ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 13,38%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 4,31%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 4,15%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 4,06%
DWNI
Deutsche Wohnen
Anteil der Short-Position: 3,18%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 3,16%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 3,12%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 2,86%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 2,82%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 1,89%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 1,81%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 1,75%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 1,61%
H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 1,49%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 1,44%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 1,08%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 0,78%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 0,70%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 0,68%
VBK
VERBIO
Anteil der Short-Position: 0,59%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,58%
F3C
SFC Energy
Anteil der Short-Position: 0,52%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,50%

R. Stahl: Die wichtigsten Details zur Übernahme

Auf 68 Seiten hat die Weidmüller Beteiligungsgesellschaft ihre Angebotsunterlage für die geplante Übernahme von R. Stahl zusammengefasst. Die wesentlichen Eckpunkte sind klar: Vom 20. Mai bis 17. Juni bietet Weidmüller 47,50 Euro je Aktie von R. Stahl. Grundsätzlich richtet sich die Offerte auf den Erwerb sämtlicher Anteilscheine – die Mindestannahmequote liegt jedoch bei 50 Prozent plus 1 Aktie. Für Anleger, die das Angebot während der normalen Frist nicht angenommen haben, gilt eine weitere Zwei-Wochen-Frist vom 21. Juni bis zum 4. Juli 2014. Voraussetzung: Innerhalb der regulären Frist hat Weidmüller die Mindestschwelle von 50 Prozent plus 1 Aktie erreicht oder aber die Vollzugsbedingungen so angepasst, dass der Deal als zustande gekommen gilt. Dieser Punkt dürfte besonders wichtig sein, denn bislang stellen sich die Gründerfamilien von R. Stahl kategorisch gegen das Vorhaben und könnten mit ihrem Anteil von 51 Prozent die Offerte in ihrer jetzigen Form zu Fall bringen. Allerdings: Gemäß Punkt 14.2 der Angebotsunterlagen kann Weidmüller bis zu einem Werktag vor Ablauf der Annahmefrist auf einzelne oder sämtliche Vollzugsbedingungen verzichten. Falls dies zwischen dem 3. und dem 17. Juni passiert, würde sich die Annahmefrist in diesem Fall um zwei Wochen verlängern.

Ebenfalls wichtig für Privatanleger: Für die Annahme des Angebots werden keine Spesen berechnet. Zudem wird ein Handel mit zum Umtausch eingereichten R. Stahl-Aktien eingerichtet. Diese Anteilscheine bekommen die WKN: A11QM1. Für eine gewisse Zeit wird es also zwei Gattungen von R. Stahl-Aktien an der Börse geben. Je nach Annahmequote hält sich Weidmüller sämtliche Optionen für die spätere Börsennotiz von R. Stahl offen: vom Beherrschungsvertrag bis hin zum Squeeze-out – also den Rückzug vom Parkett. Diese Szenarien gehören allerdings zum Standardtext innerhalb solcher Vertragswerke. Operatives Ziel der Detmolder ist es, den Bereich der Prozesstechnik zu forcieren und sich vom Einzelteilehersteller stärker zum Komplettanbieter zu wandeln. Dafür sollen beide Bereiche räumlich  an den Hauptstandort von R. Stahl in Waldenburg (Baden-Württemberg) zusammengelegt werden. Die Finanzierung des Deals von insgesamt bis zu 306 Mio. Euro wird durch die Commerzbank sichergestellt.

 

R. Stahl  Kurs: 24,600 €

 

Privatanleger brauchen vorerst nichts zu tun und sollten erst einmal den Verlauf der Angebotsfrist verfolgen. Ohnehin hängt viel davon ab, ob sich die Familien von R. Stahl doch noch beweglich zeigen. Eine erste Wasserstandsmeldung dazu könnte theoretisch bereits auf der Hauptversammlung von R. Stahl am 23. Mai 2014 folgen. Eine deutliche Verlagerung der eigenen Position ist hier allerdings kaum zu erwarten. An der Börse dominiert derzeit eine eher abwartende Haltung. Immerhin notiert der Anteilschein von R. Stahl mit 44,70 Euro um knapp sechs Prozent unterhalb der Offerte. Auf einen Nachschlag von Weidmüller spekulieren also wohl die wenigsten Anleger. Boersengefluester.de wird den Fortgang des Übernahmeversuchs weiter verfolgen und hält die R. Stahl-Aktie für ein überdurchschnittlich interessantes Investment – auch auf dem aktuellen Niveau.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
R. Stahl
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A1PHBB 24,600 Halten 158,42
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
19,68 23,45 0,84 140,57
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,31 8,87 0,64 15,57
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 15.07.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
11.05.2021 12.08.2021 10.11.2021 16.04.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-2,16% 6,50% 12,84% 19,42%
    


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.