[regsho-scanner-teaser]

Aktuell zu Ihren Aktien: Steinhoff International, MPC Capital, Highlight Communications, publity, msg life

[sws_green_box box_size=”585″]An dieser Stelle kommentieren wir aktuelle Unternehmensmeldungen und weisen auf interessante Kursentwicklungen, Gerüchte oder Daten für den Gesamtmarkt hin. Dazu gibt es Einschätzungen von Analysten zu Aktien aus dem Small-Cap-Sektor.[/sws_green_box]

So richtig angekommen scheint Steinhoff International auf dem Frankfurter Parkett noch nicht zu sein. Seit der Notierungsaufnahme im Dezember 2015 ist es um den Möbelhandelskonzern mit Listing in Südafrika jedenfalls ziemlich ruhig geworden – zumindest hierzulande. Dabei gehört Steinhoff mit einer Marktkapitalisierung von 16,94 Mrd. Euro zu den Schwergewichten auf dem Kurszettel. Wenn die Deutsche Börse am 3. März 2016 das nächste Mal die Zusammensetzung der Aktienindizes überprüft, gilt Steinhoff jedenfalls als Kandidat für den MDAX. Allerdings bewegt sich die Berücksichtigung derzeit noch auf des Messers Schneide. Grund sind die noch relativ überschaubaren Handelsumsätze auf Xetra und dem Frankfurter Handel. Den Halbjahresbericht für das Geschäftsjahr 2015/16 (per Ende Juni) legt Steinhoff am 29. Februar vor. Die Analysten von JP Morgan haben die Einschätzung für die Steinhoff-Aktie vor dem Veröffentlichungstermin auf „Übergewichten“ belassen – mit Kursziel 5,82 Euro. Damit hätte der Titel ein Potenzial von immerhin rund einem Drittel. Punkten kann der Titel vor allen Dingen unter Dividendenaspekten. Für das vergangene Geschäftsjahr erhöhte Steinhoff die Ausschüttung von 0,10 auf umgerechnet 0,12 Euro pro Anteilschein. Sollte der Konzern diesen Satz auch für 2015/16 konstant lassen, käme der Titel auf eine Rendite von 2,7 Prozent. Ausgezahlt wird die Dividende dem Vernehmen nach aber erst Anfang Dezember 2016. Ansonsten sehen aber auch das von boersengefluester.de ermittelte Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2017 von 13,3 sowie das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,36 eher moderat aus und bewegen sich etwa in den Größenordnungen von Metro. Sollte es Steinhoff im März tatsächlich in die Indexwelt der Deutschen Börse schaffen, werden vermutlich etliche Finanzhäuser die Coverage für den Titel aufnehmen. Das wiederum sollte sich positiv auf den Kurs auswirken. Und falls es zum nächsten Umstellungstermin doch nichts mit dem MDAX werden sollte, heißt es wohl: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. So oder so zählt die Steinhoff-Aktie zu den Überraschungskandidaten für 2016.

 

[shortcodedisplaychart isin=”NL0011375019″ ct=”1Y” cwidth=”595″ cheight=”350″]

 

[basicinfoboxsc isin=”NL0011375019″]

 

[financialinfobox wkn=”A14XB9″]


 

Die knackige Performance des Aktienkurses von MPC Capital in den vergangenen Wochen ließ bereits auf gute Zahlen für 2015 schließen. Und tatsächlich: Mit einem Erlösplus von 38,4 Prozent auf 47,63 Mio. Euro und einem von 4,22 auf 7,47 Mio. Euro gesteigerten Überschuss hat das auf Kapitalanlagen in den Bereichen Immobilien, Schifffahrt und Infrastruktur spezialisierte Unternehmen den eigenen Ausblick deutlich getoppt. Der sah – bei „deutlich über dem Vorjahr“ liegenden Umsätzen – einen Nettogewinn von „mindestens“ 5,0 Mio. Euro vor. Bemerkenswert ist auf Jahressicht auch die Entwicklung des Eigenkapitals. Hier gab es einen Zuwachs von 12,62 auf knapp 33,90 Mio. Euro. Zum Jahresende 2015 hat sich die Eigenkapitalquote von 20,9 Prozent auf 42,3 Prozent verbessert. Der Buchwert je Aktie beträgt zurzeit 1,50 Euro. Nachdem das Comeback der MPC-Aktie bislang eher still vor sich ging, scheinen die Hamburger im laufendenden Jahr deutlich mehr Flagge zeigen zu wollen. „Auf Basis einer gut gefüllten Projekt-Pipeline und attraktiver Co-Investment-Opportunitäten prüft MPC Capital derzeit verschiedene Szenarien und Möglichkeiten zur Finanzierung des weiteren Wachstums, darunter auch die Reaktivierung ihrer Kapitalmarktaktivitäten“, heißt es. Mit anderen Worten: Gut möglich, dass MPC demnächst mit einer Barkapitalerhöhung daher kommt. Das muss nicht zwangsläufig schlecht für den Aktienkurs sein. Letztlich kommt es auf die konkreten Wachstumspläne an. Zudem ist die jetzige Aktionärsstruktur mit einem Streubesitzanteil von gerade einmal 12,6 Prozent sicher nicht optimal. Zudem gibt es derzeit – abgesehen von der Berichterstattung durch boersengefluester.de – keine regelmäßige Coverage der Aktie. Dabei kommt die Gesellschaft schon wieder auf einen Marktkapitalisierung von mehr als 137 Mio. Euro. Anleger sollten bei diesem Titel kein Stück aus der Hand geben.

