SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 12,66%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 9,61%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 9,04%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 8,21%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 7,15%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 6,84%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 6,51%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 4,91%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,91%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 4,73%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 3,67%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,08%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 2,84%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 2,18%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 2,12%
UTDI
United Internet
Anteil der Short-Position: 1,79%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 1,53%
CEC
Metro
Anteil der Short-Position: 1,28%
BC8
Bechtle
Anteil der Short-Position: 1,18%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 0,97%
RWE
RWE
Anteil der Short-Position: 0,89%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 0,58%
CBK
Commerzbank
Anteil der Short-Position: 0,51%

FinTech Group: Gute Kombination

Irgendwie war es in den vergangenen Wochen doch ziemlich ruhig geworden um die FinTech Group. Dabei sorgte der aus den drei Unternehmen Flatex, CeFDex und Aktionärsbank geschmiedete Firmenverbund mit Sitz in Kulmbach Anfang November 2014 für einen Knaller. Damals gab die Gesellschaft bekannt, dass sie sich eine Option auf den Erwerb eines Anteils von 54 Prozent an der XCOM AG, zu der unter anderem die biw Bank gehört, gesichert habe (weitere Hintergründe zu dem Deal finden Sie HIER auf boersengefluester.de). Abgesehen von einer kleineren Kapitalerhöhung zur Teilfinanzierung des Deals war seitdem aber Funkstille Richtung Börse. Dabei sollte der finale Vollzug bis spätestens Januar 2015 unter Dach und Fach gewesen sein. Die Verzögerung spiegelt sich auch in der Aktiennotiz der FinTech Group wider, die in einem engen Band zwischen rund 9 und 10 Euro pendelt. Nicht einmal eine Anfang Dezember veröffentlichte Kaufstudie von Hauck & Aufhäuser mit Kursziel 17 Euro vermochte eine nachhaltige Wirkung zu entfachen. Möglicherweise endet die Phase der Unsicherheit jedoch schon sehr bald. Wie Frank Niehage, Vorstandsvorsitzender der FinTech Group, uns signalisiert, soll das Closing der XCOM-Transaktion kurz bevorstehen.

Auf operativer Ebene leiten die Führungskräfte den Zusammenschluss ohnehin schon seit geraumer Zeit in die Wege. Dem Vernehmen nach sind die Synergieeffekte und das Einsparpotenzial deutlich größer als vermutet. Die Rede ist von bis zu 16 Mio. Euro – ursprünglich galten rund 10 Mio. Euro als Hausnummer. Zudem sollen auch die Firmenkulturen mittlerweile gut zusammenwachsen. Gerade dieser Punkt wird in der Finanzszene aufmerksam verfolgt, schließlich galt die Demission von XCOM-Vorstand Matthias Albrecht im September 2014 auch als potenzieller Befreiungsschlag für das bestehende XCOM-Management. Dass sich bereits zwei Monate nach dem Albrecht-Abgang mit der FinTech Group ein neuer Mehrheitsaktionär präsentieren würde, zu dem manch Mitarbeiter aus historischen Gründen womöglich ein gespaltenes Verhältnis hatte, konnte zum damaligen Zeitpunkt niemand ahnen. Offenbar passt die Kombination FinTech Group/XCOM aber doch gut zusammen.

 

flatex  Kurs: 28,600 €

 

Um zu einer runden Fintech-Story zu werden, müssen allerdings noch wichtige Weichen gestellt werden. Ganz wesentlich ist, was mit der erst Anfang 2014 aus der Taufe gehobenen Aktionärsbank passieren wird. In Börsenkreisen gilt es als offenes Geheimnis, dass das Institut weit hinter den Planungen zurückbleibt und eine Menge Geld verbrennt. Andererseits: Die Aktionärsbank ist im Besitz einer Vollbanklizenz – und so etwas setzt man normalerweise nicht leichtfertig aufs Spiel. Mit der Übernahme von XCOM gelten jedoch neue Spielregeln, schließlich hätte die FinTech Group über die biw Bank künftig zwei Vollbanklizenzen. In Frankfurt wird jedenfalls  getuschelt, wie es weitergeht. Drei Varianten sind denkbar:

1. Die Aktionärsbank läuft weiter wie bislang. Dieses Szenario hält boersengefluester.de allerdings für unwahrscheinlich.

