DataSelect: Formeln und Kennzahlen

Aktien richtig bewerten: Die wichtigsten Formeln und Kennzahlen einfach erklärt

Bei Begriffen wie Enterprise Value, KBV oder Cashflow kann so manchem Anleger schwindelig werden. Doch hinter den meisten fundamentalen Kennzahlen verbergen sich gar nicht mal so komplizierte Formeln. Klar ist: Mit dem richtigen Wissen ausgestattet, lassen sich nicht nur teure Anfängerfehler vermeiden. Der gekonnte Umgang mit Kennzahlen eröffnet auch den Zugang für die eigene Aktienanalyse. Boersengefluester.de stellt Ihnen nicht nur das notwendige Zahlenmaterial zur Verfügung, sondern erklärt Ihnen auch kurz und prägnant die wichtigsten Begriffe, Formeln und Kennzahlen.

WKN/ISIN: Am gebräuchlichsten für die eindeutige Identifizierung einer Aktie ist unter Privatanlegern die Wertpapier-Kennnummer (WKN). Benötigt wird die WKN bei der Orderaufgabe. Angesichts der Flut an Neuemissionen aus dem Zertifikate- und Hebelproduktebereich drohten die Kombinationsmöglichkeiten der sechsstelligen WKN vor einigen Jahren nicht mehr auszureichen. Daher wurde zur Jahrtausendwende die International Securities Identification Number (ISIN) verbindlich eingeführt. Wichtig zum Verständnis: Die ersten beiden Buchstaben der ISIN geben einen Hinweis auf die Herkunft der Aktie. Deutsche Werte beginnen im Normalfall mit dem Code „DE“, amerikanische Firmen starten mit „US“, Aktien aus Österreich legen mit „AT“ los, Schweizer Werte haben ein „CH“ am Anfang. Ob Sie bei der Orderaufgabe WKN oder ISIN verwenden, ist in der Regel Geschmackssache. Die meisten Institute akzeptieren beide Angaben in ihren Ordermasken.

Aktienkurs: Für nahezu alle Unternehmen werden hierzulande die Preise der jeweiligen Aktien in Euro angegeben. Soweit alles klar. Missverständnisse gibt es allerdings immer wieder bei der Interpretation der absoluten Höhe der Notiz. So werden Unternehmen mit optisch hohen Aktienkursen häufig als teuer empfunden, während Papiere mit Kursen von weniger als einem Euro als günstig angesehen werden. Psychologisch mag das nachvollziehbar sein, inhaltlich ist es Nonsens. Entscheidend für die Bewertung ist nicht die absolute Höhe des Aktienkurses, sondern der Gesamtwert des Unternehmens. Und der ergibt sich aus der Gesamtzahl der im Umlauf befindlichen Aktien multipliziert mit dem Aktienkurs.

Beispiel Apple: Der US-Konzern hat zurzeit insgesamt 939.629.000 Aktien ausgegeben. Im Herbst 2012, bei Kursen um 548 Euro, ergab sich daraus ein Börsenwert von rund 515 Mrd. Euro. Damit war Apple etwa so teuer, wie 60 Prozent des gesamten DAX. Wichtig: ist also nicht die absolute Höhe des Kurses einer Aktie, sondern welche Gesamtkapitalisierung sich daraus ergibt. 515 Mrd. Euro machen vermutlich nachdenklicher als 548 Euro.

Beispiel Solarworld: Mit 0,69 Euro (Stand Anfang Mai 2013) sieht die Aktie der Photovoltaikspezialisten auf den ersten Blick gar nicht mal so teuer aus. Die entscheidende Information zur Gesamtwert der Firma erhalten Sie aber auch erst wieder mit dem Blick aufs Ganze. Bei 111.720.000 im Umlauf befindlichen Solarworld-Aktien ergibt sich ein Börsenwert von 77 Mio. Euro. Für eine Firma mit derart großen Schwierigkeiten, ist das unter Umständen immer noch eine recht stattliche Bewertung. 

