ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,74%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,06%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 7,30%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 7,28%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 6,34%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,69%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 4,85%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 4,40%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,22%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 3,90%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,86%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 3,23%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,18%
VBX
VOLTABOX
Anteil der Short-Position: 1,59%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 1,42%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,22%
B5A
Bauer
Anteil der Short-Position: 1,17%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 1,10%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,80%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,69%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 0,67%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,59%
M0Y
MYNARIC INH
Anteil der Short-Position: 0,55%

Loewe: Alle Sicherungen durchgeknallt

Manchmal muss man sich an der Börse echt an den Kopf fassen – besonders wenn es um den Zock mit Aktien von insolventen Unternehmen geht. Jüngstes Beispiel ist der vor knapp einem Jahr in die Pleite gerutschte Fernsehhersteller Loewe. Kaum meldet die Süddeutsche Zeitung, dass Loewe unter der neuen Führung bereits im ersten Jahr schwarze Zahlen schreiben will, explodiert der Kurs in der Spitze um fast 170 Prozent auf 1,39 Euro. Dieses Niveau konnte der Titel zwar nicht halten. Doch selbst die aktuelle Notiz von 1,10 Euro steht noch immer für einen rasanten Zuwachs und entspricht einer gesamten Marktkapitalisierung von 3,58 Mio. Euro. Das klingt super wenig für ein Traditionsunternehmen mit Gewinnperspektive und zwei Investoren an Bord, die offenbar bereist einen mittleren zweistelligen Millionen-Betrag in die Gesellschaft gesteckt haben.

Aber Vorsicht! Es handelt sich bei der Aktie um eine Mogelpackung. Der Geschäftsbetrieb von Loewe wurde nach der Insolvenz in die Loewe Technologies GmbH eingebracht. Mit der mittlerweile leeren Börsenhülle hat die GmbH nichts zu tun. Dessen sollten Anleger, die hier mitzocken sich bewusst sein. Vermutlich wissen es die meisten von ihnen sogar. Aber das „Spielchen“ mit den Pleiteaktien scheint immer wieder zu funktionieren und neben den „Pleiteprofis“ ein paar Ahnungslose anzulocken, die tatsächlich glauben, mit der jeweiligen Aktie auf einen Turnaround spekulieren zu können. Wer dann nicht schnell genug den Absprung schafft, holt sich eine fürchterlich blutende Nase.

Die Loewe AG hatte bereits im April 2014 den Antrag auf Widerruf der Zulassung zum Börsensegment General Standard gestellt. Dem Vernehmen nach wird der Antrag am 8. Oktober 2014 umgesetzt – ab dann wird die Loewe-Aktie nicht mehr an einer regulierten Börse gehandelt. Die Zeit läuft also. Eine Rückkehr von Loewe an die Börse ist langfristig zwar nicht ausgeschlossen, aber auch davon hätten die Anteilseigner der jetzigen Loewe-Aktie nichts. Letztlich ist die „neue“ Loewe eine komplett andere Gesellschaft.



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.