PVA TePla: Start frei für das Wikifolio “Top Pics of the Year”

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Lukas Spang legt sein zweites Wikifolio auf. Mit “Top Pics of the Year” verfolgt er diesmal einen eher passiven Ansatz und hat zehn besonders attraktive Einzeltitel für 2016 aus dem Spezialwertebereich herausgefiltert. Für Anleger, die mindestens 1.000 Euro in sein Wikifolio investieren, hat der Jungbörsianer eine besondere Prämie parat: Eine liebevoll erstellte Analyse, wo er alle zehn Werte aus seinem Wikifolio ausführlich analysiert. Mit PVA TePla stellt er auf boersengefluester.de einen Small Cap vor, der seiner Meinung nach besonders viel Potenzial besitzt.

 

PVA TePla entstand im November 2002 durch die Verschmelzung der PVA Vakuumanlagenbau GmbH mit der TePla AG. Als Vakuum-Spezialist für Hochtemperatur und Plasmaprozesse ist die PVA TePla AG eines der führenden Unternehmen im Weltmarkt bei Hartmetall-Sinteranlagen, Kristallzucht-Anlagen sowie Anlagen zur Oberflächenaktivierung und Feinstreinigung im Plasma. Mit ihren Systemen und Dienstleistungen unterstützt die PVA TePla wesentliche Herstellungsprozesse und technologische Entwicklungen von Industrieunternehmen, insbesondere in der Halbleiter-, Hartmetall-, Elektro-/ Elektronik- und Optikindustrie sowie auf den zukunftsträchtigen Gebieten der Energie-, Photovoltaik- und Umwelttechnologie. Das Unternehmen bietet seinen Kunden individuelle Lösungen aus einer Hand an. Diese reichen von der Technologieentwicklung über die maßgeschneiderte Konstruktion und Bau der Produktionsanlagen bis zum Kundendienst.

Die Aktie von PVA TePla konnte in den vergangenen fünf Jahren nur wenig überzeugen und entwickelte sich deutlich schwächer als der Gesamtmarkt. Ursächlich hierfür waren insbesondere zwei schlechte Jahre 2012 und 2013, in denen sowohl Umsatz als auch Ergebnis stark rückläufig waren. Im Zuge dessen ging der Umsatz von 132,6 Mio. Euro Ende 2011 auf 64,1 Mio. Euro deutlich zurück und hatte sich damit in nur zwei Jahren halbiert. Verursacht wurde dies vor allem durch Investitionszurückhaltung auf dem chinesischen Markt, als auch durch eine deutliche Schwäche im Solargeschäft. Im Jahr 2014 lag der Fokus dann vor allem die Kostenstruktur an die entsprechend verringerte Umsatzbasis anzupassen. 2015 hat die Aktie hingegen mit einem Plus von 53,2 Prozent bereits eine eindrucksvolle Performance hingelegt. Zwar hat der Aktienkurs damit bereits einiges vorweg genommen, allerdings hat der Small Cap aufgrund der zu erwartenden Entwicklung für 2016 und 2017 noch deutliches Aufwärtspotenzial.

 

PVA Tepla  Kurs: 2,445 €

 

Die zuletzt vorgelegten Q3-Zahlen haben diese Sicht bestätigt. Zwar lag der Umsatz des Unternehmens aus Wettenberg (Hessen) auch im dritten Quartal noch unterhalb des Vorjahres, jedoch fiel der Rückgang nicht so stark wie in den ersten sechs Monaten 2015 aus. Kumuliert lag der Umsatz insgesamt nach neun Monaten jedoch um elf Prozent unterhalb des Vorjahrs. Hintergrund dieser Entwicklung war der geringe Auftragsbestand der PVA zum 31. Dezember 2014, wodurch das Unternehmen umsatzseitig schwach in das Jahr 2015 startete. Ergebnisseitig konnte das Unternehmen im dritten Quartal hingegen deutliche Fortschritte erzielen und erreichte sowohl auf EBIT- als auch auf Nettobasis ein positives Ergebnis. Auf Gesamtjahresbasis peilt das Management weiterhin ein ausgeglichenes Ergebnis an. Besonders zu beachten ist in diesem Fall, dass es dem Unternehmen nun nach zwölf verlustreichen Quartalen erstmals wieder gelang, ein positives Nettoergebnis zu erzielen. Zurückzuführen ist diese positive Entwicklung auf ein insgesamt deutlich verbessertes Kostenmanagement. So wurde im vergangenen Jahr aufgrund der stark gesunkenen Umsätze in 2012 und 2013 ein Restrukturierungsprogramm durchgeführt, wodurch der Break-Even-Umsatz des Unternehmens auf rund 73 Mio. Euro gesenkt wurde.

