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KSB: Große Nummer

Kaum möglich, sich in der Hochphase der Bilanzsaison alle Aktien ganz genau anzusehen. Allein in dieser Woche haben 66 Unternehmen aus der gut 650 Werte umfassenden Datenbank von boersengefluester.de ihren Geschäftsbericht für 2021 vorgelegt. Durchweg gut gefallen hat uns dabei der Jahresabschluss von KSB. Der Pumpen- und Armaturenhersteller ist mit Umsatzerlösen von mehr als 2,3 Mrd. Euro zwar ordentlich groß, steht am Kapitalmarkt aber alles andere als im Rampenlicht. Das hängt zunächst einmal damit zusammen, dass der Börsenhandel in den Stamm– und Vorzugsaktien von KSB nicht sonderlich liquide ist (siehe dazu unseren Artikel HIER). Hinzu kommt aber auch, dass die Frankenthaler in der jüngeren Vergangenheit extrem schwankende Ergebnisse hatten und ihr Potenzial bei weitem nicht ausgespielt haben. Das ändert sich freilich gerade.

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So sehen die Zahlen für das vergangene Jahr mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von etwas mehr als 141 Mio. Euro schon richtig gut aus. Die Maßnahmen des Mitte 2020 gestarteten Strategieprojekts “Climb 21” zeigen also Wirkung. Für das laufende Jahr stellt CEO Stephan Timmermann bei Erlösen von bis zu 2,6 Mrd. Euro ein EBIT zwischen 130 und 170 Mio. Euro in Aussicht. Angesichts der vielen politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten ist das für unseren Geschmack eine durchaus mutige Prognose und lässt die Bewertung der KSB-Aktie nochmals günstiger erscheinen. Dabei gibt es den Titel schon jetzt knapp unter Buchwert, bei den Stammaktien beträgt der Aufschlag zum Eigenkapital ebenfalls sehr geerdete zehn Prozent.

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Für dividendenorientierte Anleger sind insbesondere die knapp 50 Euro günstigeren Vorzugsaktien interessant. Neben der Basisdividende von 9,26 Euro gibt es noch einen Bonus von 3 Euro je Aktie anlässlich des 150jährigen Firmenjubiläums – insgesamt also 12,26 Euro (Stammaktien: 12 Euro). Damit ergibt sich für die Vorzüge eine Rendite von 3,4 Prozent. Bei den Stämmen liegt die entsprechende Rendite knapp unter 3 Prozent, was immer noch sehr ansehnlich ist. Weiterhin aktuell ist die Mittelfristplanung, wonach die Umsätze bis 2025 auf rund 2,8 Mrd. Euro steigen sollen, bei einem EBIT von mehr als 230 Mio. Euro – entsprechend einer operativen Marge von etwa acht Prozent. Eingesetzt werden die Pumpen von KSB in den verschiedensten Industrien, aber auch in der Wasserwirtschaft oder dem Bergbau ist die Gesellschaft präsent.

Damit nicht genug: „Zusätzliche Potenziale liegen in der Entwicklung der Wasserstofftechnologie, für die KSB effiziente Lösungen anbietet und in der Wiederbelebung der Kernenergie“, heißt es im Geschäftsbericht. Gerade das Thema Wasserstoff haben die meisten Investoren bei KSB wohl nicht auf der Rechnung. Insgesamt bleibt es für uns dabei: Die Aktie kommt mit einer sehr ansprechenden Chance-Risiko-Relation daher. Ob Vorzüge oder doch besser die mit einem Stimmrecht ausgestatteten Stämme, muss jeder Investor für sich entscheiden. Zuletzt haben sich die Vorzugsaktien etwas besser geschlagen, aber die Trends wechseln hier. Rein fundamental wird es jedoch Zeit, dass sich die Notiz aus dem Seitwärtstrend der vergangenen Monate nach oben löst.

Noch ein Tipp in eigener Sache: Alle Geschäftsberichte von KSB seit 2007 können Sie direkt auf unserem brandneuen Portal geschaeftsberichte-download.de (HIER) gratis abrufen.

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Foto: KSB SE & Co. KGaA


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.