SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 11,31%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 9,26%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 8,55%
RIB
RIB SOFTWARE
Anteil der Short-Position: 7,32%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 7,06%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 6,77%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,51%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 6,36%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 4,77%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 4,29%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,47%
WAF
SILTRONIC
Anteil der Short-Position: 3,13%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 3,03%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 1,89%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,70%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 1,65%
ADL
ADLER REAL ESTATE
Anteil der Short-Position: 1,42%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 1,26%
B4B
METRO ST
Anteil der Short-Position: 1,10%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 1,08%
MRK
Merck
Anteil der Short-Position: 1,00%
DAI
Daimler
Anteil der Short-Position: 0,57%
CON
Continental
Anteil der Short-Position: 0,50%

Vita 34: Keine Angst

Als Aktie mit zwei Gesichtern präsentiert sich im laufenden Jahr Vita 34. Nachdem der Anteilschein des Spezialisten für die Einlagerung von Nabelschnurblut von Januar bis Ende Mai von 11 auf 14 Euro an Wert gewonnen hatte, ist die Notiz mittlerweile wieder bis auf knapp 12 Euro zurückgefallen. Das ist insofern überraschend, weil die Leipziger starke operative Margen zeigen und einiges an Erweiterungsprojekten in petto haben. Jedenfalls waren boersengefluester.de durchaus angetan davon, was Vita 34-Finanzvorstand Falk Neukirch auf der von BankM gesponserten Herbstkonferenz in Frankfurt alles zu berichten hatte: Insbesondere geht es um die Ausweitung der Einlagerung auf Stammzellen aus körpereigenem Fettgewebe sowie die Konservierung von peripherem Blut zur Nutzung von Immunzelltherapien. Der medizinische Fortschritt zeigt schließlich, dass es immer mehr potenzielle Anwendungen für solche Behandlungsformen gibt – insbesondere in den Bereichen Blutkrebs und Gehirnschäden. Aber auch für kosmetische Eingriffe wird körpereigenes Zellgewebe immer wichtiger.

Keine Frage: Eine derartige Verbreiterung des Geschäftsmodells lässt sich ohne zusätzliche Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen kaum bewerkstelligen. Aber andererseits gilt: Wenn nicht jetzt, wann dann? Immerhin haben die Leipziger die Übernahme der Geschäfte des früheren Wettbewerbers Seracell erfolgreich abgeschlossen und zeigen gegenwärtig beeindruckende Margen. So liegt das Verhältnis von Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zum Umsatz im ersten Halbjahr 2019 bei stattlichen 28,6 Prozent. Die leicht rückläufigen Erlöse von 9,77 Mio. Euro hängen dabei mit einem Wechsel des Vertriebspartners im internationalen Geschäft zusammen. Für das Gesamtjahr peilt die Gesellschaft Erlöse zwischen 21,0 und 23,0 Mio. Euro sowie ein EBITDA in einer Spanne von 5,0 bis 5,6 Mio. Euro an. Das scheint aus heutiger Sicht gut erreichbar.

 

Vita 34  Kurs: 13,800 €

 

Und Befürchtungen einzelner Investoren, dass Vita 34 sich möglicherweise in zeitraubenden und teuren Entwicklungen übernehmen könnte, hält CFO Neukirch klar entgegen: „Keine Angst. Wir werden keine klinischen Therapien entwickeln. Dafür sind wir viel zu klein.“ Vielmehr geht es darum, aus Vita 34 eine der größten Zellbanken Europas zu formen. Mit einer der wichtigsten Hebel ist, dass die unmittelbare Zielgruppe künftig nicht mehr nur aus werdenden Eltern besteht, sondern Vita Menschen jeglichen Alters adressiert. Zwar ist es verständlich, dass der Kapitalmarkt diesen Veränderungsprozess nicht im Laufschritt begleitet. Andererseits hat sich die Gesellschaft in den vergangenen zwei Jahren spürbar nach vorn entwickelt, so dass ein Aktienkurs, der sich etwa auf dem Niveau von vor 24 Monaten befindet, nicht wirklich angemessen ist.

Dementsprechend knackig ist auch das Kursziel der Montega-Analysten von 17,50 Euro, was einem Potenzial von knapp 50 Prozent entspricht. Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt 48,5 Mio. Euro. Für eine Reihe von institutionellen Investoren ist der Titel damit wohl ein Stück zu klein. Andererseits befinden sich immerhin 72 Prozent der Aktien im Streubesitz und lassen so einen einigermaßen liquiden Handel zu. Die beiden größten Aktionäre sind die dem Shop Apotheke Europe-Gründer Michael Köhler zurechenbare MKBV (11,64 Prozent) sowie eine Gruppe um den ehemaligen Vita-Vorstand André Gerth. Insgesamt durchaus ein knisterndes Aktionariat, was kursmäßig aber nicht unbedingt von Nachteil sein muss.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Vita 34
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0BL84 13,800 Kaufen 57,21
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
17,25 18,47 0,897 53,94
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,94 12,44 2,80 11,629
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,17 0,17 1,23 01.07.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
14.05.2020 27.08.2020 21.11.2019 26.03.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
7,38% 7,70% 8,24% 3,37%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e 2020e
Umsatzerlöse1 13,55 13,79 14,17 16,29 19,19 20,41 22,60 0,00
EBITDA1,2 2,66 2,78 3,90 2,29 1,85 4,72 5,40 0,00
EBITDA-Marge3 19,63 20,16 27,52 14,06 9,64 23,13 23,89 0,00
EBIT1,4 1,47 1,69 1,61 0,78 0,14 2,63 3,15 0,00
EBIT-Marge5 10,85 12,26 11,36 4,79 0,73 12,89 13,94 0,00
Jahresüberschuss1 0,79 0,99 1,70 0,62 -0,33 0,83 1,60 0,00
Netto-Marge6 5,83 7,18 12,00 3,81 -1,72 4,07 7,08 0,00
Cashflow1,7 1,78 1,06 2,59 2,29 1,53 4,60 3,10 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,28 0,36 0.67 0,14 -0,09 0,20 0,42 0,64
Dividende8 0,00 0,15 0,16 0,16 0,16 0,16 0,17 0,17
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: PKF Deutschland

 

Foto: Mary Pahlke auf Pixabay


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.