SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 12,86%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 9,25%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 8,18%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 7,93%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,84%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 7,61%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 6,84%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 6,36%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,23%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 3,88%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,47%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 3,31%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 3,08%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 2,58%
SIX2
Sixt
Anteil der Short-Position: 1,58%
KGX
KION GR.
Anteil der Short-Position: 1,23%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 1,22%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,17%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 1,11%
ADV
ADVA Optical Netw.
Anteil der Short-Position: 1,02%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 0,77%
B5A
Bauer
Anteil der Short-Position: 0,61%
B4B
METRO ST
Anteil der Short-Position: 0,58%

wallstreet:online: Das Interesse ist zurück

Was für eine krasse Entwicklung: Vor knapp einem Jahr meldete der Portalbetreiber wallstreet:online (w:o) noch, dass sich die japanische Minkabu-Gruppe – hierzulande bekannt durch ihr Engagement bei der Finanzwebseite sharewise – das Aktienpaket von w:o-Chef André Kolbinger gesichert habe. In trockenen Tüchern war der Deal zwar noch nicht. Da es aber um immerhin 72,6 Prozent der Aktien ging, schien das Börsenlisting der Berliner auf ein Endspiel zuzusteuern. Doch die Geschichte nahm einen anderen Lauf: Minkabu bekam die Finanzierung – geplant war eine Notizaufnahme in Kanada – nicht gestemmt und fokussiert sich seitdem wieder auf den Heimatmarkt. Für die im Open Market (Freiverkehr) der Frankfurter Börse gehandelte Aktie von w:o war der geplatzte Zusammenschluss zum Glück kein Debakel, sondern vielmehr ein Weckruf. Immerhin konnte das Unternehmen nun wieder die Investor-Relations-Arbeit forcieren. Am Wirkungsvollsten tut man das normalerweise mit guten Zahlen – und die können sich in der Tat sehen lassen: Nachdem der Nettogewinn im Auftaktviertel 2017 mit 282.000 Euro bereits den gesamten Vorjahreswert toppte, hat Firmengründer Kolbinger die Vorschau für das Gesamtjahr kürzlich spürbar zuversichtlicher formuliert.

Demnach ist nun mit Erlösen von knapp 3,80 Mio. Euro sowie einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von annähernd 1,05 Mio. Euro zu rechnen. „Insbesondere Small Caps aus dem Rohstoffsektor nutzen verstärkt unsere Werbeflächen“, sagt Kolbinger im Gespräch mit boersengefluester.de. Dafür entfalten die Budgets der großen Anzeigenkunden aus dem Finanzsektor allerdings noch immer keine sonderliche Dynamik. Und auch die Investitionen in eigene redaktionelle Inhalte haben sich nur verhalten ausgezahlt, wie Kolbinger einräumt. Künftig will sich das Portal daher wieder stärker als Aggregator für Markteinschätzungen bekannter Börsenprofis positionieren. Zudem wird Kolbinger ins Marketing investieren, um die Reichweite der Seite zu erhöhen. Schließlich gilt es, den Abstand zum Marktführer finanzen.net zu verringern. Großspurige Kampagnen wird es jedoch nicht geben: „Wir werden die Kosten schlank halten“, verspricht Kolbinger.

 

wallstreet:online  Kurs: 55,200 €

 

Zudem bekräftigt der Finanzprofi frühere Aussagen, wonach ein Delisting der w:o-Aktie nicht zur Debatte steht. Auch hat Kolbinger nach dem geplatzten Minkabu-Deal keinen akuten Plan B in Sachen Exit-Strategie. Momentan wäre der Zeitpunkt für einen Verkauf – so der Interessent nicht einen verlockenden strategischen Preis zahlen würde – vermutlich auch eher ungünstig. Nach dem rasanten Kursanstieg auf mehr als 4 Euro sieht der Chart zwar ein wenig heiß gelaufen aus. Die aktuelle Marktkapitalisierung von 10,6 Mio. Euro entspricht andererseits aber nur dem Zehnfachen des für 2017 zu erwartenden EBIT. Dabei agiert wallstreet:online frei von Bankschulden und hatte zuletzt rund 1 Mio. Euro auf der hohen Kante. Dennoch eignet sich die w:o-Aktie nur für sehr risikobereite Anleger, schon allein wegen der Kombination aus extrem niedrigem Börsenwert plus einem Streubesitzanteil von nur 27,5 Prozent – quasi ein Micro Cap im Quadrat. Den Geschäftsbericht für 2016 wird das Unternehmen voraussichtlich im Juni veröffentlichen. Zurzeit ist der Titel für uns eine gute Halten-Position.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
wallstreet:online
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A2GS60 55,200 Halten 99,24
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
19,71 26,07 0,711 83,26
KBV KCV KUV EV/EBITDA
4,78 30,05 8,07 25,959
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 20.08.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
27.08.2019 20.05.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
14,88% 20,66% 8,24% 17,45%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 2,25 2,31 2,52 2,83 5,19 7,78 12,30 24,50
EBITDA1,2 0,27 0,22 0,40 0,41 2,03 3,71 6,70 3,40
EBITDA-Marge3 12,00 9,52 15,87 14,49 39,11 47,69 54,47 13,88
EBIT1,4 0,07 -0,07 0,08 0,18 1,89 3,64 5,60 3,25
EBIT-Marge5 3,11 -3,03 3,17 6,36 36,42 46,79 45,53 13,27
Jahresüberschuss1 0,08 -0,07 0,08 0,18 1,78 3,23 4,55 4,90
Netto-Marge6 3,56 -3,03 3,17 6,36 34,30 41,52 36,99 20,00
Cashflow1,7 0,29 0,00 0,40 0,41 1,92 3,30 4,90 4,50
Ergebnis je Aktie8 0,15 0,00 0.08 0,18 1,15 1,94 2,30 1,80
Dividende8 0,00 0,00 0,00 1,50 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Ernst & Young

 



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.