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Aktuell zu Ihren Aktien: Hornbach Holding, Frosta, Voxeljet, Vita34

[sws_green_box box_size=”640″]An dieser Stelle kommentieren wir aktuelle Firmenmeldungen und weisen auf interessante Kursentwicklungen, Gerüchte oder Daten für den Gesamtmarkt hin. Dazu gibt es Tipps von Analysten zu Aktien aus dem Small-Cap-Sektor.[/sws_green_box]

 

Auf „signifikant über den Vorjahreswerten“ liegende Resultate für Umsatz und Betriebsergebnis im Auftaktviertel des Geschäftsjahrs 2020/21 (28. Februar) hatte der Vorstand der Hornbach Holding bereits Mitte Mai hingewiesen und diese Einschätzung mit Vorlage des Geschäftsberichts nochmals bekräftigt. Nun legt die Baumarktkette nach: Demnach sind die Konzernerlöse im ersten Quartal 2020/21 in der Tat sehr deutlich um 17,8 Prozent auf 1.577 Mio. Euro gestiegen, während das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sogar einen Satz von 96,9 auf rund 173,0 Mio. Euro machte. Die größten Effekte brachte dabei der Mai 2020 mit den ersten Lockerungen der Corona-Beschränkungen – spricht auch der Wiedereröffnung von Baumärkten. Da sich gegenwärtig kaum abschätzen lässt, ob die Kunden weiterhin so schwungvoll in die Instandhaltung von Haus und Garten investieren oder möglicherweise sogar wieder eine zweite Welle von Infizierungen Geschäftsschließungen nötig macht, bleibt der Vorstand bei seiner bisherigen Prognose für das Gesamtjahr, wonach die Umsätze ungefähr auf dem Vorjahresniveau von 4.729 Mio. Euro verharren werden, während das bereinigte EBIT leicht unter den Vergleichswert von 227 Mio. Euro aus dem Geschäftsjahr 2019/20 fallen dürfte. Nun: Aus heutiger Sicht sieht diese Vorschau arg konservativ aus. Allerdings ist der Hornbach-Vorstand sicher gut beraten, sich nicht allzu weit aus dem Fenster zu lehnen. Ansonsten bleibt unsere jüngste Einschätzung (HIER) bestehen, wonach der SDAX-Titel eine prima Kombination aus günstiger Bewertung und stattlicher Immobiliensubstanz bietet.

 

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Gelegentlich wird die Aktie des Tiefkühlwarenherstellers Frosta in der Finanzpresse mit Trendunternehmen wie BeyondMeat oder HelloFresh in einen Topf geworfen. Wir finden das eher weit her geholt, schätzen die Gesellschaft aber trotzdem sehr. Gerade langfristig orientierten Investoren bietet Frosta eine Menge Gegenwert: Zur (virtuellen) Hauptversammlung am 17. Juli 2020 steht erneut eine Dividende von 1,60 Euro je Aktie auf der Agenda, was den Titel auf eine Rendite von knapp 2,5 Prozent befördert. Die Marktkapitalisierung beträgt fast 440 Mio. Euro – bei Erlösen von zuletzt 523 Mio. Euro. Allerdings sind die Margen im Lebensmittelbereich ziemlich eng. Inwiefern sich das Einkaufsverhalten der Menschen im Zuge von Corona nachhaltig verändern wird, bleibt abzuwarten. Kurzfristig dürfte die Nachfrage nach Tiefkühlprodukten jedoch deutlich gestiegen sein. Kurse im Bereich um 60 Euro sollten eine gute Einstiegsbasis sein. IR-technisch sieht es allerdings mau aus. Es gibt keine Aktien-Coverage durch Banken und auch sonst hält sich Frosta vornehm zurück.

