SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 11,53%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 9,61%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 9,04%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 8,21%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 7,60%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 6,77%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 6,60%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,22%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,67%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,15%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 2,81%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 2,18%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 2,09%
UTDI
United Internet
Anteil der Short-Position: 1,79%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 1,53%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,31%
CEC
Metro
Anteil der Short-Position: 1,28%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 1,24%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 1,09%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 1,06%
RWE
RWE
Anteil der Short-Position: 0,89%
CBK
Commerzbank
Anteil der Short-Position: 0,51%
LEI
Leifheit
Anteil der Short-Position: 0,39%

Robäärt, gibt schon wieder Dividende

Jetzt wird Börse richtig gaga. Die Kulmbacher Aktienstrategen um Bernd Förtsch haben dem Dividendenfonds Patriarch Classic Dividende 4+ Fonds (WKN: HAFX6R) eine trashige Hülle übergestülpt und werben mit dem Fernsehmillionär Robert Geiss. „Reich mit Geiss – Machen Sie mehr aus Ihrem Geld”, heißt es auf der Homepage www.reichmitgeiss.de. Alles ganz easy: vier Mal im Jahr Dividende kassieren. Und wenn es doch mal bergab geht an den Märkten? „Bei Qualitätsaktien kann man Verluste aussitzen, wie die Vergangenheit gezeigt hat, denn sie steigen danach überproportional wieder an. Dazu kommt die Sicherheit der Dividendenzahlung”, heißt es lapidar. Außerdem gibt es ein Rundum-Sorglos-Paket in Form von zwölf Newslettern, erstellt von „Deutschlands führenden Finanz- und Anlageexperten” zum Jahrespreis von 99 Euro. Da kann ja fast nichts mehr schief gehen mit dem Anlageerfolg.

Größte Depotpositionen waren zuletzt der MDAX-Wert ProSiebenSat.1 Media (Anteil: 5,35 Prozent), die im TecDAX gelistete Telefónica Deutschland (4,72 Prozent), die Münchener Rück (3,94 Prozent), der britische Hedgefondsspezialist Man Group (3,67 Prozent) und die Beteiligungsgesellschaft Aurelius (3,67 Prozent). Keine Frage: allesamt gute Aktien mit überdurchschnittlichen Dividendenrenditen. Boersengefluester.de hat erst kürzlich den Anteilschein von Aurelius vorgestellt. An dem Fondskonstrukt ist also nichts auszusetzen. Die große Frage ist jedoch, wer mit dem Fonds unter dem Geiss-Label angesprochen werden soll. Viele Privatanleger werden zwar hinschauen, aber vermutlich eher mit einem Lächeln. Und ob die TV-Fans der Millionärs-Soap bei dem Investment allesamt richtig aufgehoben sind, ist zumindest zweifelhaft. Auf einer Risikoskala von 1 bis 7 der depotführenden Bank Hauck & Aufhäuser wird das Produkt mit immerhin 5 eingestuft.

 

Aurelius Equity Opportunities  Kurs: 32,400 €

 

Promis und Werbung für Aktien ist in Deutschland ein schwieriges Thema, seit Manfred Krug höchstpersönlich für das Debakel der T-Aktie verantwortlich gemacht wurde. Seitdem machen die meisten TV-Gesichter einen großen Bogen um Reklame für diese Form der Geldanlage. Nun prescht ausgerechnet der schräge Robert Geiss („Picasso finde ich geil, denn kein anderer hat so’n bisschen Öl für so viel Geld verkauft.”) vor. Was soll man da sagen? Wenn dadurch mehr Bürger an das Thema Aktie herangeführt werden, ist das für boersengefluester.de irgendwie in Ordnung. Und natürlich haben die Initiatoren einkalkuliert, dass sich die Finanzmedien über die schräge Allianz aus Dividende und Geiss ihr Maul zerreißen. Werbung wirkt in dem Fall wohl tatsächlich. Wichtig für boersengefluester.de ist jedoch, dass über Chancen und Risiken an den Aktienmärkten transparent und verständlich berichtet wird. Und hier hat das „Reich mit Geiss”-Anlageprogramm erhebliche Schwächen. Ein Dividendenfonds ist eben doch mehr als vier Mal im Jahr Kohle kassieren, und der Rest läuft dann schon von allein. Kann ja schließlich nur nach oben gehen an der Börse.



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.