AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 12,72%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 12,39%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 11,19%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 9,15%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 7,62%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,97%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 6,92%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 5,96%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,43%
SKB
Koenig & Bauer
Anteil der Short-Position: 4,90%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 4,04%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 3,95%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 3,85%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 3,11%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 3,06%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 2,89%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 2,23%
OSR
OSRAM LICHT
Anteil der Short-Position: 1,49%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 1,29%
FTK
FLATEX
Anteil der Short-Position: 0,80%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 0,76%
DLG
Dialog Semiconductor
Anteil der Short-Position: 0,72%
STM
STABILUS EO-,01
Anteil der Short-Position: 0,50%

va-Q-tec: Getrieben von Gelegenheiten

Etwas mehr als 2,5 Jahre nach dem Börsengang haben die Aktionäre von va-Q-tec schon das volle Programm durch: Im September 2016 zu 12,30 Euro gekommen, schoss die Notiz des Herstellers von Hightech-Isolierverpackungen innerhalb eines Jahres auf ein Rekordhoch von 25 Euro – gleichbedeutend mit einer Marktkapitalisierung von 327 Mio. Euro. Eine ziemliche Bürde, denn va-Q-tec steuerte damals auf Umsätze von gerade einmal 47 Mio. Euro sowie ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von gut 7 Mio. Euro zu. Unterm Strich agierten die Würzburger mit einem Fehlbetrag von knapp 0,90 Mio. Euro in der Verlustzone. Das hätten die Investoren vermutlich noch verziehen. Doch spätestens als die Gesellschaft im Sommer 2018 einräumen musste, dass ausgerechnet das ertragstarke Servicegeschäft – also die Vermietung von Isolierboxen – nicht im gedachten Tempo wächst, setzte ein rasanter Kursrutsch bis auf im Tief weniger als 5 Euro Mitte Dezember ein.

Top & Flop-Auswertungen für 599 deutsche Aktien: Exklusiv für die wichtigsten Kennzahlen wie KGV, Dividendenrendite, KBV, KUV und viele mehr. Der Fundamental-Scanner von boersengefluester.de

Der nackte Chart zeigt allerdings nur die eine Seite des Bildes: Tatsächlich hat das Team um CEO Joachim Kuhn sehr viel Geld in die Hand genommen, um va-Q-tec massiv nach vorn zu bringen. „Seit dem Börsengang haben wir mittlerweile über 70 Mio. Euro in neue Gebäude und Anlagen sowie die Container-Mietflotten investiert“, sagt Kuhn im Hintergrundgespräch mit boersengefluester.de. Sicher ist nicht alles perfekt gelaufen. Den Aufwand von Umzügen etwa, habe man unterschätzt, räumt Kuhn ein. Letztlich ließen sich viele der Investitionen aber nicht zeitlich strecken – insbesondere, was die Wahl von neuen Standorten angeht. „Wir waren da auch die Getriebenen der guten Gelegenheiten“, sagt Kuhn. Allerdings bieten sich für Anleger daraus nun auch Chancen. Der Großteil der Investitionen ist mittlerweile durch und das Abschlussquartal 2018 zeigte bereits eine deutliche Verbesserung der Nachfrage.

 

va-Q-tec  Kurs: 10,350 €

 

Im umsatzmäßig gegenwärtig größten Bereich „Produkte“ – hierunter fällt in erster Linie der Verkauf von Isolationspaneelen – werden die starken Wachstumsraten der Vorjahre zwar nicht zu halten sein. Dafür setzt Kuhn auf einen günstigeren Produktmix, der das mit EBITDA-Margen zwischen 5 und 15 Prozent ansonsten renditeschwächste Segment noch besser performen lässt. Der Bereich „Systeme“ (Verkauf von kompletten Boxen und Containern) läuft mit Renditen zwischen 15 und 25 Prozent ohnehin nach Plan. Die Musik spielt freilich im kapitalintensiven Dienstleistungsgeschäft mit Margen nördlich von 25 Prozent. Auf eine Bandbreiten-Prognose für das 2019er-Konzernergebnis will sich das Management zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht hinreißen lassen. Die Rede ist nur von einem mittelstarken bis starken Umsatzwachstum sowie einem starken Wachstum für das EBITDA.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e
Umsatzerlöse1 0,00 16,03 18,34 22,54 35,53 46,93 50,71 63,50
EBITDA1,2 0,00 1,62 1,67 3,60 5,22 7,21 3,03 8,40
EBITDA-Marge3 0,00 10,11 9,11 15,97 14,69 15,36 5,98 13,23
EBIT1,4 0,00 0,22 -0,16 0,43 -0,42 -0,32 -6,84 -2,80
EBIT-Marge5 0,00 1,37 -0,87 1,91 -1,18 -0,68 -13,49 -4,41
Jahresüberschuss1 0,00 -0,22 -0,62 -0,33 -1,73 -0,86 -7,73 -3,10
Netto-Marge6 0,00 -1,37 -3,38 -1,46 -4,87 -1,83 -15,24 -4,88
Cashflow1,7 0,00 1,72 0,08 2,17 -1,10 1,47 -3,65 0,85
Ergebnis je Aktie8 0,00 -0,02 -0,05 -0.02 -0,17 -0,07 -0,59 -0,24
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2018 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de

