LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 10,05%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 9,85%
AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 9,00%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 8,64%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 7,67%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 6,48%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 5,72%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 4,34%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 3,84%
HDD
Heidelberger Druckm.
Anteil der Short-Position: 3,28%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 3,16%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 3,04%
WAF
SILTRONIC
Anteil der Short-Position: 2,00%
ADV
ADVA Optical Netw.
Anteil der Short-Position: 1,83%
UTDI
United Internet
Anteil der Short-Position: 1,59%
KRN
Krones
Anteil der Short-Position: 1,54%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,44%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,29%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 1,21%
EVD
CTS EVENTIM
Anteil der Short-Position: 0,89%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 0,69%
CBK
Commerzbank
Anteil der Short-Position: 0,57%
KGX
KION GR.
Anteil der Short-Position: 0,55%

DFV Deutsche Familienversicherung: Schnell unterwegs

Die gute Nachricht vorweg: Bislang ist die Aktie der Deutsche Familienversicherung (DFV) vergleichsweise schadlos durch die jüngsten Börsenturbulenzen gekommen. Gemessen am Januar-Rekord von etwas mehr als 20 Euro ist die Notiz „nur“ um knapp 20 Prozent eingeknickt. Da hat es alle anderen Titel aus dem heimischen Versicherungssektor mit Einbußen von in der Regel mehr als 40 Prozent ungleich heftiger erwischt. Hintergrund ist, dass die etablierten Konzerne bei ihren Kapitalanlagen absolut sehr viel mehr bluten mussten, als die noch recht junge Deutsche Familienversicherung. Trotzdem: Nachdem das Kapitalanlageergebnis der Frankfurter 2019 noch von minus 2,34 auf plus 3,40 Mio. Euro drehte, läuft es zurzeit wieder in die falsche Richtung. Wie CEO Stefan Knoll auf der Webkonferenz zur Vorlage des aktuellen Geschäftsberichts einräumte, liegt die DFV bei ihren Kapitalanlagen gegenüber Jahresbeginn um rund zehn Prozent hinten.

In absoluten Zahlen sind das mindestens 10 Mio. Euro. Dabei ist Risikoeingrenzung oberstes Gebot: „Wir haben die Cashposition bei uns deutlich erhöht“, sagt Knoll. Derweil zeigt sich das operative Geschäft – sprich der Vertrieb – bislang unbeeindruckt von der Corona-Krise. Das wiederum ist angesichts der weitgehend digital ausgerichteten Struktur der DFV noch nicht einmal fürchterlich überraschend. Noch sind die Menschen schließlich durchaus in der Laune, von zu Hause aus über ihren Rechner oder das Smartphone eine Krankenzusatz- oder Sachversicherung abzuschließen. Bleibt abzuarten, wie sich das Verhalten der Kunden in den kommenden Monaten entwickeln wird.

 

DFV Deutsche Familienversicherung  Kurs: 17,648 €

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e 2020e
Umsatzerlöse1 31,17 49,85 63,17 64,08 70,66 66,52 90,92 118,00
EBITDA1,2 1,83 -1,38 0,71 2,02 2,12 -2,88 -2,71 -6,50
EBITDA-Marge3 5,87 -2,77 1,12 3,15 3,00 -4,33 -2,98 -5,51
EBIT1,4 1,83 -1,38 0,74 2,02 2,12 -4,10 -5,20 -8,90
EBIT-Marge5 5,87 -2,77 1,17 3,15 3,00 -6,16 -5,72 -7,54
Jahresüberschuss1 1,42 -1,80 0,87 1,70 1,48 -3,34 -2,10 -12,00
Netto-Marge6 4,56 -3,61 1,38 2,65 2,09 -5,02 -2,31 -10,17
Cashflow1,7 2,71 3,53 10,15 14,78 16,62 6,63 -14,33 -1,60
Ergebnis je Aktie8 0,11 -0,14 0.07 0,13 0,14 -0,25 -0,37 -0,90
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2019 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Mazars

 

Ein neues Kapitel in der Firmengeschichte wirft derweil bereits jetzt ihre Schatten voraus: Der ab Juli 2021 anstehende Start der Pflegezusatzversicherung CareFlex für die Mitarbeiter der Chemischen Industrie, was bis zu 580.000 Neuverträge für das Konsortium aus der R+V, der Deutsche Familienversicherung sowie der Bardenia bedeuten kann. Ein gut planbares und offenbar auch lukratives Geschäft für alle Beteiligten, zu denen auch die Hamburger Netfonds AG als Partner für die Vertragsverwaltung sowie die Beratung der Pflegezusatzversicherung zählt. Vorerst heißt es für die Deutsche Familienversicherung jedoch, Investitionen in die Infrastruktur für den Mammutauftrag zu stemmen. Das ist auch einer der Gründe dafür, warum der für 2020 zu erwartende Verlust vor Steuern von zuletzt 5,22 Mio. auf eine Größenordnung von 9 bis 11 Mio. Euro steigen wird. Mit eine Rolle spielen hier freilich auch die wachsenden Abschlusskosten, immerhin will die DFV im laufenden Jahr um rund 30 Prozent bei den gebuchten Bruttobeiträgen von zuletzt 90,92 Mio. Euro zulegen.

Bereits für 2021 kalkuliert Vorstand Stefan Knoll dann aber mit einem Gewinn vor Steuern von rund 12 Mio. Euro. Ebenfalls wichtig: Dem Vernehmen nach reicht die bisherige Kapitalausstattung aus, um den CareFlex-Deal zu stemmen und alle sich bietenden Chancen zu nutzen. Wenn alles gut läuft, geht es immerhin um eine – wie Knoll es ausdrückt – „Verdopplung des Unternehmens“. Ungefähr dieses Kaliber hatte in der Spitzen auch der Kapitalmarkt in die DFV-Aktien eingepreist, womit das Papier durchaus gut bewertet war. Bei Kursen um 16 Euro fällt die Argumentation für ein Investment in dem Spezialwert freilich schon wieder deutlich leichter. Was bleibt ist das enorme und in seinen Ausmaßen kaum zu kalkulierende Risiko aus der zurzeit laufenden Quasi-Abschaltung der heimischen Konjunktur. Und da wird selbst ein notorischer Optimist wie Knoll nachdenklich: „Ich mache mir große Sorgen um die deutsche Wirtschaft“. So die schlechte Nachricht zum Schluss.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
DFV Deutsche Familienversicherung
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A2NBVD 17,648 Kaufen 234,04
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
22,06 0,00 0,000 -171,34
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,54 35,33 3,52 -81,264
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 20.05.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
14.05.2020 13.08.2020 12.11.2020 19.03.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-3,52% 28,81% 8,94% 55,49%
    

 



 

Foto: Privat


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.