ST/VZ: In den Kursteilen der Zeitungen und  im Internet tauchen hinter manchen Aktienkursen die Zusätze ST oder VZ auf. Was steckt dahinter? Ganz einfach: ST steht für Stammaktie und VZ für Vorzugsaktie. Bei den meisten Unternehmen befinden sich ausschließlich Stammaktien – häufig auch „Stämme“ genannt – im Umlauf. Diese Variante sind also der Normalfall. Jede Stammaktie ist dabei mit einem Stimmrecht auf der Hauptversammlung versehen. Eine deutsche Besonderheit ist, dass manche Firmen zusätzlich Vorzugsaktien – entsprechend „Vorzüge“ – emittiert haben. Diese Gattung gewährt seinem Besitzer im Normalfall einen etwas höheren Dividendenanspruch. Doch der Vorteil ist teuer erkauft, denn Vorzüge besitzen kein Stimmrecht. Privatanleger mag das fehlende Stimmrecht nicht auf den ersten Blick nicht stören, denn nur die wenigsten üben ihr Stimmrecht aktiv auf dem Aktionärstreffen aus. Sollte das Unternehmen jedoch ins Visier von Übernahmejägern kommen, werden diese sich wohl kaum auf Vorzüge stürzen. Aus diesem Grund notieren die Stämme in der Regel auch höher als Vorzüge. In Deutschland darf das Verhältnis von Vorzügen zu Stämmen bei maximal 50:50 liegen. Es ist also nicht erlaubt, mehr Vorzugsaktien als stimmberechtigte Stämme im Umlauf zu haben.

Börsenwert: Gibt den gesamten Wert einen Unternehmens an der Börse an. Häufig verwendet werden auch die Begriffe Marktkapitalisierung oder das angelsächsische Marketcap. Im einfachsten Fall ergibt sich der Börsenwert aus der Multiplikation von Aktienkurs und Zahl der umlaufenden Aktien. In der Praxis sind aber mehrere Fälle relevant:

1.Es gibt nur Stämme: Börsenwert = Aktienkurs* Aktienzahl Gesamt

2. Es gibt Stämme (ST) und Vorzüge (VZ): Börsenwert = Kurs ST*Anzahl ST + Kurs VZ*Anzahl VZ

Etliche Unternehmen wie bspw. Volkswagen, BMW oder RWE haben sowohl Stämme als auch Vorzüge im Umlauf. In diesem Fall müssen die die Kapitalisierungen beider Gattungen addiert werden.

3.Es gibt ST und VZ, ST sind aber nicht notiert: Börsenwert = Kurs VZ * Aktienzahl Gesamt

Einen Sonderfall stellen Firmen wie Porsche oder Jungheinrich dar. Grundsätzlich verfügen Sie zwar über Stämme und Vorzüge, an der Börse gelistet sind jedoch ausschließlich die Vorzüge. Würde man sich hier nur auf den Wert der gelisteten Gattung konzentrieren, erscheinen diese Firmen im Vergleich zu Wettbewerbern viel zu günstig. Um zumindest näherungsweise sinnvolle Ergebnisse erhalten, rechnet boersengefluester.de folgendermaßen:

4.Es gibt ST und VZ, ST sind aber nicht notiert: Börsenwert = Kurs VZ * Aktienzahl Gesamt

Börsenwert Streubesitz: Indexbetreiber wie die Deutsche Börse AG, berücksichtigen bei Ihren Berechnungen für die Indexplätze nur den Teil der Aktien, die sich im Streubesitz befinden. Als Festbesitz gilt, wenn jemand mehr als fünf Prozent an einer Firma hält oder vertragliche Sperrfristen von über sechs Monaten an die Papiere gekoppelt sind. Wichtig: Anteile von Fondsgesellschaften zählen, sofern sie einen Anteil von 25 Prozent nicht überschreiten, zum Streubesitz. Boersengefluester.de bezieht sich bei den Angaben zum Streubesitz auf die Informationen der jeweiligen Unternehmen. Sie finden sich meist auf den jeweiligen Homepages im Bereich „Investor Relations“. Die Berechnung des Streubesitz-Börsenwerts geschieht analog zu der des „normalen“ Börsenwerts. Allerdings werden die Einzelteile mit dem jeweiligen Streubesitz gewichtet. Beispiel: Hat eine Firma einen kompletten Börsenwert von 1,0 Mrd. Euro und befinden sich genau 50 Prozent der Anteile im Streubesitz (Freefloat), beträgt der Streubesitz-Börsenwert 500 Mio. Euro. 

