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Aktuell zu Ihren Aktien: Muehlhan, co.don, SHS Viveon, United Labels, Eyemaxx Real Estate

[sws_green_box box_size=”640″]An dieser Stelle kommentieren wir aktuelle Firmenmeldungen und weisen auf interessante Kursentwicklungen, Gerüchte oder Daten für den Gesamtmarkt hin. Dazu gibt es Tipps von Analysten zu Aktien aus dem Small-Cap-Sektor.[/sws_green_box]

Noch hält sich die Zuversicht der Anleger für die Muehlhan-Aktie in Grenzen. Aber immerhin: Nachdem der Small Cap 2015 um rund ein Drittel an Wert verloren hatte, stabilisiert sich der Kurs des Anbieters von Korrosionsschutzlösungen im laufenden Jahr zusehends. Untermauert wird diese Entwicklung durch die Zahlen zum Auftaktviertel 2016: Demnach kamen die Hamburger auf ein Erlösplus von 7,2 Prozent auf 59,3 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) drehte von minus 0,1 auf plus 1,1 Mio. Euro. „Damit liegen die Ergebnisse im gewöhnlich eher schwachen ersten Quartal oberhalb der Erwartungen“, betont Muehlhan. Den Ausblick für das Gesamtjahr hat die Gesellschaft bestätigt. Demnach ist bei konstanten Erlösen – 2015 setzte Muehlhan knapp 239 Mio. Euro um – mit einem EBIT zwischen 5,0 und 7,0 Mio. Euro zu rechnen. Boersengefluester.de kalkuliert hier zurzeit mit einem EBIT von 6,55 Mio. Euro. Positiv ist, dass zur Hauptversammlung am 24. Mai 2016 im Hafen-Klub Hamburg nach fünf Nullrunden in Folge die Ausschüttung einer Dividende auf der Agenda steht: 4 Cent pro Aktie gibt es, was – bezogen auf den aktuellen Kurs von 1,83 Euro – auf eine Rendite von brutto annähernd 2,2 Prozent hinausläuft. Wir bleiben bei unserer Einschätzung “Kaufen”. Eine ausführliche Einschätzung von boersengefluester.de (von Anfang April 2016) zur Bewertung der Muehlhan-Aktie finden Sie unter diesem LINK.

 

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Auf positive Resonanz bei den Investoren stößt die Telefonkonferenz von co.don anlässlich der Vorlage des Geschäftsberichts 2015. Immerhin hat die Aktie des Anbieters von Biopharmazeutika zur Behandlung von regenerativen Gelenkknorpel‐ und Bandscheibendefekten seit der Präsentation um fast zehn Prozent auf nun 3,14 Euro an Wert gewonnen. Vorstand Dirk Hessel hat in den vergangenen Monaten kräftig in den Vertrieb investiert und das in Deutschland bereits erhältliche Knorpelpräparat co.don chondrotransplant damit spürbar bekannter gemacht. Das zahlt sich aus: Von Januar bis Ende März 2016 kletterten die Erlöse überraschend deutlich um mehr als 23 Prozent auf 1,635 Mio. Euro. „Wir sind auf dem richtigen Pfad. Das erste Quartal ist wahnsinnig gut gelaufen“, sagt Hessel. Auf das Jahr hochrechnen, möchte der Manager diese Zahlen allerdings noch nicht: „Wir kalkulieren bewusst vorsichtig.“ Aufgrund der weiter anfallenden Aufwendungen für die klinischen Studien, um chondrotransplant – vermutlich ab Ende 2017 – auch EU-weit vertreiben zu können, wird co.don vorerst ohnehin in der Verlustzone bleiben.

Zur Einordnung: 2015 fiel ein Fehlbetrag von 2,87 Mio. Euro an. Ziel des Unternehmens aus Teltow in Brandenburg ist es, dieses Minus nach Möglichkeit zumindest nicht auszuweiten. Nach der jüngsten Kapitalerhöhung vom Herbst 2015 – mit einem Mittelzufluss von brutto knapp 5 Mio. Euro – sieht Hessel co.don durchfinanziert. Weitere Kapitalmaßnahmen sind nicht geplant. Eine Ausnahme würde der Manager aber machen, wenn ein strategischer Investor anklopfen würde. Boersengefluester.de hat in den vergangenen Monaten regelmäßig über co.don berichtet. Operativ macht die Gesellschaft gute Fortschritte und auch die Visibilität auf dem Kapitalmarkt hat sich in der Zwischenzeit deutlich erhöht. Hessel präsentiert auf Small-Cap-Konferenzen und auch die Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren war früher so nicht üblich bei co.don. Die Marktkapitalisierung beträgt zurzeit knapp 51 Mio. Euro. Die Analysten von Warburg Research halten ein Niveau von 71 Mio. Euro – entsprechend 4,40 Euro je Aktie – für angemessen. Insgesamt bleibt der Titel ein aussichtsreiches Langfristinvestment. Ein Risikofaktor bleiben negative Studienergebnisse. Allerdings halten wir diese Gefahr für vergleichsweise limitiert, denn in Deutschland wird das Produkt ja bereits vertrieben.

