EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 11,18%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 10,49%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 8,87%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 8,15%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 7,65%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 6,66%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 5,12%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 5,12%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 4,68%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 4,35%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,54%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 3,22%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 2,58%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 2,44%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 2,39%
CBK
Commerzbank
Anteil der Short-Position: 1,75%
SIX2
Sixt
Anteil der Short-Position: 1,58%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,17%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 0,83%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 0,70%
B5A
Bauer
Anteil der Short-Position: 0,61%
B4B
METRO ST
Anteil der Short-Position: 0,60%
CON
Continental
Anteil der Short-Position: 0,50%

R. Stahl: Schon wieder ein Dämpfer

Einmal mehr muss R. Stahl seine Prognosen für das Gesamtjahr reduzieren. Demnach rechnet der Hersteller von explosionsgeschützten Elektronikteilen für 2016 jetzt nur noch mit Erlösen zwischen 275 und 285 Mio. Euro (bislang: 280 bis 290 Mio. Euro) und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in einer Spanne von 11 bis 15 Mio. Euro (bislang: 14 bis 20 Mio. Euro). Heftig: Nachdem R. Stahl die Folgen des Ölpreisverfalls bislang in erster Linie durch eine sinkende Nachfrage der Fördergesellschaften zu spüren bekommen hat, drohen nun auch die Raffinerien ihre Budgets für das von den Waldenburgern hergestellte Spezialequipment spürbar zu kürzen. Das eigentlich Krasse ist jedoch, wie weit sich die Familiengesellschaft mittlerweile von ihrer – im Zuge der Abwehr des Übernahmeangebots von Weidmüller – im Mai 2014 eilig aufgestellten Mittelfristprognose entfernt haben. Zu dieser Zeit stellte der Vorstand den freien Aktionären bis Ende 2016 Erlöse zwischen 380 und 390 Mio. Euro sowie eine EBIT-Marge zwischen elf und zwölf Prozent in Aussicht. Demnach sollte R. Stahl im laufenden Jahr also eigentlich auf ein Betriebsergebnis zwischen rund 42 und 47 Mio. Euro kommen – also etwa dem Dreifachen des jetzt im zuversichtlichen Szenario unterstellten Betriebsergebnisses.

 

R. Stahl  Kurs: 21,800 €

 

Freilich konnte niemand ahnen, mit welcher Wucht die Ölpreise in den Keller gerauscht sind und die Kunden aus der Petro-Branche zu immer mehr Einschnitten zwingt. Bitter ist die Vehemenz, mit der R. Stahl damals die Weidmüller-Offerte abblockte, heute aber mehr denn je. Immerhin ist momentan nur schwer vorstellbar, wie der Aktienkurs wieder in die Nähe der zum Schluss von Weidmüller gebotenen 50 Euro kommen soll. Auf Basis der reduzierten Prognosen für 2016, wird der Titel momentan mit dem rund 15fachen EBIT gehandelt – kein ganz niedriger Wert. Das Eigenkapital ist – insbesondere durch eine zinsbedingte Höherdotierung der Pensionsrückstellungen – per Ende Juni von 101,0 auf 89,5 Mio. Euro gesunken. Dementsprechend beläuft sich der Buchwert je Aktie momentan auf deutlich weniger als 14 Euro – bei einem Aktienkurs von 31 Euro. Für 2016 dürfen sich die Investoren wohl auf die dritte Dividendenkürzung in Folge einstellen. Insgesamt kein guter Mix. Zudem wurde gegen wesentliche Punkte der jüngsten Hauptversammlung eine Klage erhoben, die nun vor dem Langericht Stuttgart anhängig ist. Gemessen daran hält sich die Notiz sogar noch einigermaßen wacker. Trotzdem: Bei diesem Titel bleiben besser nur Anleger engagiert, deren Investmenthorizont über 2017 hinausreicht.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 304,38 308,53 312,92 286,61 268,46 280,11 274,78 265,00
EBITDA1,2 36,92 31,11 17,40 22,16 7,00 9,46 25,27 19,00
EBITDA-Marge3 12,13 10,08 5,56 7,73 2,61 3,38 9,20 7,17
EBIT1,4 24,90 18,30 3,91 8,78 -10,69 -4,16 6,34 1,00
EBIT-Marge5 8,18 5,93 1,25 3,06 -3,98 -1,49 2,31 0,38
Jahresüberschuss1 15,42 9,84 -0,07 4,22 -21,78 -7,00 1,35 -3,00
Netto-Marge6 5,07 3,19 -0,02 1,47 -8,11 -2,50 0,49 -1,13
Cashflow1,7 33,45 3,14 18,43 10,89 19,75 18,22 19,62 13,00
Ergebnis je Aktie8 2,59 1,67 -0.02 0,64 -3,28 -1,10 0,21 -0,45
Dividende8 1,00 0,80 0,60 0,60 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: BDO

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
R. Stahl
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A1PHBB 21,800 Kaufen 140,39
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
15,57 22,35 0,678 51,91
KBV KCV KUV EV/EBITDA
2,42 7,16 0,51 9,628
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 30.07.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
14.05.2020 06.08.2020 12.11.2020 21.04.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,19% -16,78% -31,01% -18,66%
    

 

 



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.