AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 14,74%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 11,89%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 9,35%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 8,09%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 7,25%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 6,64%
SKB
Koenig & Bauer
Anteil der Short-Position: 5,97%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 5,55%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 5,52%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 5,17%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 4,98%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 4,07%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 3,86%
RIB
RIB SOFTWARE
Anteil der Short-Position: 3,83%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 3,77%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 3,58%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 3,24%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 2,77%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 1,95%
DAI
Daimler
Anteil der Short-Position: 1,07%
QSC
QSC
Anteil der Short-Position: 0,81%
JST
JOST WERKE
Anteil der Short-Position: 0,72%
JUN3
Jungheinrich Vz.
Anteil der Short-Position: 0,70%

Verona Pharma: All-Star-Team mit einmaliger Substanz

Mr. Spock – alias Leonard Nimoy – ist daran gestorben. Nicht besser erging es dem Marlboro-Man. Auch er erlag COPD. Roland Kaiser hatte dagegen bislang Glück. Der Schlagersänger überlebte dank einer Lungentransplantation. Doch COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease = Chronisch-Obstruktive Bronchitis), besser bekannt als „Raucherhusten” oder „Raucherlunge” ist alles andere als eine Promikrankheit. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnte COPD bis 2020 auf Platz drei der weltweit häufigsten Todesursachen steigen – beschleunigt durch die teilweise heftige Luftverschmutzung in Asien. Allein in Deutschland sterben schon jetzt jährlich mehr als 120.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Trotz intensiver Forschung: Eine Heilung von COPD ist bis heute unmöglich. Wichtigste Grundvoraussetzung, um den Patienten überhaupt helfen zu können, ist zunächst einmal die Abkehr von der Zigarette. Über Inhalatoren werden den Atemwegen der Lungenkranken zudem bronchialerweiternde Substanzen zugeführt. Die Wirkung variiert von 12 bis 24 Stunden. Zusätzlich gibt es entzündungshemmende Kortison-Varianten. Bei schweren Formen von COPD kommt seit Mitte 2010 der Wirkstoff Roflumilast zum Einsatz. Ein Notfallarzneimittel sind die unter dem Namen Daxas bekannten Tabletten jedoch nicht.

Und genau in den Bereich will das britische Biotechunternehmen Verona Pharma mit seinem Präparat RPL554 vorstoßen. „Ziel ist es, die Zahl der Patienten, die nach der Notaufnahme stationär aufgenommen werden, zu verringern”, sagt David R. Ebsworth. Bei der in London ansässigen Verona Pharma gehört Ebsworth zum Aufsichtsrat. Ein illustrer Kreis aus Pharmabossen hat sich hier gefunden. Ebsworth war lange Zeit bei dem DAX-Konzern Bayer als Leiter der Pharmasparte tätig. Von 2009 bis 2014 führte er dann in der Position des CEO den Schweizer Konzern Galenica: Börsenwert rund 6,5 Milliarden Franken. Mit der Aufspaltung der Gesellschaft in einen Pharma- und einen Apothekenbereich endete die Mission von Ebsworth – quasi über Nacht. Ans Aufhören dachte der Manager jedoch nicht, vielmehr suchte er sich eine neue Herausforderung in einem kleinem Team. Und so fiel die Wahl auf Verona. CEO ist dort Jan-Anders Karlsson, der früher ebenfalls bei Bayer aktiv war. Verantwortlich für den medizinischen Bereich bei Verona Pharma ist Ken Newman – der unter anderem bei Boeringer Ingelheim arbeitete. Dem Board gehört – neben Ebsworth – außerdem Anders Ullman an. Ullmann war unter anderem für Bayer aktiv, aber auch für Nycomed. Die Dänen kauften 2006 das Pharmageschäft von dem damaligen DAX-Unternehmen Altana. Insgesamt elf hochrangige Manager aus dem Gesundheitssektor bekleiden die wichtigen Ämter bei Verona Pharma. Viel größer ist die Company auch gar nicht, die meisten Tätigkeiten wurden ausgelagert.