Enterprise Value (EV): Während die Marktkapitalisierung nur den Börsenwert aller ausstehenden Stamm- und Vorzugsaktien repräsentiert, berücksichtigt der Enterprise Value (EV) auch die Finanzierungsstruktur. Grundlegende Idee: Nahezu alle Unternehmen weisen in ihren Bilanzen sowohl Liquide Mittel als auch Bankschulden aus. Diesen Umstand muss ein Investor, der die Firma komplett erwerben wollte, berücksichtigen. Cashbestände kann er zu seinen Gunsten nutzen, während Kredite getilgt werden müssen. In der Literatur gibt es unzählige Berechnungsvarianten für den Enterprise Value. Boersengefluester.de verwendet folgende Basisformel: EV = Börsenwert – Liquide Mittel + Finanzschulden. 

Umsatz: Maßgeblich für die Aktienbewertung ist jeweils die Angabe aus der Gewinn- und  Verlustrechnung (GuV) des Konzernabschlusses. Bei Banken wurde früher häufig die Bilanzsumme als entsprechende Größe herangezogen. Mittlerweile gilt aber folgende Formel als praxistauglicher: Zinsergebnis plus Provisionsergebnis plus Handelsergebnis plus sonstiges Ergebnis. Bei Versicherungen dienen die „Gebuchten Bruttobeiträge“ als Hilfsgröße für den Umsatz.

EBIT (Earnings before interest and taxes): Der Gewinn vor Zinsen und Steuern wird häufig auch als operatives Ergebnis bezeichnet. Durch das Ausblenden von Zinsergebnis und Steuerbelastung werden Unternehmen mit verschiedenen Finanzierungsstrukturen und Steuerquoten vergleichbarer gemacht. Quelle für das EBIT ist der aktuelle Geschäftsbericht.

Jahresüberschuss: Gewinn nach Steuern. Letztlich entscheidend für Anleger ist, was das Unternehmen unterm Strich verdient. Beim Vergleich von Unternehmen sind allerdings unterschiedliche Steuerquoten zu berücksichtigen. So zahlen Unternehmen, die jahrelang Verluste aufgetürmt haben, beim Eintritt in die Gewinnzone normalerweise erst einmal weniger Steuern. Zudem gibt es im internationalen Vergleich unterschiedliche Steuersätze. Quelle für den Jahresüberschuss ist der aktuelle Geschäftsbericht.

Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie ergibt sich durch die Division des Jahresüberschusses durch die Gesamtzahl der umlaufenden Aktien. Bei Splits und größeren Kapitalmaßnahmen ist die Historie entsprechend angepasst. Das Ergebnis je Aktie dient zur Berechnung des KGV. Boersengefluester.de bietet – sofern vorhanden – eine Historie von 1997 bis 2018 an. Gleiches gilt für die Dividende je Aktie.

Dividende je Aktie: Der Teil des Ergebnisses, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Dividendenrendite: Eingängige und besonders bei Privatanlegern beliebte Kennzahl.

Die Dividendenrendite in Prozent ergibt sich durch die Division der Dividende durch den aktuellen Aktienkurs – multipliziert mit dem Faktor 100.

Beispiel:

Aktienkurs: 60,00 Euro

Dividende: 2,50 Euro

Dividendenrendite = * 100 =  = 4,17 %

Wichtig: Auf den im Jahr 2017 stattfindenden Hauptversammlungen wird über die Verwendung der im Jahr 2016 erzielten Gewinne entschieden. Maßgeblich für Anleger ist momentan daher die 2016er-Dividendenrendite. Diese bilden wir derzeit auch in den Profilseiten ab. Normalerweise reicht es, wenn die Aktie am Tag der Hauptversammlung (HV) in Ihrem Depot eingebucht ist. Bei deutschen Unternehmen wird neuerdings drei Tage nach dem Aktionärstreffen die Dividende ausgezahlt. Die Aktie wird dann „ex Dividende“ – also mit Dividendenabzug gehandelt. Ein verbreiteter Irrtum ist, dass man die Aktie ein gesamtes Jahr halten muss, um die volle Dividende zu kassieren. Das ist falsch: Theoretisch können Sie die Aktie am Tag der HV kaufen, drei Tage später die Dividende einstreichen und den Anteilschein  sofort wieder veräußern. Achtung: Der deutsche Fiskus zieht von der Dividende eines inländischen Unternehmens 25 Prozent Abgeltungsteuer und 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag ein. Ohne Berücksichtigung von Kirchensteuern ergibt sich dann ein Abschlagsatz von 26,375 Prozent. Von einer Bruttodividende von bspw. 2,50 Euro pro Aktie kommen dann beim Aktionär nur 1,84 Euro je Anteilschein an.

