18.03.2020 Maschinenfabrik Berthold Hermle AG  DE0006052830

DGAP-Adhoc: Maschinenfabrik Berthold Hermle AG 2019 nochmals mit Umsatz- und Ergebnisplus - Konjunkturabschwung und Corona-Krise führen 2020 zu stark rückläufigem Geschäft - Vorübergehende Produktionsstilllegung und verminderte Ausschüttung geplant


 

DGAP-Ad-hoc: Maschinenfabrik Berthold Hermle AG / Schlagwort(e): Vorläufiges Ergebnis/Prognose
Maschinenfabrik Berthold Hermle AG 2019 nochmals mit Umsatz- und Ergebnisplus - Konjunkturabschwung und Corona-Krise führen 2020 zu stark rückläufigem Geschäft - Vorübergehende Produktionsstilllegung und verminderte Ausschüttung geplant

18.03.2020 / 14:44 CET/CEST
Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


Hermle 2019 nochmals mit Umsatz- und Ergebnisplus
Auftragseingang erwartungsgemäß unter Vorjahr
Konjunkturabschwung und Corona-Krise führen 2020 zu
stark rückläufigem Geschäft
Vorübergehende Produktionsstilllegung und
verminderte Ausschüttung geplant

Gosheim, 18. März 2020 - Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG konnte ihren Konzernumsatz 2019 nach vorläufigen Berechnungen nochmals leicht auf rund 463 Mio. Euro (Vj. 452,9 Mio. Euro) steigern. Dabei hat sich das Inlandsgeschäft gegenüber 2018 etwas besser und das Auslandsvolumen weitgehend stabil entwickelt. Die Basis für den guten Verlauf bildete der hohe Auftragsbestand aus dem Vorjahr. Beim Betriebsergebnis erzielte der schwäbische Werkzeugmaschinenhersteller laut dem noch ungeprüften Jahresabschluss konzernweit ebenfalls ein leichtes Plus auf circa 114 Mio. Euro (Vj. 111,7 Mio. Euro).

Der Auftragseingang des Hermle-Konzerns lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit rund 414 Mio. Euro erwartungsgemäß spürbar unter dem 2018er Vergleichswert (Vj. 475,9 Mio. Euro). Während sich die neuen Bestellungen aus dem Ausland 2019 leicht über dem Vorjahresniveau bewegten, gab es im Inland, wo Hermle 2018 kräftige Steigerungen erzielt hatte, ein deutliches Minus. Der Nachfragerückgang setzte zwar später und langsamer ein als prognostiziert, intensivierte sich im Jahresverlauf und insbesondere im vierten Quartal jedoch erheblich. Der Auftragsbestand belief sich am 31. Dezember 2019 konzernweit auf rund 99 Mio. Euro (Vj. 148,0 Mio. Euro).

Auf diese mehrfach angekündigte spürbare Abschwächung reagiert das Unternehmen bereits seit November mit einer Verringerung der Wochenarbeitszeit und produktionsfreien Tagen im Rahmen seines Konzepts des atmenden Unternehmens. Seit Anfang des laufenden Jahres ist das konjunkturelle Umfeld zudem durch die Coronavirus-Epidemie beeinträchtigt. Auf Basis der bereits Ende 2019 eingetrübten Rahmenbedingungen sowie der Anfang März eingetretenen Zuspitzung der Corona-Krise rechnet Hermle im Jahr 2020 mit deutlichen Belastungen für die Geschäftsentwicklung und einem Rückgang des Konzernumsatzes um bis zu etwa einem Drittel sowie einer hierzu überproportionalen Reduzierung des Betriebsergebnisses. Da sich Dauer und Ausmaß dieser Epidemie sowie die Maßnahmen der Politik zur Eindämmung der Krise und deren Erfolg schwer vorhersagen lassen, sind verlässliche Prognosen derzeit allerdings nicht möglich und auch eine schärfere Korrektur denkbar. Aus aktuellem Kenntnisstand dürften etwa ab Ende April bei großen Teilen der Belegschaft die positiven Gleitzeitkonten auf null abgebaut sein und sich danach Kurzarbeit anschließen. Unabhängig davon wird Hermle die Produktion aufgrund der Unsicherheit im Umfeld, insbesondere im Warenverkehr, ab dem kommenden Montag bis Ostern stilllegen. Den Kunden steht das Unternehmen für Serviceleistungen und Ersatzteilversorgung sowie im Vertrieb aber unverändert zur Verfügung.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Vorstand dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 1. Juli 2020 die Ausschüttung einer unveränderten Basisdividende von 0,80 Euro je Stamm- und 0,85 Euro je Vorzugsaktie sowie eines auf 9,20 Euro verminderten Bonus (Vj. 14,20 Euro) je Aktie vorzuschlagen. Ende April werden Vorstand und Aufsichtsrat die Situation erneut bewerten und den Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung festlegen, der abhängig von der weiteren Entwicklung der Corona Epidemie auch geringer als empfohlen ausfallen kann. Damit soll die solide Eigenkapitalbasis sowie die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens gestärkt werden.