  Kurs: 0,000 €

 

Die Hauptbörsennotiz von Verona Pharma (WKN: A0HG7U) läuft über die Londoner Alternativbörse AIM. Gegenwärtig beträgt die Marktkapitalisierung umgerechnet rund 44,4 Mio. Euro. Daneben gibt es aber seit Sommer 2015 auch ein Zweitlisting über Xetra und Frankfurt. Die Doppelnotierung kommt nicht von ungefähr, denn Ebsworth spricht perfekt Deutsch. „Bei der Ansprache von Investoren ist das hierzulande sicher ein Vorteil”, sagt Ebsworth am Rande des Eigenkapitalforums. Erstmals präsentierte sich das Unternehmen in Frankfurt einem breiteren Investorenkreis. Wie boersengefluester.de hört, kommt die Story durchaus gut an, selbst wenn Kurse im untersten Pennybereich nicht jedermanns Sache sind. Zutritt kostet die Verona-Aktie 0,042 Euro. Die jüngste Kapitalerhöhung fand im März 2014 statt und spielte damals umgerechnet gut 17 Mio. Euro ein. Dem Vernehmen nach reichen die Mittel bis zum Herbst 2016. Kein Wunder, dass Ebsworth das Thema Finanzierung auch vor den Investoren in Frankfurt offen ansprach. Getuschelt wird in Branchenkreisen über eine größere Kapitalrunde, die für das kommende Jahr geplant ist. Immerhin wird der zusätzliche Geldbedarf auf rund 30 Mio. Pfund – umgerechnet knapp 43 Mio. Euro – taxiert. Größter Aktionär mit einem Anteil von knapp 21 Prozent ist gegenwärtig ein von der walisischen Regierung aufgelegter Fonds. Ob der Wales Life Science Fund bei einer Kapitalerhöhung mitzieht, ließ Ebsworth angesichts der knappen öffentlichen Kassen offen – Tendenz aber eher nicht. Ansonsten sind bekannte Adressen wie der Versicherungskonzern AVIVA (18 Prozent) oder Fidelity (7,2 Prozent) bei Verona Pharma engagiert. Ebsworth selbst hat 2014 mehr als 100.000 Pfund in Verona investiert.

Ob die Wette aufgeht, hängt an den Studienergebnissen für RPL554. „Wir sind ein Ein-Produktunternehmen und konzentrierten uns dabei sogar noch auf eine Nische”, räumt Ebsworth ein. Dementsprechend hoch ist das Risiko – groß sind aber auch die Chancen. Immerhin: Rund die Hälfte der Wegstrecke dürfte Verona Pharma bereits hinter sich haben. Mitte Oktober gab die Gesellschaft den Start der Phase IIa-Studie bekannt. Im zweiten Halbjahr 2016 könnte dann die klinische Phase IIb folgen – etwa ein Jahr später könnten die Ergebnisse vorliegen. Sollte bis dahin alles glatt laufen, könnte Big Pharma Ende 2017 an die Tür klopfen. Ein eigener Vertrieb von RPL554 ist jedenfalls nicht geplant. Das Interesse der Krankenkassen an dem Produkt dürfte groß sein, schließlich würde es enorme Kosten sparen, wenn Akut-Patienten mit schweren Atemproblemen nicht stationär eingeliefert werden müssen. Zudem kombiniert das Präparat die drei gängigen Wirkmechanismen von COPD-Behandlungen: Es wirkt Bronchien erweiternd, anti-entzündlich und fördert das Abhusten von Schleim. Theoretisch könnte bis 2020 eine Zulassung erfolgen.

Geeignet ist die Aktie nur für extrem risikobereite Investoren. Verona Pharma setzt alles auf eine Karte. Das kann gut gehen, muss es aber nicht. Andererseits gab es in den vergangenen Jahren zwar sehr viel Bewegung auf dem Markt für die Dauerbehandlung von COPD-Patienten – nicht aber im Bereich der klinischen Notfallanwendung. „RPL554 ist eine einmalige Substanz, die wir versuchen, voranzubringen”, sagt Ebsworth im Hintergrundgespräch mit boersengefluester.de. Wenn alles hinhaut, hat die Aktie hat locker das Potenzial zum Verdoppler. Aber es kann natürlich auch schief gehen – typisch Biotech eben: Double or nothing. Wir werden die Entwicklung bei dem Titel in den kommenden Monaten intensiv verfolgen.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
0,000 0,00
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,000 0,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,00 0,00 0,00 0,000
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge3 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge5 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge6 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de

Wirtschaftsprüfer:

 



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.