EBIT-Marge: Gewinn vor Zinsen und Steuern in Relation zum Umsatz. Interessant ist die operative Umsatzrendite vor allem bei Branchenvergleichen. Basis für die EBIT-Angabe ist der aktuelle Geschäftsbericht.

Netto-Marge: Jahresüberschuss in Relation zu den Umsatzerlösen. Wichtig ist die Netto-Rendite insbesondere bei Branchenvergleichen. Basis ist der aktuelle Geschäftsbericht.

Liquide Mittel: Hierzu zählen Kassenbestände und Wertpapiere. Zu finden auf der Aktivseite der Bilanz.

Finanzverbindlichkeiten: Zinstragende Schulden wie zum Beispiel Bankkredite, ausstehende Anleihen oder Leasingverbindlichkeiten. Zusätzlich fassen wir noch Pensionsrückstellungen zu den Finnazschulden. Auf der Passivseite der Bilanz angesiedelt.

Nettocash: Liquide Mittel abzüglich Finanzverbindlichkeiten.

Netto-Cashquote: Auf die einzelne Aktie entfallene Nettofinanzposition in Relation zum Aktienkurs. Eine hohe Cashquote kann Indiz für mögliche Sonderausschüttungen sein oder potenzielle Übernehmer anlocken.

Verschuldungsgrad: Gibt das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital an. Mit steigendem Verschuldungsgrad wächst das Risiko für Gläubiger. Boersengefluster.de verwendet folgende Formel:

Verschuldungsgrad = (Fremdkapital/Eigenkapital)*100

Das Eigenkapital haben wir dabei vorab um die Anteile Dritter sowie die im Einzelfall noch zu zahlende Dividendensumme korrigiert.

Eigenkapitalquote: Eine hohe Eigenkapitalquote macht das Unternehmen unabhängiger von Finanzierungen über Banken. Berechnung: Eigenkapital/Bilanzsumme. Quelle ist der aktuelle Geschäftsbericht. Das Eigenkapital ist eine Restgröße, die sich auf der einen Seite durch die jährliche Addition der einbehaltenen Jahresüberschusse zum Eigenkapital des Vorjahres ergibt.

Das Eigenkapital ist die wesentliche Einflussgröße für die Ermittlung des Buchwerts.

Eigenkapitalrendite: Jahresüberschuss in Relation zum ausgewiesenen Eigenkapital. Quell ist der aktuelle Geschäftsbericht. Die Eigenkapitalrendite gibt die Verzinsung des Aktionärskapitals an. Sie ist in der Regel spürbar höher als etwa die Umsatzrendite.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): Wohl kaum eine Kennzahl für die Aktienbewertung ist derart populär wie das KGV. Vermutlich liegt das an der simplen Berechnungsmethode.

KGV = Aktienkurs/Ergebnis je Aktie

Aussage: Mit dem wievielfachen eines Jahresgewinns ist ein Unternehmen bewertet?

Interpretation: Je niedriger, desto besser.

In der Praxis tauchen aber selbst bei dieser einfachen Kennzahl viele Fragen auf. Und auch Privatanleger sind gut beraten, sich nicht einseitig auf das KGV zu verlassen. Dreh- und Angelpunkt ist der Nenner, also das Ergebnis je Aktie. In der Regel verwenden Börsianer hier Schätzungen, zurzeit basiert das KGV auf Ertragsprognosen für das Jahr 2018. Naturgemäß sind Schätzungen mit Unsicherheit behaftet, so dass zu optimistische Angaben zu einem zu niedrigen KGV führen. Umgekehrt gehen zu konservative Prognosen mit einem zu hohen KGV einher. Boersengefluester.de schätzt sämtliche Angaben für Ergebnis je Aktie und Dividende selbst. Aus diesem Grund können sich im Einzelfall deutliche Abweichungen zu den Konsensschätzungen der Analysten ergeben.