 

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Die Kapitalerhöhung von Eyemaxx Real Estate schreitet voran: Den Bezugskurs für die bis zu 779.948 jungen Aktien hat der Projektentwickler von kleineren Einkaufszentren sowie Wohn- und Pflegeimmobilien auf 6,00 Euro pro Stück festgelegt. Dieser Preis liegt im Rahmen unserer Erwartungen. Die Zeichnungsfrist lauft noch bis zum 10. Mai 2016. Maximal könnten dem Unternehmen aus Österreich brutto knapp 4,68 Mio. Euro frisches Eigenkapital zufließen. „Die Mittel aus der Transaktion dienen vorrangig der Finanzierung von Immobilienprojekten in den Bereichen Wohnen, Pflege und Gewerbe in Deutschland und Österreich“, heißt es offiziell. Nägel mit Köpfen hat Eyemaxx-Vorstand und Großaktionär Michael Müller bereits hinsichtlich eines der in Aussicht gestellten Projekte gemacht. So wurde Ende April der Grundstückskaufvertrag für das größte Vorhaben der Firmengeschichte unterschrieben. Das 20.000 Quadratmeter große Vorhaben „Postquadrat“ direkt am Mannheimer Hauptbahnhof hat ein Volumen von insgesamt rund 160 Mio. Euro. Der Baubeginn ist für das dritte Quartal 2016 vorsehen, 2019 soll das Areal fertig sein. Joint-Venture-Partner soll dem Vernehmen nach der ehemalige Conwert-Vorstandsvorsitzender Johann Kowar sein.

Interessant aus Börsensicht wird, wie sich der Streubesitz künftig entwickeln wird. Momentan befinden sich 40 Prozent der 3.509.772 Aktien im Freefloat. Die restlichen Stücke hält CEO Müller. Dem Vernehmen nach nimmt Müller an der Kapitalerhöhung teil und will „auch nach der Umsetzung der Transaktion Mehrheitsaktionär der Gesellschaft bleiben“. Für dieses Ziel muss er aber gar nicht so tief in die Tasche greifen. Um selbst bei einer Vollplatzierung der Kapitalerhöhung oberhalb der 50-Prozent-Schwelle zu bleiben, bräuchte Müller theoretisch nur knapp 40.000 junge Aktien zu zeichnen. Seine Bezugsrechte reichen jedoch für fast 468.000 Anteilscheine. Wir sind also gespannt, wie sich die Anlegerstruktur künftig darstellen wird. Wichtig: Interessierte Aktionäre einen Überbezug anmelden, also mehr Anteile erwerben, als ihre regulären Bezugsrechte eigentlich hergeben. Dass Müller nicht unter die 50-Prozent-Schwelle gehen will, ist wohl keine große Überraschung. Trotzdem ist jeder Prozentpunkt zusätzlicher Streubesitz für die Handelsliquidität des Small Caps förderlich. Insgesamt sieht boersengefluester.de diese Barkapitalerhöhung positiv und rät engagierten Aktionären, ihre Bezugsrechte auszuüben. Mitte März hatte Eyemaxx über die Emission der – mit einem Kupon von 7,0 Prozent versehenen – Anleihe 2016/21 (WKN: A2AAKQ) bereits rund 15 Mio. Euro an zusätzlichem Fremdkapital eingeworben.

 

