SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 12,86%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 9,25%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 8,18%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 7,93%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,84%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 7,61%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 6,84%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 6,36%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,23%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 3,88%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,47%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 3,31%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 3,08%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 2,58%
SIX2
Sixt
Anteil der Short-Position: 1,58%
KGX
KION GR.
Anteil der Short-Position: 1,23%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 1,22%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,17%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 1,11%
ADV
ADVA Optical Netw.
Anteil der Short-Position: 1,02%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 0,77%
B5A
Bauer
Anteil der Short-Position: 0,61%
B4B
METRO ST
Anteil der Short-Position: 0,58%

Uzin Utz: Neue Einschätzung für die All-Time-High-Aktie

Wie entfesselt ist seit einigen Wochen die Notiz von Uzin Utz. Allein im August legte der Aktienkurs des Spezialisten für Fußbodenbeläge (Estrich, Grundierung, Spachtelmasse etc.) um 15,55 Prozent zu. Seit Jahresbeginn türmt sich das Plus – inklusive Dividendenzahlung – nun auf 48,30 Prozent. In der boersengefluester.de-Chronologie mit den aktuellen All-Time-Highs ist Uzin Utz zurzeit immer voran dabei. Das ist insofern bemerkenswert, weil der Bauzulieferer zwar schon immer zu den stillen Stars auf dem Parkett gehörte – die Performance normalerweise aber längst nicht so stürmisch vonstatten ging wie zuletzt. Keine Frage: Operativ könnte es bei der Familiengesellschaft kaum besser laufen als momentan. Die Kombination aus immer neuen Effizienzsteigerungen und dem anhaltend steigenden Auslandsanteil Richtung USA, BRIC-Länder und Rest-EU – 2015 erzielte Uzin Utz bereits 58,2 Prozent der Erlöse außerhalb Deutschlands – sorgt für ungeahnt dynamische Entwicklung.

Zum Halbjahr kamen die Ulmer auf einen Umsatzzuwachs von 9,66 Prozent auf 135,668 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis zog dabei um 60,81 Prozent auf 12,154 Mio. Euro an. Angesichts solcher Sprünge weist der seit Jahresanfang in die Rolle des CEO gewechselte Thomas Müllerschön vorsichtshalber darauf hin, dass dieses Tempo im weiteren Jahresverlauf nicht beibehalten werden kann. Gleichwohl kündigt er ein Wachstum auf hohem Niveau an. „Wir sehen uns in einer sehr guten Position und unsere Wachstumsstrategie stimmt uns zuversichtlich, dass wir unsere anspruchsvollen Ziele erreichen“, heißt es offiziell. Das große Ziel: Bis zum Jahr 2019 soll der Umsatz ein Niveau von 400 Mio. Euro erreichen. Dabei geht das Management vor einem organischen Erlösplus von rund zehn Prozent pro Jahr aus. Sollte Uzin Utz diese Geschwindigkeit halten können, käme die Gesellschaft rein organisch bis 2019 auf ein Umsatzniveau von etwa 370 Mio. Euro. Das bedeutet: Ganz ohne Akquisitionen wird es wohl nicht gehen. Den regionalen Fokus legen die Ulmer zurzeit insbesondere auf die USA. Nach allem, was zu hören ist, kommt die Gesellschaft hier gut voran. Ein wichtiger Treiber ist die Anfang des Jahres erfolgte Verschmelzung der beiden US-Tochtergesellschaften.

 

Uzin Utz  Kurs: 54,600 €

 

Nach der Kursrally stellt sich für interessierte Anleger aber natürlich die Frage, ob sie bei dieser Aktie jetzt noch einsteigen sollen – oder besser auf einen Rücksetzer warten. Bewertungstechnisch bewegt sich der Small Cap nämlich bereits in anspruchsvollen Regionen. Auf dem aktuellen Kursniveau von 58,00 Euro beträgt die Marktkapitalisierung fast genau 292,5 Mio. Euro. Inklusive der Netto-Finanzverbindlichkeiten türmt sich der Unternehmenswert (Enterprise Value = EV) auf 339 Mio. Euro. Die Analysten von Montega gingen in ihrer jüngsten Studie nach den Q2-Zahlen davon aus, dass Uzin Utz bis 2018 auf ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 32,9 Mio. Euro kommen kann. Demnach käme die Gesellschaft jetzt auf eine Relation von EV zu 2018er-EBIT von gut zehn. Für einen Bauzulieferer ist das recht sportlich. Allerdings gibt es nur wenige Unternehmen aus der Branche, die ein derart forsches Wachstum vorweisen können. Fakt ist aber auch, dass sich der Titel – insbesondere mit Blick auf Kurs-Buchwert-Verhältnis und Dividendenrendite – mittlerweile sehr deutlich von seinen langjährigen historischen Durchschnitten entfernt hat.

Keine Frage: Uzin Utz ist ein tolles Unternehmen und die Aktie ein grandioses Langfristinvestment. Es spricht aber auch einiges dafür, dass der Titel den wesentlichen Teil seines Kurspotenzials für 2016 bereits verfeuert hat. Hinzu kommt, dass der steile Anstieg zu einem gewissen Teil dem geringen Streubesitz von nur rund 19 Prozent geschuldet ist. Die Mehrheit an dem Unternehmen hält die Familie Utz. 26 Prozent entfallen über Polyshare auf Alberdingk Boley, einem Zulieferer von Uzin Utz. Die Experten von Montega gaben das Kursziel für den Titel von 53 auf 60 Euro heraufgesetzt, die Anlageempfehlung aber auf “Halten” reduziert.

 

Uzin Utz Q-Check

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Uzin Utz
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
755150 54,600 Halten 275,42
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
14,37 14,57 0,986 19,97
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,70 6,96 0,74 7,448
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
1,30 1,30 2,38 19.05.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
15.05.2020 26.08.2020 13.11.2020 -
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
7,93% 1,45% -8,24% 1,11%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 217,00 230,35 253,16 272,91 295,77 345,75 372,42 360,00
EBITDA1,2 20,10 23,33 27,64 33,69 33,16 32,88 44,36 39,00
EBITDA-Marge3 9,26 10,13 10,92 12,34 11,21 9,51 11,91 10,83
EBIT1,4 13,10 16,27 20,01 25,76 25,12 22,18 30,20 26,00
EBIT-Marge5 6,04 7,06 7,90 9,44 8,49 6,42 8,11 7,22
Jahresüberschuss1 10,00 10,88 13,71 16,74 16,86 13,81 21,48 18,00
Netto-Marge6 4,61 4,72 5,42 6,13 5,70 3,99 5,77 5,00
Cashflow1,7 16,00 21,00 19,75 27,05 21,76 15,25 39,57 0,00
Ergebnis je Aktie8 1,99 2,02 2.72 3,31 3,33 2,69 4,22 3,40
Dividende8 0,80 0,90 1,00 1,30 1,30 1,30 1,30 1,30
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Ecovis

 

Foto: Uzin Utz AG



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.