Das KGV ist eine statische Kennzahl. Das heißt: Ob eine Firma kräftig wächst oder stagniert, findet im KGV keinen Ausdruck. Um diesen Missstand zu beheben, setzen Analysten das KGV mitunter in Relation zum durchschnittlichen Gewinnwachstum. Die sich hieraus ergebende Kennzahl heißt PEG (Price-Earning to Growth-Ratio). Aber auch beim PEG bleiben viele Fragen offen, etwa die Wahl des richtigen Vergleichszeitraums. Ein weiteres Problem des KGV ist, dass es nur bei Firmen angewendet werden kann, die schwarze Zahlen schreiben. Negative KGVs ergeben keinen Sinn.

Enterprise Value/EBIT: Dieser Multiplikator entspricht in der Aussage dem KGV, ist allerdings um die Verschuldung bereinigt und eine Vorsteuergröße. Liegt ein mittleres KGV bei rund 15, so beträgt die entsprechende EV/EBIT-Größenordnung etwa 10. Ebenso wird bei gleich­zeitiger Betrachtung von KGV und EV/EBIT klarer, warum Unternehmen mit einer sehr hohen Cashposition ein überdurchschnittliches KGV aufweisen können, denn der EV/EBIT-Multiplikator dieser Firmen wird im Normalfall sehr lukrativ sein.

Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV): Deutlich träger als die Gewinne verändern sich im Normalfall die Erlöse eines Unternehmens. Zudem gibt es bei der Bemessung des Umsatzes viel weniger Bewertungsspielraum als beim Gewinn. Daher ist die Relation von Börsenwert zum Umsatz unter Investoren eine beliebte Kennzahl. Weiterer Vorteil: Die Firmen müssen nicht zwangsläufig profitabel sein. Auch auf Gesellschaften die Verluste schreiben, lässt sich das KUV anwenden.

Aussage: Mit dem wievielfachen eines Jahresumsatzes ist ein Unternehmen bewertet?

Interpretation: Je niedriger, desto besser.

Unbeachtet bleibt beim KUV, wie rentabel ein Unternehmen agiert. Firmen mit einer hohen Umsatzrendite haben ein höheres KUV verdient. Boersengefluster.de verwendet bei der Ermittlung des KUV den Erlös des vergangenen Geschäftsjahres – zurzeit also für das Jahr 2016.

Enterprise Value/Umsatz

Entsprechend dem KUV lässt sich auch der Enterprise Value auf die zuletzt erzielten Umsatzerlöse beziehen. An der Interpretation ändert sich nichts. Je niedriger das Verhältnis, desto günstiger. Insbesondere bei der Erstellung von Branchenvergleichen liefert diese Kennzahl wichtige Informationen.

Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV): Vor allem Value-orientierte Anleger ziehen stets das Verhältnis von aktuellem Aktienkurs zur Höhe des Eigenkapitals in ihre Berechnungen ein. Werte kleiner als 1,0 gelten gemeinhin als günstig. Doch Vorsicht: Auch bei dieser Kennzahl sind viele Punkte zu beachten. Unabdingbar ist vor allem ein Blick auf die operative Geschäftslage. Wird das Eigenkapital womöglich durch hohe Verluste aufgezehrt? Dann droht der Tritt in eine Buchwertfalle. Für die Ermittlung des Buchwerts verwendet boersengefluester.de folgende Formel:

Buchwert = Eigenkapital – Anteile Dritter – Dividendensumme

Quelle ist in der Regel der jeweils aktuelle Geschäftsbericht.

Das KBV ergibt sich aus folgender Formel: KBV = Aktienkurs/Buchwert je Aktie

Aussage: Mit dem wievielfachen des Buchwert ist das Unternehmen bewertet?

Interpretation: Je niedriger, desto attraktiver.

