In der Small-Cap-Szene genießen die Aktien von Digital- und E-Commerce-Agenturen oder auch Online-Vermarktern wie Syzygy, SinnerSchrader oder auch ad pepper schon länger einen guten Ruf. Und selbst die lange Zeit kriselnde YOC scheint allmählich den Dreh zu kriegen. In den vergangenen sechs Monaten haben sich jedenfalls alle vier Aktien sehr positiv entwickelt, wobei YOC und Syzygy klar die Nase vorn hatten. Durchaus zufrieden dürfen aber auch die Anteilseigner von SinnerSchrader sein, die jetzt vorgelegten vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2015/16 (31. August) fielen jedenfalls noch eine Tick besser aus als zu vermuten war. Allerdings mussten die Hamburger zur Vorlage des Q3-Berichts ihre Gesamtjahresvorschau aufgrund der anhaltend hohen Kosten für freie Mitarbeiter auch ein wenig vorsichtiger formulieren. Demnach kam SinnerSchrader nun für 2015/16 auf Erlöse von mehr als 51 Mio. Euro – nach 47,7 Mio. Euro im Jahr zuvor. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) kam von 2,08 auf mehr als 4,50 Mio. Euro voran. Unterm Strich blieb 2015/16 ein Überschuss von über 3 Mio. Euro stehen, was auf ein Ergebnis je Aktie von mindestens 0,26 Euro hinausläuft. Das ist doppelt so viel wie im Vorjahr. Die finalen Resultate wird das Unternehmen am 21. November vorlegen – am selben Tag wird der Vorstand übrigens auch auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt präsentieren. Dementsprechend dick sollten sich die Investoren den Termin im Kalender anstreichen.
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Außerdem wird mit dem Geschäftsbericht auch der Dividendenvorschlag für die Hauptversammlung am 26. Januar 2017 veröffentlicht. Boersengefluester.de geht davon aus, dass der Vorjahressatz von 0,12 Euro pro Anteilschein um mindestens 4 Cent angehoben wird. Das würde den Small Cap auf eine stattliche Rendite im Bereich um drei Prozent hieven, was etwa dem zu erwartenden Niveau von Syzygy entspricht. Bis zum November müssen sich die Anleger auch mit einer konkreten Prognose für das neue Geschäftsjahr gedulden. Doch die Zeichen stehen auf Wachstum, insbesondere der Großauftrag von Audi sorgt für jede Menge Fantasie, schließlich hat die Volkswagen-Tochter SinnerSchrader für zunächst drei Jahre zu ihrer weltweiten digitalen Leadagentur bestimmt. Aber auch das Projekt mit der Hamburger Sparkasse sorgt für gute Stimmung. Insgesamt rechnen die Analysten von Hauck & Aufhäuser für 2016/17 momentan mit einem Umsatzanstieg auf 57,5 Mio. Euro sowie einem Überschuss von 4,1Mio. Euro. Das korrespondiert beim gegenwärtigen Kurs von 5,43 Euro mit einer Marktkapitalisierung von knapp 62,7 Mio. Euro.
Demnach würde der Small Cap also auf ein KGV von etwa 15 kommen. Auf 2018er-Basis könnte sich dieser Wert auf weniger als 13 reduzieren. Kein Wunder, dass Hauck & Aufhäuser die Kaufen-Einschätzung mit Kursziel 6,20 Euro für SinnerSchrader belassen hat. Warburg siedelte das faire Niveau zuletzt bei 6,00 Euro an. Das hört sich jetzt alles nicht sonderlich spektakulär an, doch Anleger sollten ihre Erwartungen an die Börse nicht überstrapazieren.
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