ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,75%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,77%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,09%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 7,39%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 6,12%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,76%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,05%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,24%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,99%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,82%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,81%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,63%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,54%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 1,38%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 1,20%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 1,19%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,78%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,77%
5Y6
COMPASS PATHW SP.ADR
Anteil der Short-Position: 0,71%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,62%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,60%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,59%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 0,50%

Commerzbank: Die Aussichten für 2014

Wenn eine DAX-Aktie sich um 40 Prozent von ihrem 200-Tage-Durchschnitt entfernt hat, ist die Verbrennungsgefahr normalerweise sehr groß. Doch bei der Commerzbank gelten diese Gesetzmäßigkeiten offenbar nicht – noch nicht. Dabei bewegten sich die jüngsten Kursziele der Analysten lediglich zwischen 9 und und gut 14 Euro – in der Regel also eher unterhalb des Aktienkurses. Im Hinterkopf haben die Börsianer bei Deutschlands mit Abstand populärster Aktie offenbar stets, dass der Titel noch immer für einen Bruchteil der Kurse von 2000 und 2007 zu haben ist und erst Mitte 2013 in den Aufwärtsmodus geschaltet hat. Zumindest gefühlt ist der Anteilschein der krisengeplagten Bank also nicht wirklich teuer und hat massives Aufholpotenzial, selbst wenn sich die Realität des Bankenumfelds in den vergangenen Jahren dramatisch geändert hat und das Institut zwischenzeitlich mit dem Rücken zur Wand stand. Selbst wenn Vorstandschef Martin Blessing der Commerzbank ein “Überlebens-Gen” attestiert und sie mit dem Boxer Rocky Balboa vergleicht: Finanzielle Erfolge müssen her – und zwar dringend. Umso gespannter waren die Experten, auf die Zahlen der Commerzbank für 2013 sowie den Ausblick für das laufende Jahr.

 

Commerzbank  Kurs: 5,842 €

 

Und die Resultate konnten sich durchaus sehen lassen: Beim Zinsüberschuss toppt die Commerzbank mit knapp 6,15 Mrd. Euro selbst die zuversichtlichsten Vorhersagen. Der Provisionsüberschuss lag mit gut 3,22 Mrd. Euro etwa im Rahmen der Erwartungen. Nur beim Handelsergebnis verfehlte die Commerzbank mit minus 82 Mio. Euro die Schätzungen der Analysten. Der Betriebsgewinn erreichte 725 Mio. Euro, was zwar oberhalb der Konsensschätzungen liegt. Die ganz große positive Überraschung gelang dem Institut damit allerdings auch nicht. Vor Abzug von Steuern kam der DAX-Konzern auf einen Gewinn von 232 Mio. Euro. Hier schwankten die Kalkulationen der Marktbeobachter zwischen 53 und 292 Mio. Euro – bei einem Mittelwert von 195 Mio. Euro. Unterm Strich blieben 78 Mio. Euro als Überschuss hängen – nach einem Verlust von 47 Mio. Euro im Jahr zuvor. „Im Übergangsjahr 2013 haben wir sowohl im Konzern als auch in der Kernbank ein solides operatives Ergebnis erzielt und wichtige Erfolge bei der Umsetzung unserer strategischen Agenda erreicht“, sagt Blessing. „Zudem haben wir die Stillen Einlagen des Bundes und der Allianz vollständig zurückgeführt und die Kapitalbasis der Bank weiter gestärkt. Unsere gestarteten Wachstumsmaßnahmen greifen, der Umbau im Privatkundengeschäft kommt schneller voran als geplant.“

Ernsthafte Erwartungen an eine Dividendenzahlung der Commerzbank gab es zwar nicht – auch wenn die hohen Bonuszahlungen des Instituts die Gemüter zuletzt erhitzten. Dennoch weist die Gesellschaft noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass es auch für 2013 keinen Dividendenvorschlag geben wird. Dafür hat sich Blessing hohe Ziele für das laufende Jahre gesetzt. Insbesondere den Abbau der Randaktivitäten (Non-Core Assets) will er forcieren. „Wir wollen das NCA-Portfolio schneller abbauen als ursprünglich geplant, falls das günstige Marktumfeld über 2013 hinaus anhält. Das neue Abbauziel für Ende 2016 liegt bei rund 75 Milliarden Euro nach bislang unter 90 Milliarden Euro. Zudem werden wir unsere Kernkapitalquote stärker erhöhen: Bisher haben wir eine harte Kernkapitalquote gemäß den Basel-3-Übergangsregeln von mehr als 9 Prozent angestrebt. Jetzt wollen wir unsere harte Kernkapitalquote bis 2016 auf über 10 Prozent steigern – und zwar bei voller Anwendung von Basel 3.“

Per saldo befindet sich die Commerzbank damit weiter auf einem guten Weg. Die Zahlen für 2013 fielen besser als erwartet aus, wenngleich die große positive Überraschung ausgeblieben ist. Die Tempobeschleunigung bei der Sanierung ist jedoch ein gutes Signal. Die Aktie dürfte also die am meisten diskutierte Aktie Deutschland bleiben. Da gehören unterschiedliche Meinungen fast zur Tagesordnung. Fazit von boersengefluester.de: Risikobereite Investoren können weiter darauf setzen, dass bei der Commerzbank zunehmend Normalität einkehrt und die Aktie – ein freundliches Börsenumfeld vorausgesetzt – ihren Weg Richtung Norden fortsetzt.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Commerzbank
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
CBK100 5,842 Halten 7.316,27
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
16,23 23,33 0,69 13,81
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,26 - 0,85 5,82
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 05.05.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
12.05.2021 04.08.2021 05.11.2020 31.03.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
14,30% 31,40% 10,94% 13,79%
    

 

Foto: Commerzbank AG



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.

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