 

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Erfreulich entwickelte sich der Auftragseingang im Laufe dieses Jahres. Zwar liegt dieser im dritten Quartal mit 14,6 Prozent unter dem Vorjahreswert von 25,2 Mio. Euro, allerdings ist dies auf einen starken Vorjahreswert zurückzuführen. Nach neun Monaten liegt der Auftragseingang kumuliert mit 77,8 Mio. Euro um 38,7 Prozent über Vorjahr und zeigt damit die gute Ausgangslage für starkes Umsatzwachstum in 2016 und 2017. Auch die Book-to-Bill-Ratio, das Verhältnis aus Auftragseingängen und Umsatz lag in allen drei Quartalen dieses Jahres deutlich über 1 und zeigt damit den positiven Trend. Insbesondere das zweite Quartal war durch einen Großauftrag im Bereich Kristallzuchtanlagen geprägt, wodurch der Auftragseingang mehr als verdoppelt wurde. Neben dem Auftragseingang entwickelte sich ebenfalls der Auftragsbestand sehr gut. Nachdem dieser zu Jahresbeginn nur geringfügig über dem Vorjahreswert lag, konnte dies in den beiden Folgequartalen deutlich verbessert werden und legt damit eine hervorragende gute Basis für weiteres Umsatzwachstum.

Für das Geschäftsjahr 2015 hat PVA TePla die Umsatzprognose, die einen Umsatz zwischen 70,0 und 80,0 Mio. Euro vorsieht, zuletzt bestätigt. In Anbetracht des Erlösrückgangs von knapp elf Prozent nach neun Monaten rechne ich daher mit dem Erreichen der unteren Umsatzprognose. Für die Jahre 2016 und 2017 gehe ich allerdings aufgrund des starken Auftragseingangs, der zum Großteil erst in den kommenden beiden Jahren Umsatz- und ergebniswirksam wird und damit bereits heute Umsätze bis 2017 sichert, von deutlichem Wachstum in Höhe von 30 Prozent bzw. 15 Prozent aus. Auch der EBIT-Ausblick, die ein ausgeglichenes Ergebnis vorsieht, wurde bestätigt. Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass dieses auch leicht negativ ausfallen könnte, sollten die Umsätze im Schlussquartal nicht wie geplant realisiert werden können. Daher rechne ich für dieses Jahr angesichts eines negativen EBITs in Höhe von 1,54 Mio. Euro nach neun Monaten noch mit einem leicht negativen Wert von 0,3 Mio. Euro auf Gesamtjahressicht. Allerdings sollte mit dem gestiegenen Umsatzniveau in den kommenden Jahren das Ergebnis wieder deutlich positiv ausfallen.

 

PVA Tepla  Kurs: 2,445 €

 

Mit dem spürbar erhöhten EBIT in den kommenden Jahren erwarte ich auch auf Gesamtjahresbasis beim Nettobasis wieder deutlich positive Werte. Damit verbunden sollte das Ergebnis je Aktie (EpS) in 2016 und 2017 deutlich zulegen, womit die Aktie auch bewertungsseitig derzeit nicht teuer erscheint. Eine Dividende erscheint mir jedoch aufgrund der im Zuge der Verlustjahre deutlich angestiegenen Nettoverschuldung auf 8,1 Mio. Euro zum 30. September 2015 für zu verfrüht und schätze die Chancen auf eine Dividendenzahlung in den kommenden Jahren daher nur als sehr gering ein.Ebenfalls sehr positiv entwickeln sollte sich der Return on Capital Employed (ROCE), die Rendite des operativen Ergebnisses auf das eingesetzte Kapital, sowie die Eigenkapitalrendite, die mittelfristig wieder zweistellig ausfallen sollten und damit zusätzlicher Treiber für die Aktie sind.

