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Puma: Noch mehr Beschleunigung

Bereits zum zweiten Mal im laufenden Jahr erhöht Puma den Ausblick für 2017. Demnach rechnet der Sportartikelhersteller nun mit einem EBIT zwischen 205 und 215 Mio. Euro – nach zuvor 185 bis 200 Mio. Euro. Ins Jahr gestartet war Puma mit einer Vorgabe von 170 bis 190 Mio. Euro für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Zur weiteren Einordnung: Nach Ablauf der ersten sechs Monate kommen die Herzogenauracher auf ein Betriebsergebnis von rund 113,6 Mio. Euro – haben also gut die Hälfte des Jahresziels eingefahren. Angesichts der neuerlichen Prognoseanhebung stehen die Chancen gut, dass die Konsolidierungsphase der Puma-Aktie – nach dem kräftigen Anstieg in den ersten vier Monaten 2017 – ein Ende findet und es weiter Richtung Norden geht.

Bewertungstechnisch liegt die Puma-Aktie zwar immer noch über dem Anteilschein von adidas. Doch mit den zunehmend optimistischeren Aussagen von Puma-CEO Bjørn Gulden verringert sich die Differenz. Mit Blick auf die Relation von Enterprise Value (Marktkapitalisierung plus Netto-Finanzschulden) zu dem für 2017 von boersengefluester.de erwarteten EBITDA kommt Puma auf ein Multiple von 19 – bei adidas beträgt es gut 17. Allerdings hat Puma weiterhin den größeren Hebel. Wir bleiben daher bei unserer positiven Einschätzung für den SDAX-Titel. Letztlich braucht man aber auch nur mit offenen Augen durch die Straßen gehen und wird feststellen, dass Puma insbesondere bei der weiblichen Kundschaft wieder spürbar an Attraktivität gewonnen hat. Die Strategie von CEO Gulden, sich hier mit Popstars wie Rihanna entsprechend zu positionieren, geht also voll auf.

Eine Dauerspekulation bleibt derweil, wie Großaktionär Kering sich verhält. Das Getuschel reicht von Anteilsaufstockung mit Börsenrückzug bis hin zum Verkauf, schließlich hat Puma lange Zeit nicht die erhofften Ergebnisse geliefert. Gut möglich aber auch, dass nichts von beidem eintritt. Die jüngsten Kursziele der Analysten bewegen sich in einer Bandbreite zwischen 300 und 380 Euro – bei einer gegenwärtigen Notiz von 358 Euro.

 

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Fotos: Puma SE

Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.