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Fashionette: Passt in die Zeit

Zeichnen brauchen Anleger die Aktie von Fashionette wohl nicht mehr – selbst wenn die Bookbuildingphase offiziell noch bis 27. Oktober läuft. Denn kaum hatte der Onlinehändler für Modeaccessoires seine Preisspanne von 30 bis 38 Euro kommuniziert, kam bereits einen Tag später der Hinweis, dass die Aktie überzeichnet sei. Es also mehr Nachfrage gibt, als die 3.605.000 zur Emission angebotenen Stücke. Quasi wie ein Turbo für Fashionette dürfte sich dabei die zuletzt wahnsinnig gute Performance von einigermaßen vergleichbaren Unternehmen auf dem Parkett wie Global Fashion Group, Zalando oder auch Westwing ausgewirkt haben. Eher ausgeblendet haben Investoren dagegen – in gewisser Weise auch zur Peer Group gehörende – Aktien wie Bijou Brigitte oder Elumeo, die weit weniger Freunde bereitet haben. Sei es drum: Daniel Raab, CEO von Fashionette, hat große Ziele und will die Gesellschaft aus Düsseldorf zur führenden europäischen Onlineplattform Premium- und Luxus-Modeaccessoires wie Taschen, Schuhe, Schuck oder auch Gürtel machen. „Der Schwerpunkt unserer Strategie besteht darin, uns weiterhin auf unser profitables Wachstum mit über dem Marktdurchschnitt liegenden Wachstumsraten zu konzentrieren“, sagt Raab.

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Tatsächlich weist Fashionette zumindest für 2019 und 2018 bei kontinuierlich steigenden Umsätzen auch unterm Strich schwarze Zahlen aus. So blieben im Vorjahr immerhin 1,40 Mio. Euro als Nettogewinn hängen – nach 0,30 Mio. Euro Überschuss im Jahr zuvor. Im ersten Halbjahr 2020 kam bei Erlösen von 70,69 Mio. Euro ein Gewinn von 334.100 Euro heraus. Zum Vergleich: An der Börse wäre das Unternehmen – zwischen 186 und knapp 236 Mio. Euro wert und würde gleichzeitig noch eine Netto-Liquidität von mehr als 30 Mio. Euro in der Bilanz stehen haben. Bei allem Glamour: Diese Relationen zeigen bereits, dass die künftig im Freiverkehrssegment Scale gelistete Gesellschaft noch erheblich an Profitabilität zulegen muss, um das Bewertungsniveau dauerhaft zu untermauen und darüber hinaus noch Luft für weitere Kurssteigerungen zu schaffen. Denn eins sollte klar sein: Ewig wird die aktuelle Begeisterung für Onlinehändler an der Börse auch nicht währen.

Maßgeblicher Ankerinvestor von Fashionette ist die bestens vernetzte Hamburger Unternehmensgruppe Genui. Und mit FinLab-Vorstand Stefan Schütze hat Fashionette darüber hinaus einen Börsenprofi im Aufsichtsrat. Losgelöst davon ist boersengefluester.de froh, dass sich endlich wieder ein Börsenkandidat für den Scale – und nicht gleich für den Prime Standard – entschieden hat.

Nachtrag: Am 27. Oktober 2020 gab Fashionette bekannt, dass der Angebotspreis für den Börsenstart auf 31,00 Euro festgesetzt wurde. Aus der Kapitalerhöhung zum IPO fließen dem Unternehmen damit brutto etwas mehr als 37 Mio. Euro zu.

 

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Foto: Laura Chouette auf Unsplash


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.