[sws_green_box box_size=”640″]An dieser Stelle kommentieren wir aktuelle Firmenmeldungen und weisen auf interessante Kursentwicklungen, Gerüchte oder Daten für den Gesamtmarkt hin. Dazu gibt es Tipps von Analysten zu Aktien aus dem Small-Cap-Sektor.[/sws_green_box]
Zu den stillen Stars auf dem heimischen Kurszettel gehört die Aktie von Frosta – selbst wenn sie sich zwischenzeitlich ausgedehnte Pausen gönnt. Letztlich passt der Chartverlauf aber zu den regelmäßig starken fundamentalen Daten. Das gilt auch für den Zwischenbericht zum ersten Halbjahr 2018. So kam der Hersteller von tiefgekühlten Lebensmitteln auf ein – auch durch die zum 1. Juni 2017 zugekauften Marken La Valle degli Orti und Mare fresco – Umsatzplus von knapp 2,5 Prozent auf 253,14 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte um 15,5 Prozent auf 17,45 Mio. Euro. Unterm Strich blieb ein um gut 18 Prozent verbesserter Überschuss von annähernd 12,31 Mio. Euro stehen. Diese Entwicklung deckt sich mindestens mit der im jüngsten Geschäftsbericht formulierten Prognose, wonach Frosta eine „Steigerung der Konzernumsatzerlöse und des Konzernjahresüberschusses im Rahmen des Trends der letzten Jahre“ avisiert. Doch Vorsicht! Angesichts der Währungsunsicherheiten, rapide steigenden Preise für Alaska-Seelachs sowie den aufgrund der anhaltenden Dürre „extrem unter den sonst üblichen Erträgen“ liegenden selbst produzierten Gemüserohwaren, hat sich die Gesellschaft aus Bremerhaven von diesem Ziel verabschiedet.
„Insgesamt muss im zweiten Halbjahr 2018 von einem deutlichen Preisanstieg auch bei Gemüse und Getreideerzeugnissen ausgegangen werden“, betont Frosta. Zwar gehört das Unternehmen im Normalfall zu den Meistern der Tiefstaplerei. Zumindest was das Themenbereiche Ernteausfälle und Lachspreise angeht, bedarf es aber wohl keiner weiteren Erklärung. Am Aktienkurs von Frosta sind diese Neuigkeiten bislang zwar weitgehend abgeperlt, aber das mag zu einem wesentlichen Teil auch an der durch die Familiengesellschafter geprägten Aktionärsstruktur liegen. Zudem durchstöbern vermutlich auch nur ein paar Spezialwertefreaks (an einem Freitag bei 35 Grad Außentemperatur) die Zwischenberichte des Tiefkühlspezialisten Frosta auf Auffälligkeiten. Fakt ist: Neuengagements sind gegenwärtig wohl keine so schlaue Idee. Dafür ist die Bewertung des Small Caps einfach zu ambitioniert. Langfristig orientierte Anleger dagegen werden vermutlich ihre Stücke im Depot belassen und darauf setzen, dass die Zahlen am Ende doch wieder mal ein Stück besser als gedacht ausfallen.
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Keine Frage: Nemetschek ist bestimmt ein super Unternehmen und die Zahlen zum zweiten Quartal 2018 liegen – trotz anhaltender Investitionen deutlich über den Erwartungen. Bei einem Erlösplus von 16,5 Prozent auf 113,82 Mio. Euro kam das Überschuss von Anfang April bis Ende Juni 2018 um 33,6 Prozent auf 18,83 Mio. Euro voran. Dennoch ist boersengefluester.de einigermaßen sprachlos, in welche Höhen der Aktienkurs des Anbieters von Software für die Baubranche zurzeit getrieben wird. Immerhin bringt der TecDAX-Konzern auf dem jüngsten All-Time-High von 132,60 Euro nun stattliche 5.105,1 Mio. Euro auf die Waagschale. Das entspricht etwa dem 25fachen des zuletzt ausgewiesenen Eigenkapitals und passt auch nicht wirklich zu den jetzt bestätigten Zielen für 2018: Demnach rechnet Nemetschek bei Erlösen von 447 bis 457 Mio. Euro mit einer EBITDA-Marge zwischen 25 und 27 Prozent, was in (absoluten Zahlen) auf ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in einem Korridor zwischen 112 und 123 Mio. Euro hinauslaufen würde. Zwar halten Analysten bis 2020 eine weitere Verbesserung Richtung 160 Mio. Euro für erreichbar, aber selbst auf dieser Basis würde die Aktie – bezogen auf den Enterprise Value (Marktkapitalisierung plus Netto-Finanzschulden) mit dem 32fachen des für 2020 erwarteten EBITDA gehandelt. Das erachten wir doch als reichlich sportlich und lässt sich wohl nur einem durchweg rosaroten Szenario einigermaßen rechtfertigen. Wer den Titel im Depot hat, kann sich glücklich schätzen, sollte allerdings auch daran denken, dass noch niemand von Gewinnmitnahmen arm geworden ist.
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Kaum zeigte sich in den vergangenen Wochen so etwas wie Zuversicht im Chart von Intershop Communications, gibt es auch schon wieder einen Dämpfer. Demnach rechnet das Management des Anbieters von E-Commerce-Software für das laufende Jahr nur noch mit „leicht geringeren Umsätzen“ sowie einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im negativen niedrigen einstelligen Millionen Euro-Bereich. Zum Vergleich: Bislang kalkulierte Intershop mit geringfügig höheren Erlösen und einem „leicht positiven“ EBIT. Als wesentlichen Grund für den neuen Ausblick nennt Intershop die Effekte aus der Verschiebung vom klassischen Lizenzgeschäft hin zu wiederkehrenden Cloud-Umsätzen. Positiv formuliert, entwickelt sich das Cloud-Geschäft also besser als gedacht, während herkömmliche Abrechnungsmethoden im Software-Verkauf an Bedeutung verlieren. So nachvollziehbar die aus dem „Cloud first“-Ansatz veränderten Finanzströme auch sind, so unglücklich findet boersengefluester.de die Planrevision für 2018. Letztlich sind die Umsatzverschiebungen keine komplett überraschende Entwicklung und hätten – zumindest in einer Szenariorechnung – schon eher kommuniziert werden können. So bleibt ein fader Beingeschmack und der Aktienkurs hängt wieder mal in der Luft. Immerhin hat Vorstandschef Jochen Wiechen das für 2020 ausgerufene Ziel, wonach Intershop Umsätze von 50 Mio. Euro sowie eine EBIT-Marge von fünf Prozent anpeilt, bestätigt. Schafft die Gesellschaft aus Jena den Dreh und würde in zwei Jahren tatsächlich ein Betriebsergebnis von 2,5 Mio. Euro erreichen, wäre die aktuelle Marktkapitalisierung von gut 62 Mio. Euro zwar noch immer kein Schnäppchen. Allerdings gehen wir davon aus, dass Intershop dann für einen Aufkäufer deutlich interessant werden würde. Daher bleiben wir auch bei unserer eher positiven Einschätzung für den Small Cap.
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