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Aktuell zu Ihren Aktien: MBB, NanoFocus

[sws_green_box box_size=”640″]An dieser Stelle kommentieren wir aktuelle Firmenmeldungen und weisen auf interessante Kursentwicklungen, Gerüchte oder Daten für den Gesamtmarkt hin. Dazu gibt es Tipps von Analysten zu Aktien aus dem Small-Cap-Sektor.[/sws_green_box]

Bei MBB geht es zurzeit Schlag auf Schlag: Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte die Beteiligungsgesellschaft – genau wie die zum Portfolio gehörenden börsennotierten Unternehmen Aumann und Delignit – gute vorläufige Zahlen für 2017 und stellte darüber hinaus eine Beschleunigung des Wachstumstempos in Aussicht. Demnach will MBB das eigentlich erst für 2022 geplante Umsatzziel von 750 Mio. Euro bereits im Jahr 2020 erreicht haben. Zudem deutete die Gesellschaft um CEO Christof Nesemeier „eine stärkere Diversifikation“ an und bezeichnete in einem Atemzug die aktuellen Rahmenbedingungen für Akquisitionen als „ausgezeichnet“. Nur schwer vorstellbar, dass Nesemeier angesichts solcher Aussagen bei den entsprechenden Vorbereitungen nicht schon weit fortgeschritten ist. Ansonsten würde sich der Manager wohl kaum so weit aus dem Fenster lehnen. Und so passt es auch ins Bild, dass MBB bei seiner Vorzeigebeteiligung Aumann, das Unternehmen stellt Spezialmaschinen zur Spulenwicklung von Elektromotoren her, abermals reduziert – und zwar um bis 1.703.700 Anteilscheine. Beim Platzierungskurs von 61 Euro fließen so brutto knapp 104 Mio. Euro in die Kassen. Dabei weisen die Berliner bereits jetzt eine Netto-Liquidität von knapp 222 Mio. Euro aus. So gesehen könnte bei MBB durchaus eine größere Übernahme bevorstehen. Grundsätzlich sind das gute Nachrichten, zumal sie – angesichts des Streubesitzes von künftig bis zu 62 Prozent – die Chancen von Aumann auf eine TecDAX-Nominierung erhöhen. Denkbar ist mit Blick auf die von der Deutschen Börse AG angestoßene Indexrevision freilich auch das Szenario, dass sowohl MBB als auch Aumann künftig in den SDAX einziehen. Malus der Anteilsreduzierung bei Aumann von gegenwärtig rund 49 auf mindestens 38 Prozent ist allerdings der Umstand, dass künftig noch ein geringerer Teil des MBB-Konzernüberschusses auf die Anteilseigner von MBB entfallen wird. Per saldo bleiben wir aber bei der Kaufen-Einschätzung für den Titel.

 

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Auf den ersten Blick ist es schon ein wenig seltsam: Wenn ein Unternehmen wie FinLab sich an einem Fintech-Unternehmen wie Kapilendo beteiligt, gilt das an der Börse als cleveres Investment in weiteres Wachstum. Wenn dagegen ein Micro Cap wie NanoFocus bei der – ohnehin schwierigen – Suche nach Kapital auf eine Crowdfinanzierungsplattform wie Kapilendo zurückgreift, rümpft manch Investor gleich die Nase. Nach dem Motto: Für eine „normale“ Barkapitalerhöhung reicht es wohl nicht mehr. Natürlich ist die Historie des Messtechnikspezialisten NanoFocus gepflastert von verfehlten Prognosen und anderen Enttäuschungen. Und boersengefluester.de sieht die grundsätzliche Entwicklung des Unternehmens auch alles andere als positiv. Andererseits finden wir die Kapitalakquise via Kapilendo zumindest einen überlegenswerten Weg. Demnach rufen die Oberhausener Anleger dazu auf, mit einem Kupon von 7,5 Prozent versehene Schuldverschreibungen zwischen 100 und 10.000 Euro zu zeichnen. Insgesamt sollen auf diese Weise bis zu 1,65 Mio. Euro zusammenkommen. „Die Finanzierung soll während der gesamten Laufzeit dem laufenden Betrieb und der Wachstumsfinanzierung dienen“, sagt Finanzvorstand Joachim Sorg. Als Bonus bietet NanoFocus einen gestaffelten Erfolgszins von bis zu 20 Prozent an, sofern die Erlöse bis zum Jahr 2021 die Schwelle von 20 Mio. Euro erreichen. Zur Einordnung: Im vergangenen Jahr dürfte NanoFocus auf Erlöse von knapp 12 Mio. Euro zugesteuert sein. Bleibt die Gesellschaft unter 14 Mio. Euro Umsatz, entfällt die Bonuszahlung. Bei voller Zeichnung von 1.650.000 Euro und Überschreiten der oberen Umsatzschwelle, müsste NanoFocus – sonstige Nebenkosten einmal ausgeklammert – also 825.000 Euro für Zinsen und Extrazahlungen einkalkulieren – sprich 12,5 Prozent auf ein Jahr bezogen. Schon happig, was NanoFocus aufrufen muss, um das Geld einzuwerben. Laut der Webseite von Kapilendo läuft die Emission aber zackig an: Nach 4 von 30 Tagen sind bereits 563.500 Euro investiert (HIER). Hoffentlich wissen die Zeichner genau, worauf sie sich einlassen. Zwar hat NanoFocus mit der Carl Mahr Holding seit einiger Zeit einen potenten Großaktionär. Irgendwie gleicht die Sache – für beide Seiten – aber einem Spiel mit dem Feuer. 7,5 Prozent Zinsen gibt es eben nicht ohne entsprechende Risiken.

 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.