ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,74%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,77%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,82%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 7,39%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 5,61%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,34%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,26%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,27%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 4,00%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 2,22%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,01%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,96%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 1,88%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 1,71%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 1,69%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,63%
EVD
CTS EVENTIM
Anteil der Short-Position: 1,38%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,96%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,78%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 0,70%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,62%
5Y6
COMPASS PATHW SP.ADR
Anteil der Short-Position: 0,61%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 0,50%

Publity: Nächster großer Immobiliendeal

„Alles super, bis auf den Aktienkurs.“ So fasst Thomas Olek, der Vorstandsvorsitzender von Publity, die aktuelle Situation zusammen. Tatsächlich hat der Gewerbeimmobilien-Investor mit Sitz in Leipzig in den vergangenen Monaten durchgängig gute Nachrichten im Köcher gehabt – und trotzdem ist die Notiz seit dem März-Hoch bei 44 Euro auf mittlerweile knapp 31 Euro zurückgefallen. Zugegeben: 2 Euro davon gehen auf das Konto des Dividendenabschlags nach der Hauptversammlung im Mitte März. Aber die anfänglich gute Laune der Aktionäre nach dem Listing im April 2015 zu 28,50 Euro ist dahin. Getuschelt wird, dass eine britische Adresse zuletzt den Ausstieg suchte. Olek selbst – ihm sind 49 Prozent der Aktien zuzurechnen – hat dem Vernehmen nach keine Anteile verkauft. Das bestätigte er nochmals beim Hintergrundgespräch mit boersengefluester.de. Rein fundamental gibt es derzeiteigentlich auch keinen Grund, bei diesem Titel die Reißleine ziehen zu müssen. Die Marktkapitalisierung beträgt momentan rund 186 Mio. Euro. Dem steht ein für 2016 in Aussicht gestelltes Nettoergebnis von rund 25 Mio. Euro entgegen. Anders ausgedrückt: Das 2016er-KGV beträgt etwa 7,4.

Tatsächlich dürfte die Bewertung sogar noch niedriger sein, denn in der zum Ende des ersten Quartals aufgestellten Prognose sind die Effekte der jüngsten Service-Aufträge zur Verwertung notleidender Kredite – sogenannter Non-Performing-Loans oder kurz NPL – noch gar nicht enthalten. Hintergrund: Innerhalb von vier Wochen hat publity nun die Abwicklung und Verwertung von zwei Portfolien mit mehr als 2.400 Immobilienkrediten im Gesamtvolumen von rund 1,7 Mrd. Euro für einen internationalen Investor an Land gezogen. Veranschlagter Zeitraum für die Umsetzung: 5 Jahre. Pi mal Daumen könnte daraus jährlich ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag hängen bleiben. Hinzu kommt das Kerngeschäft, wo Publity – zusammen mit großen Hedge Fonds – als Asset Manager für deutsche Büroimmobilien auftritt. Bis zum Jahresende 2016 will Publity hier auf ein Volumen von mehr als 3 Mrd. Euro kommen. Ende 2017 sollen es sogar mehr als 5 Mrd. Euro sein. Da sich Publity mit einem kleinen prozentualen Anteil auch selbst bei den Projekten engagiert, dreht die Gesellschaft in gewisser Weise ein gewaltiges Rad. Lesetipp von boersengefluester.de: Die Kollegen von der Immobilien Zeitung haben das Geschäftsmodell von Publity kürzlich sehr schön und umfassend erklärt. Zu dem Beitrag kommen Sie unter diesem LINK.

 

publity  Kurs: 33,900 €

 

Eine Kapitalerhöhung schloss Olek trotz der rasanten Wachstumsziele vorerst aus: „Wir sind ausreichend finanziert.“ Interessant dürfte der Titel unter dem Aspekt Dividendenrendite bleiben. Zwar wollen die Leipziger die Ausschüttungsquote von zuletzt fast 90 Prozent auf „mindestens 50 Prozent“ reduzieren. Nach jetzigem Stand sollte das aber ausreichen, um die 2015er-Dividende von 2,00 Euro je Anteilschein auch für 2016 zu zahlen. Damit käme das Papier auf eine stattliche Rendite von 6,5 Prozent. Frei von Risiken ist der Small Cap aber natürlich auch nicht: Der Wettbewerb um geeignete Büroimmobilien in den großen heimischen Ballungszentren nimmt weiter zu. Außerdem ist offen, wie lange die großen ausländischen Adressen den deutschen Markt so sexy finden. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt auch die Währungsseite, denn ein starker Euro wirkt für US-Investoren wie ein Bonuskick. Eine Schlaftabletten-Aktie im Sinne von Börsenlegende André Kostolany ist Publity bestimmt nicht. Doch mit Sicht auf 6 bis 18 Monate wird sich an dem grundsätzlichen Marktumfeld wohl kaum etwas signifikant ändern. Gemessen daran sehen die Kennzahlen von Publity durchaus attraktiv aus. Letztlich muss es aber jeder Anleger mit sich selbst ausmachen, ob er Geschäfte mit notleidenden Krediten und Gewerbeimmobilien aus Bankenverwertung für nachhaltig hält. Gut zu wissen: Das Team von CEO Olek prüft schon jetzt, wie sich das Business auf eine noch breitere Basis stellen lässt. Neben Hedge Fonds gibt es schließlich noch eine Menge anderer Kapitalsammelstellen. Zudem ist bereits die Forcierung der NPL-Portfolien ein wichtiger Schritt Richtung zusätzlicher Diversifikation. Und dann haben die Leipziger auch noch das klassische Fondsgeschäft mit Privatanlegern als Stütze. Olek tut jedenfalls alles dafür, dass er bald wieder sagen kann: „Alles super, auch der Aktienkurs.“

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
publity
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
697250 33,900 Kaufen 504,31
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
14,13 11,24 1,263 18,25
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,46 - 24,81 -170,88
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,50 1,47 26.05.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
24.09.2020 13.05.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
3,56% -1,25% 1,50% -8,13%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020e 2021e
Umsatzerlöse1 23,02 41,58 23,57 37,22 20,32 75,00 0,00
EBITDA1,2 20,59 35,71 16,33 22,03 -5,93 45,00 0,00
EBITDA-Marge3 89,44 85,88 69,28 59,19 -29,18 60,00 0,00
EBIT1,4 20,30 35,52 16,14 30,82 116,30 210,00 0,00
EBIT-Marge5 88,18 85,43 68,48 82,80 572,34 280,00 0,00
Jahresüberschuss1 12,51 23,32 10,09 24,62 64,16 95,00 0,00
Netto-Marge6 54,34 56,08 42,81 66,15 315,75 126,67 0,00
Cashflow1,7 12,81 23,51 10,28 20,97 -45,59 35,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 2,27 3,89 1,67 2,95 4,82 5,90 2,70
Dividende8 2,00 2,80 0,00 1,50 0,00 0,50 0,70
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Warth & Klein Grant Thornton


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.