürfte hingegen um maximal 500.000 Euro höher sein als bislang gedacht. Das wiederum hängt damit zusammen, dass der laut HV-Einladung ursprünglich mit jeweils 4,33 Euro je Aktie angesetzte Wert von ArtXX auf 6,00 Euro heraufbewertet wurde. Andererseits hat sich die Zahl der ausgekehrten ArtXX-Anteilscheine durch die Anpassung des Bezugsverhältnisses von 1:3 auf 1:4 um gut 200.000 Stück verringert. Per saldo bleibt es aber bei einem deutlich positiven Netto-Effekt.

Weng Fine Art  Kurs: 53,000 €

Schwer zu sagen, ob es Weng Fine Art gelingen wird, im laufenden Jahr nochmals deutlich einen drauf zu legen auf das ohnehin schon starke operative Ergebnis von 2020. Immerhin war das Resultat längt kein Selbstläufer in einem von Corona geprägten Umfeld. Offenbar haben sich die Monheimer aber am besten und auch am schnellsten auf die neue Sachlage eingestellt. Das macht Hoffnung für 2021. Zudem steht immer noch das Listing von ArtXX auf der Agenda, was der WFA-Aktie zusätzlichen Rückenwind geben sollte.

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Auf einem deutlich erhöhten Niveau hält sich derweil – wenn auch recht schwankungsfreudig – der Anteilschein von Artnet. Bei dem Berliner Unternehmen, das vor allen Dingen für seine Datenbank mit Auktionsergebnissen für Kunstgegenstände bekannt ist, ist WFA mit insgesamt 25,8 Prozent beteiligt. Hier gab es zuletzt kleinere Arrondierungen, die – sofern wir die Stimmrechtsmitteilungen richtig deuten – aber eher technischer Natur sind. Spannend genug, was aus der heißblütigen Beziehung zwischen WFA und Artnet am Ende herauskommen wird. Bezogen auf die Bewertung der WFA-Aktie lässt sich trefflich streiten. Knapp 58 Mio. Euro sind natürlich kein Pappenstiel mehr, andererseits liefert die Gesellschaft einfach auch richtig gut ab und sticht in dem Sektor eindeutig positiv hervor. Wir halten es daher einfach mit den Aussagen von Vorstand Rüdiger K. Weng, der auf der HV gesagt hat: „Machen Sie die WFA-Aktie nicht zu einem Tradingvehikel. Bleiben Sie einfach dabei.”

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Weng Fine Art
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
518160 53,000 Kaufen 145,75
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
37,86 21,22 1,82 91,54
KBV KCV KUV EV/EBITDA
12,55 273,97 13,97 26,71
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
1,50 0,50 0,94 24.08.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
- 17.08.2021 28.04.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
24,06% 78,09% 170,41% 225,15%
    
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021e
Umsatzerlöse1 6,48 7,88 8,21 7,64 7,40 10,43 12,50
EBITDA1,2 0,94 1,14 1,70 1,66 2,26 6,01 4,25
EBITDA-Marge3 14,51 14,47 20,71 21,73 30,54 57,62 34,00
EBIT1,4 0,90 1,09 1,65 1,61 2,19 5,92 4,00
EBIT-Marge5 13,89 13,83 20,10 21,07 29,60 56,76 32,00
Jahresüberschuss1 0,38 0,58 1,06 1,07 1,75 5,27 2,95
Netto-Marge6 5,86 7,36 12,91 14,01 23,65 50,53 23,60
Cashflow1,7 0,42 0,63 -0,27 0,02 1,60 0,53 2,60
Ergebnis je Aktie8 0,14 0,21 0,40 0,38 0,64 1,72 0,95
Dividende8 0,10 0,10 0,16 0,20 1,50 0,50 0,60
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Dr. Brandenburg

Foto: Adam Fejes auf Unsplash


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.