 

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Wirklich geschmeckt hat boersengefluester.de nicht, was der der 3D-Druckerhersteller Voxeljet in den vergangenen Jahren zu bieten hatte. Insbesondere die Ergebnisse blieben regelmäßig hinter unseren Erwartungen zurück, während die ehemals so robuste Bilanz Parallelen dazu kontinuierlich an Qualität verlor – vom dramatischen Absturz des Aktienkurses ganz zu schweigen. Zuletzt musste sich Voxeljet sogar ernsthafte Sorgen um das weitere Listing an der New Yorker Börse machen, so sehr waren die Notiz – und damit einhergehend auch die Marktkapitalisierung– geschrumpft (siehe dazu auch unseren Beitrag HIER). In genau dieser misslichen Situation entwickelt das Team um CEO Ingo Ederer aber Kämpferqualitäten und forciert spürbar die Investor Relations-Aktivitäten. So präsentiert die Company auf diversen Kapitalmarktkonferenzen – etwa der “Quirin Champions Conference” am 17./18. Juni oder der von Stifel organisierten “Cross Sector Insight Conference” (8. bis 10. Juni) in Boston. Sogar zur virtuellen “Frühjahrskonferenz” von Equity Forum Ende Juni hat sich Voxeljet angemeldet.

Bislang kommt die Offensive sehr gut an, jedenfalls hat sich der Aktienkurs deutlich erhöht und nähert sich sogar dem rettenden Ufer von 50 Mio. Dollar Börsenwert – entsprechend knapp 45 Mio. Euro. In der aktuellen Präsentation findet sich auch noch einmal der langfristig Ausblick bis 2025. Demnach will das im bayerischen Friedberg ansässige Unternehmen den Umsatz um jährlich 15 bis 20 Prozent steigern und am Ende auf eine EBIT-Marge von 12,5 bis 15,0 Prozent kommen. Selbst im konservativen Szenario würde das bis 2025 auf Erlöse von mindestens 57 Mio. Euro sowie ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von Untergrenze 7 Mio. Euro hinauslaufen. Das wiederum wären dann in der Tat ganz andere Perspektiven. Trotzdem: 2025 ist noch weit hin. Erst einmal muss Voxeljet die Prognosen für das erste Halbjahr 2020 mit Erlösen zwischen 8,5 und 11,5 Mio. Euro einlösen.

 

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Noch ist die Pflichtofferte von Active Ownership Corporation (AOC) an die restlichen Aktionäre von Vita 34 gar nicht veröffentlicht, da zeigen die ersten Stimmrechtsmitteilungen die zu erwartende Entwicklung: So hat Shop Apotheke Europe-Gründer Michael Köhler seinen kompletten Anteil von 11,64 Prozent veräußert. Derweil spekulieren die Analysten von Montega bereits, dass AOC den Spezialisten für die Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe mit dem polnischen Wettbewerber PBKM zusammenschließen dürfte, bei dem der aktivistische Investor ebenfalls der dominante Aktionär ist. „Durch den Zusammenschluss würde die mit Abstand größte europäische Stammzellbank entstehen“, betonen die Analysten. Das Kursziel für die Aktie von Vita 34 setzt Montega mittlerweile bei 16 Euro an. Noch keine offizielle Reaktion zu den Verschiebungen im Aktionärskreis, gibt es derweil von den Leipzigern selbst. Insgesmt jedenfalls eine aus Investorensicht spannende Konstellation, zumal Vita 34 in Sachen Akquisition von Wettbewerbern früher stets selbst den Hut auf hatte – und dabei mitunter nicht gerade zimperlich vorging. Der 2017 zugekaufte Rostocker Wettbewerber Seracell zum Beispiel wurde nach dem Zusammenschluss relativ zügig als eigenständiges Unternehmen eingedampft. Letztlich diente der Deal nur dazu, um sich einen preisaggressiven Wettbewerber vom Hals zu schaffen. Sei es drum: Auf die Pflichtofferte brauchen Anleger nicht zu setzen, die wird nicht sonderlich interessant sein. Umso lohnenswerter wird der Blick auf die ökonomischen Perspektiven im Zuge des Einstiegs von AOC.

 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.