Letztlich werden die operative Entwicklung bzw. die positiven Aussichten auf die kommenden Jahre auch durch entsprechende Insidertransaktionen unterstützt. So kaufte allein der Vorstandsvorsitzende (VV) Peter Abel über seine Beteiligungsgesellschaft für rund 430.000 Euro Aktien des Unternehmens. Aktuell liegt sein Anteil damit bei ca. 26,6 Prozent der Anteilscheine. Aber auch von Seiten des Finanzvorstandes (FV) sowie des Aufsichtsratsvorsitzenden (AV) gab es Käufe zu beobachten, die Insgesamt das positive Bild unterstützen.

 

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Summa Summarum bin ich für die PVA-Aktie sehr zuversichtlich gestimmt. Der Turnaround des Unternehmens ist voll intakt und sollte sich im kommenden Jahr durch deutlich positive Ergebnisse zeigen. Das Kursziel fliegt mit 3,90 Euro derzeit um 57 Prozent über der aktuellen Notiz. In der Auswahl für das Wikifolio Top Pics of the Year (siehe Text unten) hat PVA Tepla damit das zweitgrößte Wertsteigerungspotenzial.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
PVA Tepla
WKN Kurs in € Empfehlung
746100 2,445 Kaufen
KGV 2017e KBV Börsenwert in Mio. €
12,23 1,40 53,18
Dividende '15 in € HV-Termin Div.-Rendite in %
0,00 14.06.2016 0,00

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2012 2013 2014 2015 2016e
Umsatzerlöse1 103,25 64,08 71,88 71,54 87,50
EBITDA1,2 24,18 8,53 13,82 2,40 5,70
EBITDA-Marge3 23,42 13,31 19,23 3,35 6,51
EBIT1,4 7,05 -9,54 -6,31 0,95 3,54
EBIT-Marge5 6,83 -14,89 -8,78 1,33 4,05
Jahresüberschuss1 4,71 -7,41 -9,97 -1,45 2,00
Netto-Marge6 4,56 -11,56 -13,87 -2,03 2,29
Cashflow1,7 4,44 1,77 -4,49 5,45 2,70
Ergebnis je Aktie8 0,21 -0,35 -0,46 -0.07 0,100
Dividende8 0,10 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de

Wirtschaftsprüfer: Ebner Stolz

 

Autor: Lukas Spang


 

Mein neues Wikifolio “Top-Pics of the Year” mit exklusivem Bonus für Investoren

IMG_5864Lukas Spang studiert derzeit im ersten Mastersemester Business Management an der Julius-Maximilian-Universität Würzburg. Während seines Bachelorstudiums in Betriebswirtschaftslehre an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg absolvierte er im Sommer 2013 ein erstes dreimonatiges Praktikum im Kapitalmarktresearch bei der GBC AG in Augsburg, einem bankenunabhängigen Investmenthaus. Im Anschluss war er bis August 2014 als Werkstudent weiter tätig und nahm im Rahmen dessen an ersten Kapitalmarktkonferenzen in Frankfurt und München teil. Um seine Kenntnisse und Erfahrungen zu erweitern absolvierte er zwischen Oktober 2014 und Februar 2015 ein fünfmonatiges Praktikum im Aktienresearch beim Bankhaus Lampe in Düsseldorf, einer deutschen Privatbank. Hier bekam der 23jährige Einblicke in das Portfoliomanagement, dem Equity-Sales, der Volkswirtschaftsabteilung sowie der Aktienstrategie. Seit Juni 2015 ist er erneut als Werkstudent bei der GBC AG tätig.

