ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,74%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,77%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,21%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 7,39%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 6,23%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,76%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,25%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,24%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 4,11%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,86%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,01%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,96%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 1,88%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 1,71%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,63%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,63%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,52%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,96%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,78%
5Y6
COMPASS PATHW SP.ADR
Anteil der Short-Position: 0,71%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 0,70%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,62%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 0,50%

wallstreet:online: Kurs hebt ab

13 Jahre, 4 Monate und 6 Tage hat es gedauert. Nun ist es soweit: Der Aktienkurs von wallstreet:online (w:o) hat das bisherige Rekordhoch von 66,25 Euro aus dem März 2007 getoppt. Getragen auf dem Weg dorthin hat zuletzt insbesondere die Kursfantasie aus dem vor einigen Monaten an den Start gegangenen Discountbroker Smartbroker, bei dem die Kundenzahlen sehr viel schneller als gedacht wachsen. Und natürlich läuft auch die klassische Bannerschalte auf dem Finanzportal wallstreet:online besser, als das noch im März/April zu erwarten gewesen wäre. Kurzfristig sorgt derweil eine neue Studie von GBC mit einem auf 95 Euro erhöhen Kursziel für zusätzlichen Auftrieb. „Die wallstreet:online Gruppe sollte unseres Erachtens auch in den kommenden Jahren weiter dynamisch wachsen“, urteilen die Analysten von GBC (Download der Studie: HIER).

Mit ihrer Einschätzung liegen die Small Cap-Experten aus Augsburg deutlich über dem von Warburg Research zuletzt ermittelten fairen Wert von 75 Euro je Aktie und toppen gleichzeitig auch noch die bisherige 88-Euro-Benchmark von Hauck & Aufhäuser. Es läuft also wie am Schnürchen für w:o. Ein Eindruck, den boersengefluester.de regelmäßig auch bei den Präsentationen des Managements auf Kapitalmarktkonferenzen gewonnen hat. Letztlich ist die übergeordnete Story, dass die Berliner durch den Einstieg ins Transaktionsgeschäft über die zurückgekaufte Tochter wallstreet:online capital (FondsDISCOUNT.de und Smartbroker) einen zunehmend besser planbaren Erlösstrom erzielen können, gleichzeitig aber den enormen Hebel aus dem Portalbereich behalten. Bewertet ist das Unternehmen an der Börse zurzeit mit knapp 115 Mio. Euro, ist damit also auch für institutionelle Investoren interessant – selbst wenn der Streubesitz mit rund 37 Prozent höher sein könnte.

 

wallstreet:online  Kurs: 18,550 €

 

Optimierungsbedarf besteht – zumindest in der Wahrnehmung von boersengefluester.de – beim Investor Relations-Auftritt der Gruppe, der zurzeit ganz unten versteckt auf der w:o-Seite zu finden ist. Immerhin wird es ab 2020 erstmals einen Konzernabschluss geben, der spürbar aussagekräftiger ist als das bisherige AG-Zahlenwerk. Stand jetzt avisiert der Vorstand für das laufende Jahr Erlöse zwischen 21 und 25 Mio. Euro – bei einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in einer Bandbreite von 3,0 bis 3,6 Mio. Euro. Nicht darin enthalten ist ein Sonderertrag von rund 2,7 Mio. Euro aus dem Verkauf des Anteils an dem Neobroker Trade Republic sowie die Resultate von wallstreet:online capital. Hinzu kommt, dass die enormen Investitionen in neue Projekte und Werbung für den Smartbroker erheblich drücken, so dass die „wahre“ Ertragskraft erheblich über der offiziellen Prognose liegt. Also: In der jetzigen Börsenphase liefert w:o eine perfekte Börsenstory. Richtig spannend wird es allerdings erst dann, wenn die Kurse mal wider über einen längeren Zeitraum nach unten drehen. Dann muss sich das Geschäftsmodell der Berliner beweisen. Wer den Titel im Depot hat, sollte engagiert bleiben.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
wallstreet:online
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A2GS60 18,550 Kaufen 266,79
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
42,16 29,02 1,36 206,11
KBV KCV KUV EV/EBITDA
9,83 139,68 31,20 71,35
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 August 2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
30.09.2020 04.06.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
32,74% 93,88% 23,67% 185,38%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020e 2021e
Umsatzerlöse1 2,52 2,83 5,19 7,78 8,55 28,90 41,00
EBITDA1,2 0,40 0,41 2,03 3,71 3,70 4,60 6,90
EBITDA-Marge3 15,87 14,49 39,11 47,69 43,27 15,92 16,83
EBIT1,4 0,08 0,18 1,89 3,64 3,69 3,20 5,65
EBIT-Marge5 3,17 6,36 36,42 46,79 43,16 11,07 13,78
Jahresüberschuss1 0,08 0,18 1,78 3,23 1,90 3,60 3,20
Netto-Marge6 3,17 6,36 34,30 41,52 22,22 12,46 7,81
Cashflow1,7 0,40 0,41 1,92 3,30 1,91 4,10 3,40
Ergebnis je Aktie8 0,01 0,02 0,14 0,24 0,13 0,26 0,21
Dividende8 0,00 0,19 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2019 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Ernst & Young

 

Foto: picjumbo


 

Jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter BGFL WEEKLY anmelden. Das Angebot ist kostenlos und präsentiert die Highlights von boersengefluester.de (BGFL),  Interna aus der Redaktion und Links zu unseren exklusiven Tools. Der Erscheinungstag ist immer freitags. Wer Interesse hat und noch nicht registriert ist, kann das gern unter diesem LINK tun.


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.