 

[shortcodedisplaychart isin=”DE000A1TNWJ4″ ct=”1Y” cwidth=”595″ cheight=”350″]

 

[basicinfoboxsc isin=”DE000A1TNWJ4″]

 

[financialinfobox wkn=”A1TNWJ”]


 

Schlag auf Schlag geht es momentan bei Highlight Communications: Nachdem das Schweizer Medienunternehmen kürzlich mitteilte, dass Vorstandschef Bernhard Burgener die 75,35-Prozent-Beteiligung an der ebenfalls börsennotierten Event-Tochter Highlight Event & Entertainment (HLEE) übernimmt und den Kaufpreis zu rund Drei Viertel über die von ihm gehaltenen 2,2 Millionen Aktien von Highlight Communications bezahlt, ist nun bereits Vollzug gemeldet. Laut einer Directors’-Dealings-Mitteilung hat Burgener seine Highlight-Aktien außerbörslich verkauft. Damit liegen sie nun zunächst einmal bei der Highlight Communications AG. Spekuliert wird jedoch in Börsenkreisen, dass Großaktionär Constantin Medien früher oder später auch diese Stücke übernehmen wird. Nachlesen lassen sich die Transaktionen (mit ein wenig Verzögerung) stets auf der Homepage der BaFin – und zwar unter diesem LINK. Ganz geräuschlos gehen die jüngsten Deals am Kurs der Highlight-Aktie freilich nicht mehr vorbei. Nachdem sich die Notiz lange Zeit als weitgehend immun gegenüber allgemeinen Marktrisiken gezeigt hatte, gab der Titel zuletzt von 5,85 Euro auf im Tief 5,30 Euro nach. Mittelweile kostet der Anteilschein aber bereits wieder 5,40 Euro. Ein ähnliches Bild gibt es bei Constantin Medien: Hier ging es von in der Spitze 2,13 Euro zunächst bis auf 1,83 Euro zurück. Aktueller Kurs: 1,92 Euro. Für boersengefluester.de bleiben beide Titel aussichtsreich, wobei sich am grundsätzlichen Szenario nichts geändert hat. Constantin-Aufsichtsrats-Chef Dieter Hahn scheint die Münchner konsequent auf das Thema Sport – insbesondere Fußball – trimmen zu wollen. Die entsprechenden Rechte kosten allerdings eine Stange Geld. Offen ist, was daher mit Highlight passieren wird. Viele Varianten sind vorstellbar und vermutlich wird Hahn die ein oder andere Nebelkerze zünden, um seine wahren Absichten zu verschleiern. Und ganz von Bord ist Burgener bei Constantin Medien nicht. Immerhin gehört ihm noch immer ein Paket von sechs Prozent. Momentan hätte dieser Depotposten einen Wert von immerhin knapp 10,8 Mio. Euro.

 

[shortcodedisplaychart isin=”CH0006539198″ ct=”1Y” cwidth=”595″ cheight=”350″]

 

[basicinfoboxsc isin=”CH0006539198″]

 

[financialinfobox wkn=”920299″]


 