Das ausführliche, geprüfte Zahlenwerk zum Geschäftsjahr 2019 veröffentlicht Hermle Ende April 2020.

Maschinenfabrik Berthold Hermle AG
Günther Beck
Vorstand

 


Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Mitteilung:

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren. Hermle-Werkzeugmaschinen kommen aufgrund ihrer hohen Qualität und Präzision in Hightech-Branchen wie dem Werkzeug- und Formenbau, der Medizintechnik, optischen Industrie, Energietechnik, Luftfahrt-, Automobil- und Motorsportindustrie sowie bei deren Zulieferern zum Einsatz. Hermle-Aktien werden im Regulierten Markt der Börsen Stuttgart und Frankfurt am Main gehandelt.

Medienkontakt: Redaktionsbüro tik GmbH, Gabriele Rechinger,
T 0911 95 97 870, E-Mail: info@tik-online.de

Bildmaterial: Maschinenfabrik Berthold Hermle AG, Udo Hipp,
T 07426 95 6238, E-Mail: udo.hipp@hermle.de

18.03.2020 CET/CEST Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
Medienarchiv unter http://www.dgap.de


Sprache: Deutsch
Unternehmen: Maschinenfabrik Berthold Hermle AG
Industriestraße 8-12
78559 Gosheim
Deutschland
Telefon: 07426-950
Fax: 07426-951012
E-Mail: info@hermle.de
Internet: www.hermle.de
ISIN: DE0006052830
WKN: 605283
Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (General Standard), Stuttgart; Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf
EQS News ID: 1000553

 
Ende der Mitteilung DGAP News-Service

1000553  18.03.2020 CET/CEST

fncls.ssp?fn=show_t_gif&application_id=1000553&application_name=news&site_id=boersengefluester_html


Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 305,89 348,83 356,63 393,95 402,01 452,92 463,10 450,00
EBITDA1,2 68,85 85,26 87,14 106,78 106,80 121,74 124,59 102,00
EBITDA-Marge3 22,51 24,44 24,43 27,10 26,57 26,88 26,90 22,67
EBIT1,4 62,26 79,03 59,18 99,80 98,99 111,73 114,20 0,00
EBIT-Marge5 20,35 22,66 16,59 25,33 24,62 24,67 24,66 0,00
Jahresüberschuss1 45,54 58,77 59,18 73,85 73,33 87,47 84,21 0,00
Netto-Marge6 14,89 16,85 16,59 18,75 18,24 19,31 18,18 0,00
Cashflow1,7 49,44 64,43 76,32 74,00 82,00 93,31 71,70 0,00
Ergebnis je Aktie8 9,17 11,79 11.88 14,81 14,70 17,53 16,88 12,00
Dividende8 8,05 10,85 10,85 12,85 15,05 15,05 5,05 4,05
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2019 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de

Wirtschaftsprüfer: Bansbach

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Hermle, Berthold VZ
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
605283 231,000 Kaufen 1.155,00
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
16,50 16,25 1,035 18,28
KBV KCV KUV EV/EBITDA
4,91 16,11 2,49 8,327
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
5,05 4,05 2,19 01.07.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
14.05.2020 31.08.2020 12.11.2020 30.04.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
6,27% -8,49% -18,66% -22,74%
    
Weitere Ad-hoc und Unternehmensrelevante Mitteilungen zu Maschinenfabrik Berthold Hermle AG  ISIN: DE0006052830 können Sie bei DGAP abrufen

Maschinen-/Anlagenbau , 605283 , MBH3 , XETR:MBH3