ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,74%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,63%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 7,63%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 7,44%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 6,27%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,69%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 4,85%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 4,35%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 4,33%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,22%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 3,41%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 3,32%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 3,11%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,18%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 1,69%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,22%
B5A
Bauer
Anteil der Short-Position: 1,17%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 1,08%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,72%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,69%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,59%
M0Y
MYNARIC INH
Anteil der Short-Position: 0,55%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 0,52%

Francotyp-Postalia: Trotz Kursrally immer noch ein KGV-Schnäppchen

Kompletter Stimmungswechsel bei Francotyp-Postalia. Seit dem Anfang April 2013 erreichten Kurstief bei 2,20 Euro ist die Notiz des Postdienstleisters um 50 Prozent auf mittlerweile 3,30 Euro gespurtet. Geht es nach den Analysten, ist damit aber maximal die erste Runde gespielt. Die Experten von Hauck & Aufhäuser etwa sehen den Small Cap erst bei einem Niveau von 4,70 Euro als fair bewertet an und empfehlen den Titel weiter zum Kauf. Grund für die Zuversicht: Nachdem Francotyp-Postalia (FP) fast schon so etwas wie eine ewige Turnaroundstory zu werden drohte, liefert das im brandenburgischen Birkenwerder sitzende Unternehmen nun endlich ansprechende Zahlen. „Der FP-Konzern beginnt die Früchte der Anstrengungen der vergangenen Jahre zu ernten“, sagt Vorstandschef Hans Szymanski. Die wichtigsten Meilensteine waren dabei die Inbetriebnahme der neuen Fabrik im knapp 150 Kilometer von Birkenwerder entfernten Wittenberge, die Produktion des neuen Frankiersystems PostBase sowie die vor gut einem Jahr erfolgte Akkreditierung als De-Mail-Provider.

Im ersten Quartal 2013 stiegen die Umsätze um gut vier Prozent auf knapp 43 Mio. Euro an. Dabei zog der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 1,8 auf 3,4 Mio. Euro an. Das Ergebnis je Aktie machte einen Satz von 0,04 auf 0,14 Euro. Für das Gesamtjahr stellt das Management bei einem Umsatzplus auf mindestens 168 Mio. Euro ein gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändertes EBIT von 9 Mio. Euro in Aussicht. Diese Prognose scheint angesichts des forschen Jahresauftakts noch Luft für ein spürbar besseres Ergebnis zu lassen, auch wenn das Auftaktquartal traditionell überproportional viel zum Geschäft beiträgt. Zur Einordnung: Die Analysten von Hauck & Aufhäuser kalkulieren derzeit für 2013 mit einem EBIT von 12,5 Mio. Euro und einem Ergebnis je Aktie von 0,40 Euro. Wohin die Reise mittelfristig gehen kann, deutete FP-Vorstand Szymanski im jüngsten Geschäftsbericht an: „Für 2015 streben wir einen Umsatz von 178 Mio. Euro, ein EBITDA von 30 Mio. Euro und einen Konzerngewinn von rund 8 Mio. Euro an.“ Bezogen auf die 16,16 Millionen im Umlauf befindlichen Anteilscheine würde das auf ein Ergebnis je Aktie von rund 0,50 Euro hinauslaufen. Dementsprechend ergibt sich ein 2015er-Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von lediglich 6,6. Im Hinterkopf sollten Anleger allerdings behalten, dass diese Zielmarke ursprünglich bereits für 2014 galt.

Welchen Hebel die FP-Aktie (WKN: FPH900) auf dem gegenwärtigen Niveau noch immer hat, zeigt auch ein Blick auf das Verhältnis von Börsenwert zum Umsatz. So wird jeder für 2013 erwartete Euro Umsatz zurzeit mit nur 0,32 Euro bewertet. Sollte die Gesellschaft die gesteckten Renditeziele tatsächlich erreichen, gibt es eigentlich keinen Grund für einen derart großen Abschlag. Die Marktkapitalisierung beträgt zurzeit gut 53 Mio. Euro, mehr als 80 Prozent der Anteile befinden sich dabei im Streubesitz. Die Eigenkapitalquote sieht trotz der vor gut einem Jahr durchgeführten Kapitalerhöhung über knapp 4 Mio. Euro mit 16,5 Prozent (per 31. März) noch immer verbesserungswürdig aus. An Finanzverbindlichkeiten stehen insgesamt rund 41 Mio. Euro in der Bilanz. Aufpassen sollten Anleger bei der Beurteilung der Liquiden Mittel und Wertpapiere: Diese sehen auf den ersten Blick mit 28,18 Mio. Euro verlockend komfortabel aus. Hierin enthalten sind aber auch von FP verwaltete Portoguthaben von 20,6 Mio. Euro, die es zu bereinigen gilt. Die tatsächlichen Nettofinanzverbindlichkeiten von 32 Mio. Euro übersteigen das Eigenkapital damit um immerhin ein Drittel.

Francotyp-Postalia  Kurs: 3,190 €

 

Nächster wichtiger Termin für Anleger ist die Hauptversammlung am 27. Juni 2013 in Berlin. Eine Dividende zahlt FP erneut nicht – die letzte Gewinnbeteiligung gab es für 2007 ­–, doch auf dem Aktionärstreffen gibt es womöglich neuere Informationen zur aktuellen Geschäftsentwicklung. Denn eins ist klar: Nach der lange Phase mit außerordentlichen Aufwendungen und verfehlten Erwartungen sehnen sich die Investoren nach einer dauerhaften Rückkehr auf die Erfolgsspur. Sollte dieser Umschwung vom klassischen Frankiermaschinenhersteller zum Komplettdienstleister über alle Versandkanäle gelingen, steht einer dauerhaften Neubewertung der FP-Aktie aber nichts im Weg. Zwischenzeitliche Korrekturen, auch schärferer Art,  sollten erfahrene Small-Cap-Anleger nach einer derart schnellen Aufwärtsbewegung jedoch einkalkulieren.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Francotyp-Postalia
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
FPH900 3,190 - 52,00
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
12,76 20,21 0,63 18,77
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,71 2,26 0,25 2,77
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,03 0,94 16.06.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
27.05.2021 31.08.2021 16.11.2020 29.04.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-2,15% 0,47% -0,31% -11,39%
    


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.

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