Kurvendeuter haben es bei der Aktie von Eyemaxx Real Estate zurzeit nicht leicht. Trotz anhaltend guter Nachrichten kommt der Anteilschein des Projektentwicklers und Bestandshalters von Immobilien seit Monaten nicht mehr vom Fleck. Auf Zwölf-Monats-Sicht steht gar ein Rückgang von rund einem Viertel zu Buche. Mit Blick auf die weit überdurchschnittliche Performance von Mitte 2016 bis Mitte 2017 ist das Minus freilich noch kein Drama und auch CEO Michael Müller interpretierte die Entwicklung im jüngsten Interview mit boersengefluester.de (HIER) als „Verschnaufpause, die im Widerspruch zur guten operativen Entwicklung“ steht. Umso gespannter waren wir auf den jetzt vorgelegten Halbjahresbericht, selbst wenn die wesentlichen Eckdaten bereits seit Anfang Juli bekannt sind (HIER).
Interessant fanden wir zum Beispiel den Hinweis, dass das erste Wandlungsfenster im Juli 2018 der Anleihe 2016/19 (Wandlungspreis: 9,80 Euro) bereits zu zwei Drittel genutzt wurde. Demnach hat sich die gesamte Aktienzahl um 142.855 auf 5.319.878 Stück erhöht. Entsprechend beträgt die Marktkapitalisierung der Österreicher nun 56,4 Mio. Euro – verglichen mit einem Eigenkapital von knapp 57,8 Mio. Euro. So gesehen wird die Eyemaxx-Aktie momentan ziemlich genau zum Buchwert gehandelt. Die Verwässerung des Aktienkapitals ist zwar immer so eine Sache, aber nicht per se schlecht, zumal sie durch den eher niedrig gewählten Wandlungspreis sogar vom Management gewollt ist und den Anleihen-Investoren die Möglichkeit gibt, am Upsidepotenzial der Gesellschaft zu partizipieren. Last but not least spart sich die Gesellschaft durch dieses Instrument natürlich auch eine Menge Geld. Wichtig für den Hintergrund ist aber trotzdem, dass sich die Aktienzahl von Eyemaxx in den kommenden Jahren weiter erhöhen wird.
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Am Ausblick für das Gesamtjahr 2017/18 (31. Oktober) machte Müller erwartungsgemäß keine Anpassungen. Demnach ist weiterhin mit einer „deutlichen Steigerung des Ergebnisses nach Steuern“ zu rechnen. Zudem führte die Gesellschaft im Nachtragsbericht noch einmal die wichtigsten Deals nach dem 30. April 2018 auf: etwa den bereits vor einigen Monaten angedeuteten Erwerb von 14 Prozent an dem mit einer Anleihe am Kapitalmarkt aktiven Asset-Manager ViennaEstate Immobilien AG aus Wien. „Die in Privatbesitz befindliche Aktiengesellschaft plant auch künftig die Ausschüttung signifikanter Dividenden, wovon dann auch EYEMAXX profitieren wird“, heißt es offiziell. Per saldo gibt es für boersengefluester.de damit keinen Grund, von unseren positiven Einschätzung für die Eyemaxx-Aktie abzuweichen. Die Analysten von SRC Research setzen das Kursziel bei unverändert 19 Euro an, die equinet bank hält 18 Euro für ein faires Niveau. Potenzial ist also reichlich vorhanden.
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Foto: Pixabay