LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 12,34%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 10,82%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 9,15%
WAF
SILTRONIC
Anteil der Short-Position: 8,67%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 7,62%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,97%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 6,92%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 6,78%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 6,13%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,45%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 5,14%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 4,08%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 3,63%
CEC
Metro
Anteil der Short-Position: 3,39%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 3,11%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 2,89%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 2,23%
WCH
Wacker Chemie
Anteil der Short-Position: 1,51%
OSR
OSRAM LICHT
Anteil der Short-Position: 1,49%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 1,29%
FTK
FLATEX
Anteil der Short-Position: 1,11%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 0,76%
STM
STABILUS EO-,01
Anteil der Short-Position: 0,49%

Vita 34: Ganz neue Aussichten

So etwas gab es zuvor noch nie auf einer Hauptversammlung (HV) von Vita 34. Erstmals seit dem Börsengang im März 2007 schüttet die Gesellschaft eine Dividende aus – immerhin 0,15 Euro pro Anteilschein. Beim gegenwärtigen Kurs von 5,49 Euro entspricht das einer Rendite von 2,7 Prozent. Natürlich sorgten in der laufenden HV-Saison viele Titel mit deutlich höheren Renditen für Schlagzeilen. Trotzdem zählte die Ausschüttungsankündigung der Leipziger defintiv zu den größeren Überraschungen aus dem heimischen Spezialwertebereich. „Wir werten die erstmalige Dividendenausschüttung als angemessenes Signal für die gesteigerte Attraktivität der Vita 34-Aktie“, betont Vorstandschef André Gerth im Hintergrundgespräch mit boersengefluester.de Insgesamt 442.000 Euro reicht das Unternehmen an seine Anteilseigner weiter. Die Hauptversammlung findet heute, am 28. Juli 2015, statt. Wer die Aktie noch wegen der Dividende kaufen will, muss sich also sputen.

Aber auch ohne den Dividendenaspekt hat sich die Akzeptanz von Vita 34 auf dem Börsenparkett deutlich erhöht. In den vergangenen 52 Wochen gewann das Papier um rund 30 Prozent an Wert. Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von rund zehn Prozent zu Buche. Damit kommt das im streng regulierten Prime Standard Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von 16,6 Mio. Euro. Dafür bekommen Anleger vergleichsweise viel Gegenwert. Hauptprodukt von Vita 34 ist eine Nabelschnurblutbank für die Eigenvorsorge zur Behandlung späterer Krankheiten wie Krebs mit Hilfe von Stammzellen. Damit adressieren die Leipziger werdende Eltern, die das Nabelschnurblut ihrer Kinder – oder auch das Gewebe von der Nabelschnur – direkt nach der Geburt konservieren lassen wollen. Wichtigster Markt mit einem Umsatzanteil von rund zwei Drittel ist nach wie vor Deutschland. Allerdings forciert Vita 34 momentan stark die Expansion in den osteuropäischen Raum und ist zuletzt mit 30 Prozent bei Bio Save aus Serbien und mit 35 Prozent bei Imunolita aus Litauen eingestiegen. „Insbesondere die Beteiligung an Bio Save sollte sich durch eine höhere EBIT-Marge vorteilhaft für Vita 34 auswirken“, betont Oddo Seydler-Analystin Brigitte Julie Thomalla in ihrer jüngsten Studie. Bereits Ende 2014 hatte sich Vita 34 zudem die Aktivitäten der insolventen Vivocell aus Österreich einverleibt.

 

Vita 34  Kurs: 12,850 €

 

Insgesamt werden in Leipzig derzeit gut 127.000 Stammzellen-Depots gelagert – die Kapazität reicht für 350.000. Seit einigen Monaten auf der Stelle tritt das Unternehmen dagegen bei der bundesweiten Verbreitung des Produkts VitaPlusNabelschnur. Mit rund 70 Prozent der Partnerkliniken in Deutschland hat Vita 34 bereits entsprechende Verträge über die Entnahme von Nabelschnurgewebe abgeschlossen. In einigen (wichtigen) Bundesländern stockt der Zulassungsprozess jedoch. Das kostet Nerven und Zeit. Trotzdem bleibt Firmenlenker Gerth zuversichtlich: „Wir hoffen, dass wir hier in diesem Jahr noch einen gewaltigen Schritt nach vorn machen.“ Für das Zahlenwerk von Vita 34 ist das durchaus relevant: Zurzeit kostet das Produkt inklusive 50 Jahre Lagerung 4.800 Euro. Die vergleichbare Variante, allerdings beschränkt auf Nabelschnurblut, steht mit 3.500 Euro auf der Preisleiste. „Momentan entscheiden sich fast 25 Prozent unserer Kunden für die Zusatzoption“, sagt Gerth.

