VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 18,35%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 16,98%
ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 14,60%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 9,94%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 8,89%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 7,33%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 6,41%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 6,05%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 5,92%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 4,44%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 2,41%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 2,32%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 2,25%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,01%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,96%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 1,92%
EVD
CTS EVENTIM
Anteil der Short-Position: 1,87%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 1,69%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,56%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,24%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 1,00%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 0,70%
5Y6
COMPASS PATHW SP.ADR
Anteil der Short-Position: 0,61%

Deutsche Telekom: Eine Menge Holz

In den vergangenen fünf Jahren ist die T-Aktie dem DAX hinterhergehinkt. Während viele DAX-Konzerne satte Gewinne erwirtschaften, verdient der Telekomriese seine Kapitalkosten nicht. Und die Aussichten bleiben trüb. Angesichts dessen erscheint der Börsenwert von 52,6 Mrd. Euro nicht gerade günstig.

Mit kräftigen Kursverlusten reagiert die Telekom-Aktie auf den Ausblick von Tim Höttges: Der neue Vorstandschef will weiter kräftig in die Tochter T-Mobile USA investieren, um viele neue Kunden zu gewinnen. Das drückt allerdings erheblich auf die Profitabilität der Mutter. 2013 hatte T-Mobile USA, der viertgrößte Mobilfunkprovider des Landes, mit günstigen Tarifen und dem iPhone zwei Millionen neue Vertragskunden gewonnen. Inklusive der Übernahme des Konkurrenten MetroPCS ist die Kundenzahl damit auf 46,7 Millionen hochgeschnellt. Die enormen Kosten für die Kundengewinnung belasten allerdings das Ergebnis der Sparte. Trotz eines kräftigen Umsatzanstiegs stagnierte der bereinigte operative Gewinn im US-Geschäft. In diesem Jahr will T-Mobile USA zwei bis drei Millionen Vertragskunden hinzugewinnen.

Neben den Investitionen in den USA drückte auch die Verschärfung der Restrukturierung bei der margenschwachen IT-Sparte T-Systems 2014 auf das Konzernergebnis. Im Gesamtjahr soll daher der Free Cashflow – eine vor allem für Analysten und angelsächsische Investoren sehr wichtige Kennzahl – von 4,6 Mrd. Euro auf 4,2 Mrd. sinken. Im kommenden Jahr werde der Barmittelzufluss gegenüber dem 2014er-Niveau lediglich „leicht steigen.“ Bislang hatte die Telekom für 2015 rund 6 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Analysten hatten aber bereits mit einem deutlich niedrigeren Wert gerechnet.

 

Deutsche Telekom  Kurs: 15,050 €

 

Wie unzufrieden Finanzchef Thomas Dannenfeldt mit der Profitabilität ist, zeigen seine Aussagen zu der – auf 3,8 Prozent gestiegenen Rendite – auf das eingesetzte Kapital: „Die Verbesserung ist ein klarer Fortschritt – aber sie kann nur ein Zwischenschritt sein. Zielsetzung war und ist weiterhin, dass wir mittelfristig unsere Kapitalkosten verdienen wollen, um einen Mehrwert für unsere Aktionäre und unser Unternehmen zu generieren.“ Für 2015 peilt Dannenfeldt eine Verbesserung auf 5,5 Prozent an. Wegen der verhaltenen Geschäftsperspektiven hat Höttges für 2013 und 2014 eine Dividende von jeweils lediglich 0,50 Euro in Aussicht gestellt. Die Ausschüttung ist immerhin „steuerfrei für inländische Aktionäre“, sagte Höttges. Spekulationen, die Ausschüttung für 2014 könne möglicherweise steigen, sind damit wohl passé.

Neben dem schwachen Ausblick belasten auch Gerüchte das Papier, wonach ein Verkauf von T-Mobile USA wegen der Bedenken der Wettbewerbshüter auf der Kippe steht. Höttges halte den geplanten Deal für weniger wahrscheinlich. Interesse wird vor allem Sprint, dem drittgrößten US-Mobilfunkprovider, nachgesagt. Wenn eine Verkaufssperre im November ausläuft, könnte die Telekom zwar weitere Aktien ihres 67-Prozent-Anteils an T-Mobile USA verkaufen. Nur wäre der Preis dann wesentlich niedriger als bei einem Komplettverkauf. Nach dem jüngsten Kursrückschlag liegt der Börsenwert der Telekom bei 52,6 Mrd. Euro. Angenommen der Konzern erwirtschaftet 2015 einen Cashflow von 4,3 Mrd. Euro, dann wäre der Konzern mit dem 12,2fachen des Barmittelzuflusses bewertet. Angesichts der verhaltenen Geschäftsperspektiven ist das eine Menge Holz.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Deutsche Telekom
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
555750 15,050 Halten 71.659,95
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
12,14 21,38 0,573 29,05
KBV KCV KUV EV/EBITDA
2,23 3,11 0,89 4,98
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,60 0,60 3,99 01.04.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
12.05.2021 12.08.2021 05.11.2020 26.02.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
2,84% 4,30% 0,64% 2,41%
    

 

Dieser Beitrag stammt von den Kollegen der boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.

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