2. Die Kunden der Aktionärsbank werden auf die Flatex umgeleitet und die Aktionärsbank wird geschlossen bzw. in die anderen Bestandteile der FinTech Group integriert. Dieser Weg wäre zwar nicht unbedingt förderlich fürs Image – besitzt unserer Meinung nach aber eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit.

3. Die Aktionärsbank wird verkauft. Das wäre eine elegante Lösung. Allerdings braucht es dafür erst einmal einen Käufer.

Ebenfalls zum kursrelevanten Thema wird in den kommenden Monaten die weitere Finanzierung der XCOM-Übernahme – insbesondere mit Blick auf eine mögliche Aufstockung auf 100 Prozent. Nach der prospektfreien Kapitalerhöhung vom Dezember 2014, die brutto rund 13 Mio. Euro einbrachte, hat die FinTech Group noch einen Ermächtigungsrahmen zur Ausgabe von weiteren knapp 5,6 Millionen Anteilscheinen. Wie zu hören ist, könnte die nächste Kapitalerhöhung ein Volumen von immerhin zwischen 40 und 50 Mio. Euro erreichen. Zum Timing gibt es noch keine Angaben. Vermutlich dürfte so eine Maßnahme aber im dritten Quartal 2015 – garniert mit den Halbjahreszahlen – über die Bühne gehen. Sollte die Notiz der FinTech-Aktie bereits vorher auf ein deutlich attraktiveres Niveau als die aktuellen 10 Euro gestiegen sein, könnte es aber wohl auch schneller gehen. Ausgemachte Sache scheint es aber zu sein, dass sich Großaktionär Bernd Förtsch bei dieser Kapitalerhöhung verwässern lassen wird und so unter die Schwelle von 50 Prozent rutscht. Zurzeit sind ihm 50,51 Prozent über die GfBk Gesellschaft für Börsenkommunikation zuzurechnen. Indirekt hält er über die Beteiligungsgesellschaft FinLab, die wiederum maßgeblich an der bei der FinTech Group engagierten Heliad Equity Partners (18,65 Prozent) investiert ist, weitere Stücke. Hier wird interessant, ob Förtsch seine Bezugsrechte an einzelne institutionelle Anleger verkauft. Denkbar ist allerdings auch, dass hier mehre Fonds einspringen. So oder so: Ein höherer Streubesitz als die gegenwärtigen 30,85 Prozent sowie ein – damit einhergehendes – größeres Handelsvolumen können der FinTech-Aktie nur gut tun.

 

FinLab  Kurs: 16,100 €

 

Die kommenden Wochen und Monate werden also enorm wichtig. Wie zu hören ist, könnte zudem bald ein zweites Research (neben der Analyse von Hauck & Aufhäuser) entstehen. Dagegen scheinen der im November 2014 angedeutete Wechsel vom wenig regulierten Entry Standard in den Frankfurter Prime Standard sowie ein Zweitlisting an der Londoner Börse AIM auf der Agenda etwas nach unten gerutscht zu sein. Die damit verbundene Umstellung von HGB auf internationale Rechnungslegungsvorschriften würde derzeit wohl zu viele Kapazitäten binden. Aus Sicht von boersengefluester.de ist das allerdings kein Drama, zumal mittlerweile auch größere Unternehmen wie Rocket Internet ihren Börsenplatz im Entry Standard haben. Die Gespräche mit potenziellen Investoren sollten jedenfalls nicht am Marktsegment scheitern.

 

FTG111

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
flatex
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
FTG111 28,600 Kaufen 559,29
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
17,33 19,69 0,894 66,51
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,06 2,21 4,47 13,201
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 Aug. 2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
30.09.2019 31.05.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
10,04% 19,46% 16,73% 33,64%
    

 

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
FinLab
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
121806 16,100 Kaufen 84,34
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
11,50 7,55 1,620 33,40
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,80 56,45 43,36 84,435
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 25.06.2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
27.09.2019 12.04.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,78% 2,57% 8,78% -7,47%
    

 

 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.