ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 14,55%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,34%
SANT
S+T
Anteil der Short-Position: 5,83%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 4,74%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 4,55%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 4,53%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 4,11%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 3,81%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 3,65%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 2,29%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 2,20%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 2,19%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 2,15%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 1,56%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,49%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 1,31%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 1,11%
WEW
WESTWING GR.
Anteil der Short-Position: 1,01%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 0,81%
SBS
STRATEC
Anteil der Short-Position: 0,70%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 0,69%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,59%
SHA
SCHAEFFLER VZO
Anteil der Short-Position: 0,58%

Fabasoft: Vorsicht Buzz-Wörter!

Leopold Bauernfeind, Vorstand des österreichischen Softwareanbieters Fabasoft, kann auch witzig. Seinen Vortrag auf der von GBC veranstalteten MKK Münchner Kapitalmarkt Konferenz begann er mit einer ganz speziellen Art von Disclaimer. Sinngemäß hieß es dort: „Achtung: Die Präsentation könnte Buzz-Words wie Künstliche Intelligenz, Cloud oder Big Data enthalten!“ Dabei war dieser – für möglicherweise von Schlagwörtern solcher Bauart bereits genervten Investoren – Hinweis eigentlich überflüssig, denn Fabasoft hat es gar nicht nötig, einen auf dicke Hose zu machen. Dafür steht die Gesellschaft mit ihren Produkten und dem daraus resultierenden Zahlenwerk viel zu gut da. Freilich blieb auch der Aktienkurs von Fabasoft in den vergangenen knapp drei Monaten nicht von den allgemeinen Verwerfungen verschont und knickte von 16 auf 12 Euro ein. Dieses Niveau hält boersengefluester.de für eine gute Gelegenheit, schließlich haben die Linzer mit Notiz im Frankfurter Prime Standard gleich mehrere Eisen im Feuer.

 

Fabasoft  Kurs: 35,250 €

 

Basisgeschäft ist die Digitalisierung von Geschäftsprozessen – vorzugsweise im behördlichen Sektor. Hier bietet das Unternehmen mit der Fabasoft eGov-Suite etwa eine Lösung für die elektronische Aktenführung an. Fabasoft Folio wiederum setzt im Bereich Dokumenten-Management an. Das hierzulande vermutlich bekannteste Projekt ist die Einführung der E-Akte in der Bundesverwaltung, wo Fabasoft bereits mehrere Zuschläge bei den Ausschreibungen bekommen hat. „2019 beginnt der Roll-out, 2020 wollen wir dann zügig in die Fläche gehen“, sagt Bauernfeind. Im Endausbau sind gut 250.000 Arbeitsplätze geplant. Noch ausbaufähig ist derweil der Cloud-Bereich von Fabasoft. Andererseits belegt das Unternehmen hier – beispielsweise mit Anwendungen wie der Steuerung von Zugriffsrechten auf sensible Firmendaten – eine attraktive Nische.

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Aus Sicht der Börsianer vermutlich am interessantesten bleibt derweil die Mehrheitsbeteiligung an Mindbreeze, einer Google-ähnlichen Suche für unternehmensinterne Daten (siehe dazu auch unseren Beitrag HIER). Bekannte Nutzer sind etwa Deutsche Lufthansa, Deutsche Telekom, Rhön-Klinikum oder auch Bosch. Dem Vernehmen nach setzen aber auch die US-Gesundheitsbehörde FDA und eine Reihe anderer Konzerne auf die Technologie von Mindbreeze. Gemessen an der aktuellen Größe – Mindbreeze erzielte im Geschäftsjahr 2017/18 (31. März) Erlöse von gerade einmal 4,79 Mio. Euro – wedelt hier zwar noch der Schwanz mit dem Hund. Andererseits legt die Gesellschaft mit Wachstumsraten von mehr als 50 Prozent ein stürmisches Tempo hin und gilt perspektivisch sogar als Kandidat für ein IPO. Neue Zahlen in Form des Neun-Monats-Berichts wird Fabasoft Ende Februar 2019 vorlegen.

Ein KGV von derzeit rund 20 ist zwar noch immer keine ausgesprochen günstige Bewertung, dafür kaufen sich Anleger aber eine Menge Qualität ins Depot – inklusive einer Netto-Cashposition von zuletzt mehr als 25 Mio. Euro, die Vorstand Leopold Bauernfeind wiederum als eine Art „Visitenkarte“ für große Projekte bezeichnet.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Fabasoft
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
922985 35,250 Kaufen 387,75
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
41,47 28,58 1,45 84,53
KBV KCV KUV EV/EBITDA
20,15 18,45 7,04 17,94
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,65 0,85 2,41 05.07.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
27.08.2021 30.11.2021 28.02.2022 09.06.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-10,08% -18,09% -25,00% -2,89%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021e
Umsatzerlöse1 28,43 28,29 31,96 40,28 51,06 55,09 56,40
EBITDA1,2 3,94 4,87 7,05 11,50 16,78 19,55 18,40
EBITDA-Marge3 13,86 17,21 22,06 28,55 32,86 35,49 32,62
EBIT1,4 2,29 3,30 5,25 8,92 11,71 13,89 13,50
EBIT-Marge5 8,05 11,66 16,43 22,14 22,93 25,21 23,94
Jahresüberschuss1 1,67 2,51 3,94 6,49 8,55 9,73 7,95
Netto-Marge6 5,87 8,87 12,33 16,11 16,75 17,66 14,10
Cashflow1,7 6,01 4,48 7,93 11,60 14,11 21,01 17,90
Ergebnis je Aktie8 0,16 0,21 0,37 0,55 0,72 0,80 0,72
Dividende8 0,15 0,18 0,18 0,50 0,65 0,85 0,85
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: KPMG

 

Foto: Shutterstock


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.