ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,74%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,77%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,82%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 7,39%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 5,61%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,34%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,26%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,27%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 4,00%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 2,22%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,01%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,96%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 1,88%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 1,71%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 1,69%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,63%
EVD
CTS EVENTIM
Anteil der Short-Position: 1,38%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,96%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,78%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 0,70%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,62%
5Y6
COMPASS PATHW SP.ADR
Anteil der Short-Position: 0,61%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 0,50%

Essanelle Hair Group: Investment mit Mindestlohn

Beim Friseurbesuch ist es momentan wohl das Standardthema: Der seit 1. August geltende Mindestlohn von 6,50 Euro im Osten und 7,50 Euro im Westen. „Grundsätzlich halten wir diese Regelungen für sinnvoll und zielführend – allerdings muss sich diese Lohnentwicklung auch in entsprechenden Preisen niederschlagen und in der Bereitschaft der Kunden, diese Preise zu bezahlen“, sagt Achim Mansen.“ Und genau in diesem Punkt ist sich der Vorstandschef der börsennotierten Friseurkette Essanelle Group offenbar noch nicht ganz sicher. „Unser Ziel ist es natürlich, die gestiegenen Personalkosten über einen entsprechenden Umsatzzuwachs auszugleichen. Ob wir dies erreichen, darunter liegen oder die Umsätze sogar stärker steigen, ist nicht vorherzusagen. Eine erste Indikation wird uns das dritte Quartal liefern, ein wirkliches Fazit der mittel- bis langfristigen Auswirkungen ist sicher erst nach einem bis eineinhalb Jahren zu ziehen“, sagt Mansen.

Vorerst werden sich die Anleger daher mit den Halbjahreszahlen beschäftigen. Und die liegen leicht unterhalb der Erwartungen des Managements. Bei einem leichten Umsatzplus auf 63,3 Mio. Euro fiel der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um knapp 19 Prozent auf gut 2,1 Mio. Euro zurück. Das Ergebnis je fiel von 0,31 auf 0,26 Euro. Für 2013 bleibt der Vorstand jedoch bei seiner Prognose, wonach die Erlöse am Jahresende um etwa ein bis zwei Prozent oberhalb des entsprechenden Vorjahreswerts von annähernd 126,5 Mio. Euro liegen sollen. Den Gewinn vor Steuern sieht Mansen in einer Range zwischen 5,5 und 6,0 Mio. Euro. Zum Vergleich: 2012 kam Essanelle hier auf knapp 6 Mio. Euro und erzielte in Ergebnis je Aktie von 0,87 Euro.

 

  Kurs: 0,000 €

 

Im laufenden Jahr dürfte der Gewinn pro Anteilschein also vermutlich leicht gerissen werden. Auf die seit fünf Jahren stabile Dividende von 0,50 Euro wird das aber wohl keinen Einfluss haben. Demnach sollte das Papier auch auf dem mittlerweile deutlich erhöhten Niveau von 11,80 Euro immer noch mit brutto mehr als vier Prozent rentieren. Größter Nutznießer der Gewinnausschüttung ist seit 2008 die Saxonia Holding GmbH – den meisten Menschen wohl eher durch die Friseurkette Klier bekannt. Die Gesellschaft hält knapp 90 Prozent der Essanelle-Anteilscheine. Einen Börsenrückzug von Essanelle hat Saxonia von Anfang an verneint, daher gab es auch so gut wie nie Squeeze-out-Spekulationen. Manko: Mit einem Streubesitz von nur noch 10,23 Prozent – das entspricht einer Free-Float-Kapitalisierung von gerade einmal 5,5 Mio. Euro – ist der Titel nicht sonderlich liquide.

Für konservative Langfristanleger hat sich ein Investment trotzdem ausgezahlt. Abgesehen von der 2008er-Finanzkrise geht es mit der Notiz nämlich beständig bergauf. Wegen des Mindestlohns im Friseurhandwerk steht die Essanelle-Aktie nun vermutlich ein wenig mehr unter Beobachtung. Die Analysten von Close Brothers Seydler betonen in ihrer neuesten Studie: “Wir belassen unser Kursziel bei 12,75 Euro und erneuern unsere Kaufempfehlung, weisen jedoch auf das aufgrund der Mindestlohneinführung erhöhte Prognoserisiko hin.” Per saldo sollte sich der Kurs des Small Caps auch künftig in gewohnt ruhigen Bahnen gen Norden bewegen. Und der Plausch über den Mindestlohn wird beim nächsten Friseurbesuch vermutlich schon wieder vergessen sein. Schließlich gibt es ja noch das Wetter, den englischen Königsthron, Fußball, die leidige Arbeit – und natürlich die Börse.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
0,000 0,00
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,000 0,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
    

 

Foto: Essanelle Hair Group AG



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.

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