Cashflow: Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit. Während die Gewinn- und Verlust­rechnung (GuV) Erträge und Auf­wendungen saldiert, werden die Liquiditäts­ströme, also Einnahmen und Ausgaben, in der Kapitalflussrechnung erfasst. Auf diese Weise stellt sie die Verbindung zwischen GuV und Bilanz dar. Letztlich sollten sich alle Erträge auf absehbare Zeit in Erlösen niederschlagen. Die Analyse der Kapitalflussrechnung dient häufig auch der Aufdeckung unge­wöhnlicher Vorgänge. Wesentliche Einflussgrößen auf den operativen Cashflow sind der Jahresüberschuss, Abschreibungen und die Veränderung von Rückstellungen. Quelle bei boersengefluster.de ist der aktuelle Geschäftsbericht.

Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV):

KCV = Aktienkurs/Cashflow je Aktie

Aussage: Mit dem wievielfachen eines Cashflow ist ein Unternehmen bewertet?

Interpretation: Je niedriger, desto besser.

Mitarbeiter: Zahl der Angestellten eines Unternehmens zum Jahresende.

Umsatz pro Mitarbeiter: Umsatzerlöse in Relation zur Mitarbeiterzahl. Interessante Kennzahl für Branchenvergleiche.

EBIT pro Mitarbeiter: EBIT in Relation zur Mitarbeiterzahl. Interessante Kennzahl für Branchenvergleiche.

Jahresüberschuss pro Mitarbeiter: Nettogewinn in Relation zur Mitarbeiterzahl. Interessante Kennzahl für Branchenvergleiche

Branchenschlüssel: Um Branchenanalysen zu vereinfachen, teilt boersengefluester.de die insgesamt rund 550 Unternehmen in verschiedene Sektoren ein und schlüsselt sie eindeutig zu.

 Branche  Schlüssel
 Beteiligungen

100

 Agrar

300

 Airlines/Luftfahrttechnik

505

 Automatisierung

520

 Automobile

500

 Automobilzulieferer

510

 Banken

110

 Bauhauptgewerbe

410

 Bauzulieferer

411

 Biokraftstoffe

302

 Biospritanlagen

602

 Biotechnologie

210

 Chemie

220

 Computer/Hardware

660

 E-Commerce

454

 Elektrotechnik

615

 Finanzdienstleistungen

120

 Gesundheit

200

 Glücksspiel/Fußball

456

 Halbleiter

671

 Handel

453

 Immobilien (Gewerbe)

421

 Immobilien (Wohn)

420

 Inspektionssysteme

530

 Internet-Services

675

 IT-Infrastruktur

665

 IT-Services

670

 Konsumgüter

450

 Kraftwerke

401

 Kunst

452

 Laser

540

 Logistik/Verkehr

506

 Maschinen-/Anlagenbau

600

 Medien (Dienstleistungen)

815

 Medien (Film, Musik)

800

 Medien (Verlag/TV)

810

 Medtech

221

 Mode/Textil

451

 Nahrungsmittel/Getränke

310

 Nanotech

211

 Oberflächen/Verpackung

412

 Pflegeeinrichtungen

222

 Rohstoffausrüster

322

 Rohstoffe

320

 Software

680

 Solar/Wind

402

 Solar-/Windparks

404

 Spezialmaschinenbau

610

 Stahl/Kupfer

321

 Stromversorger

400

 Telekom

700

 Telekomausrüster

710

 Telekomdienstleistungen

720

 Touristik

455

 Umwelt/Recycling

301

 Kunststoffe

315

 Versicherungen

112

FinTech:                             122

 

 

 

 

2 comments

Beim erstmaligen Aufsuchen und lesen von Boersengefluester, war ich sehr Überrascht
von dem Umfang an Informationen zu den verschiedenen Aktien. Ich hatte viele Arten von
Boerseninfos gelesen und muß sagen, bis jetzt, nur hervorragende Aufmachung und vor
allem sehr detaillierte Beschreibung der Einzelwerte. Sehr gut.

Sehr geehrter Herr Weisser,

vielen Dank für Ihr tolles Lob! Freut mich sehr, wenn Ihnen boersengefluester.de gefällt.

Freundliche Grüße, Gereon Kruse

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