Der Ausblick für 2015 sieht auf den ersten Blick wenig ambitioniert aus. Demnach orientiert sich Vita 34 für Gesamtleistung sowie Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) an den Vorjahreswerten von 15,18 bzw. 2,78 Mio. Euro. Angesichts der jüngsten Kooperationen in Osteuropa sowie der „soliden“ Q2-Zahlen vermuten die Experten von Oddo Seydler jedoch, dass der Ausblick „sogar noch übertroffen werden könnte“. Ihr Kursziel lautet: 7,50 Euro. Das entspricht einem Potenzial von einem guten Drittel. Kaum wahrgenommen vom Kapitalmarkt werden momentan noch die biotechnologischen Aktivitäten von Vita 34, obwohl das Unternehmen den Bereich der Stammzellenforschung – auch mit Unterstützung von öffentlichen Fördergeldern – deutlich ausgebaut hat. „Hier können wir künftig ein deutlich größeres Rad drehen“, ist sich Gerth sicher. Interessant in diesem Zusammenhang: Mit Mariola Söhngen, der designierten neuen Vorstandsvorsitzenden von Mologen und Mitgründerin von Paion, steht auf der Hauptversammlung eine ausgewiesene Biotechkennerin zur Wahl als Ersatzaufsichtsrat von Vita 34 bereit.

Bilanzpolitisches Dauerthema an der Börse bleibt dagegen die Werthaltigkeit des Firmenwerts von knapp 14 Mio. Euro – das sind immerhin 36 Prozent der Bilanzsumme. Der Goodwill umfasst die spanische Tochter Secuvita sowie den Biotechbereich. Einen konkreten Anlass für eine Abschreibung, die dann zu Lasten des Eigenkapitals gehen würde, gibt es zwar nicht. Doch die Börsianer wittern seit längerer Zeit Gefahr. Letztlich dürfte dieser Punkt ausschlaggebend dafür sein, dass die Vita 34-Aktie mit einem Abschlag von rund einem Viertel auf den Buchwert gehandelt wird.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Vita 34
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0BL84 12,850 Kaufen 53,28
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
21,07 19,33 1,090 49,79
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,82 11,59 2,61 11,183
Dividende '18 in € Dividende '19e in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
0,16 0,18 1,25 04.06.2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
09.05.2019 29.08.2019 21.11.2019 28.03.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
6,30% -1,02% 17,89% 3,63%
    

 

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e
Umsatzerlöse1 13,60 13,55 13,79 14,17 16,29 19,19 20,41 22,60
EBITDA1,2 0,41 2,66 2,78 3,90 2,29 1,85 4,72 5,40
EBITDA-Marge3 3,01 19,63 20,16 27,52 14,06 9,64 23,13 23,89
EBIT1,4 -0,74 1,47 1,69 1,61 0,78 0,14 2,63 3,15
EBIT-Marge5 -5,44 10,85 12,26 11,36 4,79 0,73 12,89 13,94
Jahresüberschuss1 -0,61 0,79 0,99 1,70 0,62 -0,33 0,83 1,60
Netto-Marge6 -4,49 5,83 7,18 12,00 3,81 -1,72 4,07 7,08
Cashflow1,7 2,04 1,78 1,06 2,59 2,29 1,53 4,60 3,10
Ergebnis je Aktie8 -0,20 0,28 0,36 0.67 0,14 -0,09 0,20 0,39
Dividende8 0,00 0,00 0,15 0,16 0,16 0,16 0,16 0,18
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de

Wirtschaftsprüfer: PKF Deutschland

 

Foto: picjumbo.com

 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.