Erste Erfahrungen an der Börse sammelte Spang im Jahr 2008 im Rahmen des jährlichen Börsenspiels der Volksbank, ehe er 2010 sein erstes eigenes Depot eröffnete. Im Herbst 2013 startete Spang sein erstes eigenes WikifolioChancen Suchen und Finden” (WKN: LS9BNT), das seitdem um rund 90 Prozent an Wert gewonnen hat und auch im volatilen Börsenjahr 2015 mit mehr als 50 Prozent Gewinn den Markt deutlich schlagen konnte. Insbesondere der zuletzt deutliche Anstieg beim investierten Kapital auf mehr als 360.000 Euro bestätigt ihn in seiner Strategie. Praktische Erfahrungen, sowohl im Handel als auch auf geschäftlicher Ebene, haben ihm hierbei in den vergangenen Jahren sehr geholfen, um einen Blick für die entscheidenden Dinge zu bekommen. Zudem erstellt er für den Großteil seiner längerfristigen Investments ein eigenes DCF-Modell und damit verbunden eigene Prognosen. Sein Fokus liegt bei Aktieninvestments auf Nebenwerten aus der DACH-Region. Dies ist damit zu begründen, dass kleinere Unternehmen einerseits leichter zu verstehen und damit verbunden auch leichter Prognosen möglich sind. Andererseits sind die meisten Investmentbanken bei diesen Werten nicht aktiv, wodurch in der Regel kein Sell-Side Geschäft betrieben wird.

In seinem bisherigen Wikifolio verfolgt er derzeit einen aktiven Tradingansatz, um auch kurzfristig auf entsprechende Marktentwicklungen zu reagieren. Es werden jedoch ausschließlich Aktien gehandelt. „Nun möchte ich in meinem neuen Wikifolio “Top Pics of the Year” einen neuen Ansatz verfolgen, der auf einer passiven Strategie basiert“, sagt Spang. Hierbei wird jährlich eine Auswahl von zehn Einzelwerten zusammengestellt, die seines Erachtens für das kommende Jahr die besten Aussichten haben. Bei der Auswahl spielen insbesondere die bilanzielle Situation, die Gewinnentwicklung, die Cashflows, die Dividendenpolitik, das Management sowie die Bewertung der Aktie eine entscheidende Rolle. Ein Handel tritt hierbei nur ein, wenn entweder das vorher festgelegte Kursziel erreicht wird oder ein Ereignis eintritt, dass seinen Investmentcase nicht mehr Bestand halten lässt. Bereits zum Jahr 2015 hat Spang eine Auswahl von zehn Aktien in seinem Musterdepot zusammengestellt, die zusammen innerhalb eines Jahres eine Performance von knapp 30 Prozent erzielte. Der beste Wert, Data Modul, kam hierbei auf ein Plus von rund 80 Prozent.

Um einen weiteren Kaufanreiz von Anteilen am neuen Wikifolio zu schaffen, hat Lukas Spang eine Studie zu den “Top Pics of The Year” erstellt, die er jedem Investor zur Verfügung stellen wird, der mindestens 1.000 Euro in das Wikifolio investiert. Der hier präsentierte Text zur Pva Tepla AG ist daher beispielhaft gewählt. Die Analyse enthält zu jedem der zehn Werte eine solch ausführliche Beschreibung mit den Stärken jedes Unternehmens sowie der entsprechenden Kaufargumente und Kursziele sowie ausgewählter Kennzahlen. Dazu gibt es einen kurzen Marktüberblick mit den relevanten Themen für das Börsenjahr 2016. „Ich würde mich daher sehr freuen, wenn Sie mich in meiner neuen Strategie unterstützen würden“, sagt Spang und hofft auf möglichst große Resonanz.

Boersengefluester.de findet den Ansatz von Lukas Spang richtig gut. Daher machen wir hier auch sehr gern ein wenig kostenlose Werbung für sein neues Wikifolio “Top Pics of the Year” und werden künftig in unregelmäßigen Abständen auf wichtige Veränderungen und Neuigkeiten redaktionell eingehen.

About Gereon Kruse

Über den Autor: Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte.