LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 12,42%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 10,73%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 8,01%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 6,81%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 6,64%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,45%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 5,27%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 5,14%
SKB
Koenig & Bauer
Anteil der Short-Position: 4,78%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 4,57%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 4,03%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 3,86%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 3,56%
CEC
Metro
Anteil der Short-Position: 3,27%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 3,23%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 3,16%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 2,90%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 1,57%
OSR
OSRAM LICHT
Anteil der Short-Position: 1,39%
FTK
FLATEX
Anteil der Short-Position: 1,11%
WAC
Wacker Neuson
Anteil der Short-Position: 0,91%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 0,69%
RHM
Rheinmetall
Anteil der Short-Position: 0,53%

Vita 34: Clevere Übernahme von Vivocell

Auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt hatte uns Vita34-Vorstandschef André Gerth im Hintergrundgespräch noch seine Wachstumsstrategie erläutert. Angesichts der momentan etwas schleppend verlaufenden Genehmigungsverfahren für die Entnahmeerlaubnis von Nabelschnurgewebe in verschiedenen deutschen Bundesländern, bezeichnete Gerth insbesondere die internationale Expansion als wichtigen Baustein. Nun meldet er bereits Vollzug: Für rund 650.000 Euro übernimmt Vita34 sämtliche Assets der Vivocell Biosolutions aus Graz. Der österreichische Marktführer musste erst Anfang Oktober Insolvenz anmelden, weil die Finanzierung durch die Eigentümer „aus privaten Gründen” nicht mehr möglich war.

Wichtig aus Börsensicht: Verglichen mit der Ende 2013 festgezurrten Beteiligung an der Hamburger Stellacure, handelt es sich bei Vivocell um einen deutlich größeren Sprung. Immerhin geht es um rund 13.000 Nabelschnurblut-Einlagerungen. Zur Einordnung: Vita34 hat derzeit etwa 110.000 Einlagerungen im Bestand. Den Umsatzeffekt für 2015 taxieren die Leipziger auf etwa sieben Prozent. Basis sind hier die für 2013 von Vita ausgewiesenen 13,55 Mio. Euro Konzernumsatz. Demnach dürfte Vivocell im kommenden Jahr eine knappe Million Euro zum Umsatz besteuern. Zu den Auswirkungen auf das Ergebnis machte Vita34 noch keine Andeutungen, ebenso wenig zur Finanzierung. Dem Vernehmen nach soll der per Anfang 2015 wirksame Deal jedoch auf jeden Fall ohne begleitende Kapitalerhöhung über die Bühne gehen. Schließlich weist die im Prime Standard gelistete Gesellschaft im jüngsten Zwischenbericht Zahlungsmittel von knapp 4,5 Mio. Euro aus – bei vergleichsweise niedrigen Finanzverbindlichkeiten.

 

Vita 34  Kurs: 12,750 €

 

Neben dem direkten Zugewinn an Marktanteilen, hat die Übernahme von Vivocell aber auch regulatorische Pluspunkte: So sind die Grazer seit April 2014 Partner des amerikanischen National Marrow Donor Program (NMDP), der weltweit größten Stammzellendatenbank. Das bei Vivocell für die Allgemeinheit gespendete Nabelschnurblut ist demnach Teil des Registers. Zudem ist Vivocell über die sogenannte ASHI-Akkreditierung befugt, weltweit Analysen für Transplantationszentren durchzuführen. Unterm Strich könnte die Übernahme also wichtige Türöffnerfunktionen erfüllen. Boersengefluester.de wertet die angekündigte Übernahme sehr positiv und empfiehlt die Aktie von Vita34 weiter zum Kauf. Die Marktkapitalisierung beträgt zurzeit 13,5 Mio. Euro. Mit Sicht auf sechs bis zwölf Monate halten wir Kurse von bis zu 5,50 Euro für angemessen. Das entspräche einem Potenzial von annähernd einem Viertel.

Größte Risiken sind das allgemein schwierige Marktumfeld. Ohne Grund wird Vivocell nicht in die Bredouille geraten sein. Bilanziell ist bei Vita34 der vergleichsweise hohe Firmenwert von fast 14 Mio. Euro, bei einer Bilanzsumme von 36,6 Mio. Euro, ein Dauerthema unter den Börsianern. Der hohe Goodwill ist wohl auch die Ursache dafür, dass der Small Cap mit einem deutlichen Abschlag zum Buchwert gehandelt wird. Sollte es hier tatsächlich einmal zu Abschreibungsbedarf kommen, würde das Eigenkapital entsprechend schmelzen. Derzeit sollten Anleger jedoch eher die Chancen aus der Vivocell-Übernahme in die Waagschale werfen.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Vita 34
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0BL84 12,750 Kaufen 52,86
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
20,90 19,33 1,090 49,79
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,80 11,50 2,59 11,095
Dividende '18 in € Dividende '19e in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
0,16 0,18 1,25 04.06.2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
09.05.2019 29.08.2019 21.11.2019 28.03.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
5,34% -1,82% 16,97% 6,25%
    

 

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e
Umsatzerlöse1 13,60 13,55 13,79 14,17 16,29 19,19 20,41 22,60
EBITDA1,2 0,41 2,66 2,78 3,90 2,29 1,85 4,72 5,40
EBITDA-Marge3 3,01 19,63 20,16 27,52 14,06 9,64 23,13 23,89
EBIT1,4 -0,74 1,47 1,69 1,61 0,78 0,14 2,63 3,15
EBIT-Marge5 -5,44 10,85 12,26 11,36 4,79 0,73 12,89 13,94
Jahresüberschuss1 -0,61 0,79 0,99 1,70 0,62 -0,33 0,83 1,60
Netto-Marge6 -4,49 5,83 7,18 12,00 3,81 -1,72 4,07 7,08
Cashflow1,7 2,04 1,78 1,06 2,59 2,29 1,53 4,60 3,10
Ergebnis je Aktie8 -0,20 0,28 0,36 0.67 0,14 -0,09 0,20 0,39
Dividende8 0,00 0,00 0,15 0,16 0,16 0,16 0,16 0,18
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2018 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de

Wirtschaftsprüfer: PKF Deutschland

 

Foto: Vivocell

 



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.