Performancekünstler: Kaum hatten wir die Aktie des Gewerbeimmobilien-Investors publity Ende Januar mit einem ersten Kursziel von 40 Euro auf die Kaufen-Liste genommen, haben die Leipziger diese Marke bereits überschritten. Auslöser des Kurssprungs war die Dividendenankündigung von 2,00 Euro je Aktie für 2015. Sogar bezogen auf den aktuellen Kurs von 40,85 Euro kommt die Aktie des seit April 2015 gelisteten Unternehmens damit auf eine attraktive Rendite von 4,9 Prozent. Dabei ist die Höhe des Dividendensatzes gar keine so große Überraschung – publity-Vorstandschef Thomas Olek hatte diese Größe bereits vor einigen Monaten auf der Kapitalmarktkonferenz von Egbert Prior als Ziel genannt. Damals hielten allerdings nicht wenige Teilnehmer diese Vorschau für reichlich ambitioniert. Nun: Olek hat Wort gehalten, daher werden sich vermutlich nun weitere Investoren mit dem Titel beschäftigen. Hinzu kommt, dass publity auch für 2016 und 2017 ein rasantes Wachstum bei verwalteten Immobilienvermögen in Aussicht stellt. Kurzfristig liefert die für den 9. Februar angesetzte Veröffentlichung des Geschäftsberichts für 2015 für die nächsten Neuigkeiten. Profitiert haben dürfte der Aktienkurs von publity allerdings auch von dem Einstieg von DIC Asset bei WCM. Dieser Deal hat dem gesamten Sektor einen zusätzlichen Kick in Sachen Übernahmefantasie/Allianzen beschert. Vom Geschäftsmodell her vergleichbarer mit publity ist allerdings eher Patrizia Immobilien aus Augsburg. Sei es drum: Boersengefluester.de bleibt bei der Kaufen-Empfehlung für die Aktie von publity. Mit knapp 225 Mio. Euro Marktkapitalisierung ist der Titel groß genug, um eine vernünftige Visibilität am Kapitalmarkt zu bekommen. Einzig der relativ niedrige Streubesitz von 30 Prozent ist nicht gerade förderlich für den Einstieg von institutionellen Adressen. Aber es bleibt ohnehin abzuwarten, ob sich Olek nicht von einem Teil seiner 70 Prozent trennen wird. Denkbar ist perspektivisch zudem auch eine Barkapitalerhöhung. Zuletzt hatten sich die Leipziger über eine auf 30 Mio. Euro aufgestockte Wandelschuldverschreibung frisches Geld ins Unternehmen geholt. Unser neues Kursziel für die publity-Aktie: 50 Euro.

 

[shortcodedisplaychart isin=”DE0006972508″ ct=”1Y” cwidth=”595″ cheight=”350″]

 

[basicinfoboxsc isin=”DE0006972508″]

 

[financialinfobox wkn=”697250″]


 

In knappen Worten gab msg life bekannt, für 2016 nun mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen 10 und 12 Mio. Euro zu rechnen sei. Zuvor ging das auf Software für Lebensversicherungen spezialisierte Unternehmen von einer Spanne zwischen 8,5 und 10,5 Mio. Euro aus. Die Reaktion der Börsianer ließ nicht lange auf sich warten. Aus dem Stand schoss die Notiz des Small Caps von 1,75 auf 1,99 Euro in die Höhe und beförderte die Marktkapitalisierung auf 85,2 Mio. Euro. Boersengefluester.de ist jedoch zuversichtlich: Der Titel hat noch ausreichend Luft nach oben. Momentan wird die Aktie von msg life etwa mit den Doppelten des Buchwerts gehandelt. Die Relation von Enterprise Value (Börsenwert plus Nettofinanzschulden) zum EBITDA für 2016 ist auf Basis der neuesten Vorschau gerade einmal in einer Bandbreite von 7,2 bis 8,6 anzusiedeln. Bei Adesso, dem vermutlich am besten vergleichbaren Unternehmen aus dem heimischen Small-Cap-Sektor ist dieses Multiple eher bei knapp neun anzusiedeln. Nun hat Adesso aufgrund des starken Track Records sicher ein paar Bonuspunkte verdient, aber auch msg life hat sich in den vergangenen Quartalen zunehmend mehr Vertrauen der Börsianer verdient. Die bislang genannten Kursziele der Analysten im Bereich um 2 Euro sollten mit dem nun deutlich optimistischer formulierten Ausblick jedenfalls überholt sein. Positiv stimmt auch der erste Zahlenüberblick für 2015: Demnach kam das Unternehmen aus Leinfelden-Echterdingen bei Erlösen von 108 Mio. Euro auf ein EBITDA von 8,4 Mio. Euro – nach 11,4 Mio. Euro im Jahr zuvor. „Sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis liegen im Rahmen der bisherigen Prognose“, betonte das Unternehmen. Zur Einordnung: Nach neun Monaten hatte Vorstandssprecher Rolf Zielke für 2015 bei Erlösen von 105 Mio. Euro ein EBITDA von 8,0 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Für den 26. April ist  die Vorlage des Geschäftsberichts angesetzt. Kurse um 2 Euro hat die Aktie zuletzt vor fast genau fünf Jahren gesehen. Hervorgegangen ist msg life aus dem Zusammenschluss der früheren Neuer-Markt-Gesellschaften COR und FJA.

 

[shortcodedisplaychart isin=”DE0005130108″ ct=”1Y” cwidth=”595″ cheight=”350″]

 

[basicinfoboxsc isin=”DE0005130108″]

 

[financialinfobox wkn=”513010″]

Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.