CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,21%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,31%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 8,50%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 7,76%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,53%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 7,45%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 6,62%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 6,06%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 5,82%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 5,79%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 5,61%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 4,67%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 4,45%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 3,69%
TEG
TAG Immobilien
Anteil der Short-Position: 3,28%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 2,66%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,38%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 2,20%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,50%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 1,22%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 0,70%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 0,69%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 0,41%

Williams Grand Prix Holdings: Delisting Royal

Knapp zehn Jahre nach dem Börsengang – damals im Frankfurter Entry Standard – bereitet sich die Williams Grand Prix Holdings auf ihren Rückzug vom Parkett vor. Die meisten Investoren werden diese Entwicklung wohl gar nicht mitbekommen haben, denn im Grunde ist die Williams-Aktie über ihre gesamte Laufzeit nur selten nachhaltig in Schwung gekommen. Die Investor Relations-Aktivitäten des vor allem für ihr Formel 1-Engagement bekannten Unternehmens beschränkten sich ohnehin auf ein Minimum. Und so war die Williams-Aktie wohl der größte Exot innerhalb des Börsensegments Scale, in dem der Titel in den vergangenen Jahren gelistet war. Dabei bewegten sich die Briten mit einem Börsenwert von 105 Mio. Euro durchaus im Mittelfeld des Scale.

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Dass es Veränderungen geben könnte, deutete sich bereits im Mai 2020 an: Damals wurde ein strategischer Prozess auf die Schiene, der alle Optionen – von der Kapitalbeschaffung bis zum kompletten Verkauf des Unternehmens – ausloten sollte. Ende August dann das Ergebnis: Die operativ tätige Tochter Williams Grand Prix Engineering Limited (WGPE) – sie umfasst insbesondere das Formel 1-Geschäft – soll zu einer Bewertung von Netto-schuldenfrei 152 Mio. Euro an einen Fond der Investmentgesellschaft Dorint Capital Management verkauft werden. Der große Frank Williams, der 52 Prozent an William hält, stimmte dem Deal höchstpersönlich zu. Die neuen Eigentümer zögerten freilich nicht lange und besetzten in Windeseile den Vorstand neu – womit auch Frank Williams per Anfang September 2020 aus dem Rennen war. Viel ist freilich nicht bekannt über die Hintergründe und Absichten von Dorint mit Hauptsitz in den USA. Vorsitzender seit seiner Gründung im Jahr 2009 ist Matthew Savage – ein ehemaliger Investmentbanker bei Rotschild.

 

Williams Grand Prix Holdings  Kurs: 10,800 €

 

Deutlich aufregender – zumindest aus Society-Sicht – ist vermutlich schon, dass Dorint nun den ehemaligen britischer Rennprofi und Hedgefonds-Manager James Matthews mit in den Vorstand von Williams gehievt hat. Der Geschäftsführer der in London ansässigen Beratungsfirma Eden Rock Group ist auch deshalb bekannt, weil er 2017 Pippa Middleton, die jüngere Schwester von Herzogin Kate, die mit Prinz William von England verheiratet ist, zur Frau nahm. Wie geht es nun weiter, wo das wichtigsten Asset der Williams Grand Prix Holdings plc, die WGPE, aus dem Unternehmen herausgelöst wurde? Auf einer Hauptversammlung am 27. Oktober 2020 soll die Liquidation der Gesellschaft beschlossen werden. Bei der Deutschen Börse AG wird ein Antrag auf Delisting gestellt, der spätestens zum 30. Dezember 2020 wirksam werden soll. Bereits ab dem 23. November wiederum sollen die noch vorhandenen Überschüsse an die Aktionäre ausgekehrt werden.

Zumindest für boersengefluester.de ist kaum abschätzbar, um was für Beträge es da geht. Der zackige Kursrutsch unter die Marke von 10 Euro aufgrund der neuesten Nachrichten lässt jedoch nicht Gutes erahnen. Zudem gibt es im Freiverkehrssegment Scale de facto keine Ansprüche auf Delisting-Abfindungen. Und wie die Gemengelage dann auch noch in Kombination mit der Rechtsform einer britischen „plc“ aussieht, übersteigt nochmals unser Know-how. Sollte es Privatanleger geben, die den Titel noch im Depot haben, wäre es vermutlich sinnvoll, wenn diese sich mit ernsthaften Verkaufsgedanken beschäftigen. Weitere Hintergrundinfos zur Aktie von Williams finden Anleger auch in der jüngsten Analyse von Edison Investment Research.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Williams Grand Prix Holdings
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A1H6VM 10,800 Verkaufen 108,00
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
15,43 19,35 0,797 161,19
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,32 - 0,58 5,816
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 27.10.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
11.09.2020 29.05.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-7,18% -12,46% -19,40% -14,96%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 156,20 115,22 170,42 195,43 187,20 195,72 187,62 0,00
EBITDA1,2 24,63 -29,21 -6,89 12,74 14,67 14,33 26,74 0,00
EBITDA-Marge3 15,77 -25,35 -4,04 6,52 7,84 7,32 14,25 0,00
EBIT1,4 20,76 -51,04 -13,65 7,99 8,52 7,99 23,46 0,00
EBIT-Marge5 13,29 -44,30 -8,01 4,09 4,55 4,08 12,50 0,00
Jahresüberschuss1 14,06 -44,06 -15,21 6,89 15,83 3,79 22,50 0,00
Netto-Marge6 9,00 -38,24 -8,93 3,53 8,46 1,94 11,99 0,00
Cashflow1,7 18,09 -42,33 6,49 -2,80 18,14 8,30 -16,39 0,00
Ergebnis je Aktie8 1,48 -5,00 -1,57 0,69 1,59 0,38 2,26 0,45
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: KPMG

 

Foto: Williams


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.