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Mit einem Nettogewinn von gerade einmal 134 Euro und 9 Cent nach den ersten drei Monaten 2016 könnte nicht einmal eine Pommesbude über die Runden kommen. Bei SHS Viveon – das Unternehmen hat sich auf Software zur Prüfung von Kundenbeziehungen und Solvenz-Checks spezialisiert – wittern die Anleger jedoch Morgenluft. Immerhin mussten die Münchner im entsprechenden Vorjahresquartal 2015 noch einen Verlust von mehr als 261.000 Euro hinnehmen. Die Umstrukturierung von Vorstand Stefan Gilmozzi scheint also zu greifen, auch wenn der Prozess noch längst nicht abgeschlossen ist. Immerhin: Die Umsätze kamen im Auftaktviertel um 11,6 Prozent auf 6,915 Mio. Euro voran. Und das Ergebnis vor Abzug von Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) drehte von minus 119.000 Euro auf plus 172.000 Euro. Die Chancen stehen also gar nicht mal so schlecht, dass SHS Viveon die Jahresziele – nach den vielen Enttäuschungen – endlich einmal wieder erreicht. Bislang sieht die Prognose für 2016 ein Erlösplus in einer Bandbreite von sechs bis zehn Prozent vor. Bei einem Vorjahreswert von 26,482 Mio. Euro läuft das auf Umsätze zwischen 28,07 und 29,13 Mio. Euro hinaus. Das EBITDA soll sich um mehr als 1 Mio. Euro verbessern. Demnach würde hier die Untergrenze für 2016 bei rund plus 770.000 Euro liegen. Angesichts eines positiven operativen Cashflows von fast genau 500.000 Euro und liquiden Mitteln von 3,74 Mio. Euro – bei Finanzverbindlichkeiten von 1,5 Mio. Euro – spricht Gilmozzi von einer „stabilen Substanz“ des Unternehmens. Die Marktkapitalisierung beträgt beim gegenwärtigen Kurs von 6,25 Euro gerade einmal 13,26 Mio. Euro. Momentan sieht sich boersengefluester.de in seiner Auffassung bestätigt, dass bei SHS Viveon zwar noch längst nicht wieder alles im Lot ist, der Titel aber trotzdem eine interessante Spekulation auf den wirtschaftlichen Umschwung ist.

 

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Eine gehörige Enttäuschung sind die Jahreszahlen von United Labels. Statt des in Aussicht gestellten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 0,7 und 1,6 Mio. Euro, kam der Vermarkter von Comic-Lizenzthemen 2015 auf einen operativen Verlust von 878.000 Euro. Unterm Strich kam sogar ein stattlicher Verlust von mehr als 4,2 Mio. Euro heraus. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass rund 3,4 Mio. Euro Belastungen auf Sondereffekte – insbesondere Wertberichtigungen von latenten Steuern auf Verlustvorträge – zurückzuführen sind. Vorstandschef und Großaktionär Peter Boder räumt im Geschäftsbericht unumwunden ein: „Das abgelaufene Geschäftsjahr war insgesamt unter unseren Erwartungen.“ Vor allen Dingen die letzten beiden Monate 2015 liefen schlechter als gedacht. Immerhin: Hoffnung macht der kräftig erhöhte Auftragsbestand von 8,9 Mio. Euro. Insgesamt geht Boder für 2016 von einem Umsatzplus von 15 bis 23 Prozent und einem EBIT zwischen 0,6 und 1,5 Mio. Euro aus. Nach der neuerlichen Prognoseverfehlung ist es jedoch nur verständlich, dass die Investoren vorsichtig bleiben. Bemerkenswert ist, dass der Vertrag des bisherigen E-Commerce-Vorstands Albert Hirsch nicht verlängert wurde und der ehemalige buch.de-Manager – seit Januar 2012 war er Geschäftsführer des United-Labels-Tochter Elfen Service – zum 30. April 2016 bei den Münsteranern ausgeschieden ist.

Wie geht es mit der Aktie weiter? Bewertungstechnisch ist United Labels uninteressant – eigentlich sogar überteuert. Die Marktkapitalisierung beträgt 21,1 Mio. Euro. Angesichts des deutlich negativen Zinsergebnisses rechnet boersengefluester.de für 2016 per saldo mit leicht roten Zahlen. Zudem ist das Unternehmen bilanziell schwach auf der Brust, bräuchte eigentlich eine Kapitalerhöhung. Die Eigenkapitalquote (bereinigt um Anteile Dritter) ist von 22,4 auf magere 9,1 Prozent gerutscht. Beim aktuellen Newsflow wäre die Ausgabe neuer Aktien aber ein kühnes Unterfangen. Allerdings wird noch immer darüber getuschelt, dass die Münsteraner dabei sind, sich mit einem anderen Unternehmen aus der Branche zu verstärken. Beinahe schon ein Dauerbrenner sind außerdem die Gerüchte um ein angebliches Kaufinteresse durch eine asiatische Company. Dabei wurde in der Small-Cap-Szene bislang immer über Bewertungen deutlich nördlich der aktuellen Notiz gesprochen. Ob diese Spekulation nach den zuletzt enttäuschenden Zahlen noch Bestand hat, ist allerdings offen. Eine gewisse Fantasie kommt unserer Meinung nach allerdings schon noch aus dieser Ecke, so dass wir als Anlageempfehlung zu einem schwachen „Halten“ kommen.

 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.