Wirtschaftsprüfer: Rödl & Partner

 

Möglicherweise quantifiziert Kuhn diese Angaben allerdings bereits mit der Vorlage des Q1-Berichts am 10. Mai 2019. Zur Einordnung: 2018 kam va-Q-tec bei Erlösen von 50,71 Mio. Euro auf ein EBITDA von 3,03 Mio. Euro – entsprechend einer EBITDA-Rendite von annähernd sechs Prozent. Langfristig peilt das Unternehmen hier Größenordnungen von Untergrenze 20 Prozent an. Angesichts der doch deutlich angestiegenen Abschreibungen ist dies aber dringend nötig, um auch unterm Strich ausreichend Rendite zeigen zu können. Das perspektivische Umsatzziel liegt derweil bei 100 Mio. Euro. Wesentliche Wettbewerber im Produktbereich sind asiatische Konzerne wie Panasonic oder auch Samsung, die die entsprechenden Paneelen schon allein deshalb herstellen, um sie in die von ihnen vertriebenen Kühlschränke einzubauen.

Die Systemlösungen von va-Q-tec konkurrieren dagegen mit den Angeboten von Firmen wie Sonoco oder Envirotainer. Nach eigenen Angaben sind die Würzburger die Nummer vier bis fünf im Markt. Die bilanzielle Situation bezeichnet Vorstandschef Kuhn auch nach der Investitionsoffensive als solide und komfortabel. Das Liquiditätspotenzial aus Bankguthaben und sonstigen Finanzierungen liegt bei annähernd 23 Mio. Euro. „Aus dem operativen Geschäft brauchen wir jedenfalls keine Kapitalerhöhung“, sagt Kuhn. Per saldo sieht die Chance-Risiko-Relation auf dem aktuellen Kursniveau durchaus ansprechend aus. Die Nachrichtenlage sollte jedenfalls kontinuierlich besser werden. Und auch der Chart des im Prime Standard notierten Unternehmens signalisiert mittlerweile mehr als nur eine Bodenbildung.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
va-Q-tec
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
663668 10,350 Kaufen 135,48
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,000 -63,69
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,05 - 2,67 56,424
Dividende '18 in € Dividende '19e in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 24.05.2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
10.05.2019 14.08.2019 10.11.2019 29.03.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
13,91% 37,16% 99,81% 63,25%
    

 

Übrigens: Enthalten ist die va-Q-tec-Aktie auch im Insider Focus Index von GBC. Das Augsburger Researchhaus analysiert seit dem Jahr 2007 die meldepflichtigen Directors’ Dealings (DD) aller notierten Gesellschaften mit Sitz im deutschsprachigen Raum. Sie finden die Gesamtzusammenstellung mit vielen Zusatzinfos stets aktell auf boersengefluester.de HIER. Zudem gibt es auch ein Zertifikat auf eine Best-of-Auswahl der Index-Titel.

Foto: va-Q-tec AG


 

Jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter BGFL Weekly anmelden. Das Angebot ist kostenlos und präsentiert die Highlights von boersengefluester.de (BGFL) sowie andere nützliche Links. Der Erscheinungstag ist immer freitags. Wer Interesse hat und noch nicht registriert ist, kann das sehr gern unter diesem LINK tun – natürlich DSGVO-konform.


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.