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Aktuell zu Ihren Aktien: Pantaleon Entertainment, Euromicron, CropEnergies

[sws_green_box box_size=”640″]An dieser Stelle kommentieren wir aktuelle Firmenmeldungen und weisen auf interessante Kursentwicklungen, Gerüchte oder Daten für den Gesamtmarkt hin. Dazu gibt es Tipps von Analysten zu Aktien aus dem Small-Cap-Sektor.[/sws_green_box]

Auf der Frühjahrskonferenz der DVFA im Mai gab Stefan Langefeld, der neue Chief Operating Officer (COO) von Pantaleon Entertainment, bereits einen kurzen Einstand vor den Investoren – damals noch an der Seite von CEO Dan Maag. Auf der Prior-Kapitalmarktkonferenz am 20. Juni 2017 präsentierte der ehemalige Apple-Manager allein und mindestens genau so eloquent wie Dan Maag (der natürlich CEO bleibt). Kein Wunder jedoch, dass sich in dem Vortrag von Langefeld alles um die Filmplattform Pantaflix drehte – den großen Hoffnungsträger des Medienunternehmens. „Das ist eine revolutionäre Technik“, sagt Langefeld. Konkrete Zahlen – etwa zur Höhe der bereits registrierten Nutzer – wollte der COO mit Blick auf die Konkurrenz freilich nicht verraten. Und so müssen sich Investoren mit den üblichen Formulierungen („Wir werden überschüttet mit Filminhalten“) begnügen. Einer der Treiber ist dabei die Kooperation mit dem chinesischen Filmmogul Bruno Wu, mit dem Pantaleon kürzlich ein umfangreiches Joint Venture unterzeichnete. Offenbar wird mit Hochdruck daran gearbeitet, diese Kooperation mit Inhalten zu füllen. Nach der Prior-Präsentation in Frankfurt ging es für das Team von Pantaleon direkt weiter Richtung China.

Unser Eindruck: Der Aufbau der Mediathek scheint derzeit nicht der Engpass zu sein. Herausfordernder dürfte es werden, auch tatsächlich genügend Kunden auf Pantaflix zu lotsen. COO Langefeld setzt hier stark auf intelligente Google-Werbung. Ob diese Form der Werbepower ausreichend ist, bleibt abzuwarten. Zunächst einmal steht am 19. Juli 2017 die Hauptversammlung in München an. Dort soll unter anderem die Umbenennung in Pantaflix AG beschlossen werden. Auch das ein unmissverständliches Signal. Kapitalisiert ist die Gesellschaft zurzeit mit 145,5 Mio. Euro. Wenn Pantaflix die erhofften Ergebnisse liefert, ist der Börsenwert mit Sicherheit noch nicht zu hoch. Die Analysten vom Bankhaus Metzler siedeln das Kursziel bei 145 Euro an. Aktuelle Notiz: 126 Euro. Klar sollte aber auch sein: Sollten die Filmfans dem Portal jedoch die kalte Schulter zeigen, drohen der im Scale gelisteten Aktie empfindliche Rückschläge.

 

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So richtig überzeugend kommen die Zahlen von Euromicron allesamt noch nicht rüber. Umso bemerkenswerter, wie gut sich die Aktie des Netzwerkausrüsters mit Sitz in Frankfurt seit geraumer Zeit entwickelt. Seit Jahresbeginn hat der Titel nun um fast 50 Prozent an Wert gewonnen und die Marktkapitalisierung auf knapp 62,5 Mio. Euro erhöht. Hinzu kommen allerdings noch rund 90 Mio. Euro an Netto-Finanzverbindlichkeiten. Für das „Transformationsjahr“ 2017 rechnet Vorstand Bettina Meyer weiterhin mit einem Umsatz zwischen 330 und 350 Mio. Euro – bei einer EBITDA-Marge im Bereich von vier bis fünf Prozent. Die Strukturkosten für den Unternehmensumbau werden im laufenden Jahr vermutlich noch einmal mit 2 bis 3 Mio. Euro ins Kontor schlagen. Unterm Strich wird das nicht reichen, um schwarze Zahlen zu schreiben. Haltenswert bleibt die Aktie zurzeit aber allemal. Die Analysten von Equinet halten Kurse von bis zu 13 Euro für gerechtfertigt. GBC aus Augsburg ist mit 10,50 deutlich zurückhaltender, liegt aber immer noch um rund 20 Prozent über der aktuellen Notiz. Ein heißes Eisen bleibt die Aktie aber allemal: Den Abschluss der Transformationsphase siedelt das Management erst für Ende 2018 an.

 

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Gerade einmal vier Wochen nach der Präsentation des Geschäftsberichts 2016/17 mit dem Ausblick für das laufende Geschäftsjahr, hebt der Biosprithersteller CropEnergies die Messlatte für 2017/18 (28. Februar)  ein Stück höher. Demnach stellt CEO Joachim Lutz Erlöse zwischen 850 und 900 Mio. Euro (bislang: 800 bis 875 Mio. Euro) sowie ein operatives Ergebnis in einer Bandbreite von 50 bis 90 Mio. Euro (bislang: 40 bis 80 Mio. Euro) in Aussicht. „Maßgeblich für den Ergebnisanstieg war die hohe Auslastung aller Produktionsanlagen“, betont die mehrheitlich zum MDAX-Konzern Südzucker gehörende Gesellschaft. Außerdem entwickelte sich sich der Bioethanolpreis positiver als vermutet. Der Aktienkurs von CropEnergies reagierte prompt auf die guten Nachrichten und näherte sich dem bisherigen All-Time-High (25. Mai 2017) von 10,72 Euro an. Eine komplette Neubewertung des Small Caps ist freilich nicht zu erwarten. Die meisten Investoren gingen ohnehin davon aus, dass der Vorstand im Jahresverlauf bei den Prognosen nachlegen wird. Die eigentliche Überraschung ist demnach der frühe Zeitpunkt. Nächster wichtiger Termin für Anleger ist die Hauptversammlung (HV) am 18. Juli 2017. Immerhin steht eine von 0,15 auf 0,30 Euro je Aktie verdoppelte Dividende auf der Agenda. Diese Ausschüttung sorgt für eine Rendite von noch knapp drei Prozent. Eine Woche vor der HV wird CropEnergies den kompletten Zwischenbericht für das Auftaktquartal vorlegen. Nach der starken Performance der CropEnergies-Aktie sollten Anleger den zuletzt zurückgebliebenen Anteilschein von Verbio nicht aus den Augen verlieren. Während beide Aktien beim Buchwert auf Augenhöhe notieren, hat Verbio in Sachen KGV die Nase sogar vorn.

 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.