EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 12,01%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,63%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,81%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 7,63%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 7,49%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 7,45%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 7,21%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 5,31%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 5,07%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 5,01%
TEG
TAG Immobilien
Anteil der Short-Position: 4,46%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 4,26%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 3,95%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 3,95%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 3,91%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 3,14%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,07%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 1,85%
UTDI
United Internet
Anteil der Short-Position: 1,54%
SIX2
Sixt
Anteil der Short-Position: 1,28%
CBK
Commerzbank
Anteil der Short-Position: 1,19%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 1,09%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 0,51%

NFON: Gute Gründe für die Aktie

Die Wahrheit ist nicht nur schwarz oder weiß. Ob die auf cloudbasierte Telefonanlagen für Firmenkunden spezialisierte NFON AG zu den Verlierern oder vielleicht sogar doch zu den Gewinnern der aktuellen Situation gehört, lässt sich noch gar nicht valide abschätzen. Im Aktienkurs von rund 9 Euro spiegelt sich zurzeit freilich eher das negative Szenario wider. Immerhin kostete der Anteilschein im Februar 2020 zweitweise mehr als 13 Euro, der Rekordkurs vom September 2018 lag sogar bei 15,50 Euro. Keine Frage: Als vergleichsweise junge Gesellschaft mit stattlichen Wachstumsambitionen könnte es NFON schwerer als gedacht fallen, die ursprünglichen Expansionsziele zu erreichen. Immerhin könnte eine Reihe von Unternehmen ihre Investitionspläne in Sachen Modernisierung der Telefonanlagen zurückstellen oder sogar ganz auf Eis legen. Im schlimmsten Fall drohen durch Insolvenzen im Kundenkreis sogar Ausfälle bei den monatlichen Bereitstellungsgebühren.

Andererseits betont CEO Hans Szymanski im kürzlich vorgelegten Geschäftsbericht, dass auch zusätzliche Nachfrageimpulse möglich sind: „Zum einen verschieben Bestandskunden ihre Tätigkeit ins Home-Office und fragen deswegen nicht nur vermehrt die Telefonie, sondern auch die Möglichkeit der Telefonkonferenz nach. Zum anderen bekommt NFON auch Nachfragen von Interessierten, die bisher noch keine Lösung haben, mit der sie flexibel Home-Office-Arbeitsplätze einrichten können.“ Die kommenden Quartale werden also zeigen, wohin die Richtung bei NFON geht. Es gibt aber noch einen wichtigen Punkt, der nach Auffassung von boersengefluester.de zurzeit am Kapitalmarkt unterschätzt wird und der NFON ganz wesentlich von anderen Firmen unterscheidet: So sind immerhin zwischen 80 und 85 Prozent der Umsätze regelmäßig anfallende Zahlungen, machen das Geschäft also sehr gut planbar. „Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unwägbarkeit ein wirkliches Asset“, sagt Szymanski. Weniger attraktiv aus jetziger Investorensicht ist allerdings, dass NFON selbst noch rote Zahlen schreibt und das auf absehbare Zeit auch so bleiben wird.

 

NFON  Kurs: 13,336 €

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 20,95 30,39 35,65 43,03 57,12 72,00
EBITDA1,2 0,00 0,00 -5,61 -0,72 -1,03 -7,78 -6,98 -3,50
EBITDA-Marge3 0,00 0,00 -26,78 -2,37 -2,89 -18,08 -12,22 -4,86
EBIT1,4 0,00 0,00 -6,02 -1,26 -1,70 -8,47 -9,99 -6,40
EBIT-Marge5 0,00 0,00 -28,74 -4,15 -4,77 -19,68 -17,49 -8,89
Jahresüberschuss1 0,00 0,00 -6,05 -1,55 -2,02 -8,11 -10,92 -7,00
Netto-Marge6 0,00 0,00 -28,88 -5,10 -5,67 -18,85 -19,12 -9,72
Cashflow1,7 0,00 0,00 -4,14 -1,54 -0,34 -4,96 -7,19 -3,50
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,00 0.47 -0,12 -0,16 -0,76 -0,77 -0,42
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2019 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: KPMG

 

Wachstum hat ganz klar Vorrang vor Rentabilität – selbst wenn sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im laufenden Jahr gegenüber dem 2019er-Wert von minus 6,98 Mio. Euro signifikant verbessern soll. „Bei der Beibehaltung der derzeitigen Investitionsintensität, könnte der EBITDA-Break-even mittelfristig erreicht werden“, heißt es offiziell. Engagiert sind bei NFON eine Menge Spezialfonds mit teilweise nicht immer ganz übereinstimmenden Meinungen, was die künftige Ausrichtung des Unternehmens angeht. Ein Pluspunkt ist hingegen, dass NFON über diese Investorengruppen auch in börsentechnisch allgemein schwierigen Zeiten Zugang zu frischem Wachstumskapital haben dürfte. Im Streubesitz befinden sich nur etwas mehr als 21 Prozent der insgesamt 15.055.569 Aktien. Dabei sind die Münchner zurzeit mit gut 17 Mio. Euro Netto-Cash-Positiv in der Bilanz. Die Eigenkapitalquote beträgt rund 61 Prozent, auch das schafft Sicherheit.

Das erweiterte Wettbewerbsumfeld von NFON ist derweil extrem heterogen und reicht von Hardwarefirmen wie Avaya oder Panasonic über Techkonzerne wie Microsoft, Google oder auch Cisco. Die echte Peergroup für NFON allerdings eher spezialisierte Anbieter wie die ebenfalls börsennotierten US-Konzerne RingCentral und 8×8. Interessant: Besonders die Aktie von RingCentral hat sich dank der Home-Office-Fantasie im jüngsten Börsenabschwung super gut gehalten. Geeignet ist die NFON-Aktie trotzdem nur für spekulative Anleger.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
NFON
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0N4N5 13,336 Halten 200,78
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 14,44 0,000 -45,52
KBV KCV KUV EV/EBITDA
4,26 - 3,52 -26,238
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 28.05.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
18.05.2020 20.08.2020 21.11.2020 31.03.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
1,43% 18,25% 37,48% 16,47%
    

 

Foto: Clipdealer


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.