ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,74%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,06%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 7,30%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 7,28%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 6,34%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,69%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 4,85%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 4,40%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,22%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 3,90%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,86%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 3,23%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,18%
VBX
VOLTABOX
Anteil der Short-Position: 1,59%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 1,42%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,22%
B5A
Bauer
Anteil der Short-Position: 1,17%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 1,10%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,80%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,69%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 0,67%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,59%
M0Y
MYNARIC INH
Anteil der Short-Position: 0,55%

Ultrasonic: Befreiung aus der Sippenhaft

Es gibt sie also doch, die hierzulande gelisteten chinesischen Firmen, die Jahr für Jahr profitabel wachsen und ihre Prognose einhalten – ohne Wenn und Aber. Seit mehr als fünf Jahren steigert Ultrasonic Umsatz und Gewinn. Kein Einbruch, keine Sonderfaktoren und keine faulen Ausreden. Der Schuhhersteller gehört zu dem Besten, was aus dem Reich der Mitte an die deutsche Börse gekommen ist.

Um satte 22 Prozent schoss die Ultrasonic-Aktie am 30. April 2014 in die Höhe – ein Tag nachdem die Gesellschaft die endgültigen Jahreszahlen veröffentlicht hat. Diese bestätigten aber nur exakt das, was das Unternehmen bereits am 18. Februar verkündet hatte. Das zeigt einmal mehr: Nach den jüngsten Skandalen und Unregelmäßigkeiten bei Kinghero, Powerland, Ming Le Sports, Goldrooster und China Specialty Glass handelt die Börse bei China-Aktien inzwischen keine Erwartungen mehr, sondern nur noch harte Fakten. Und die werden genauestens unter die Lupe genommen. So dauerte es denn auch einen ganzen Tag, bis die Investoren und Analysten den mehr als 300 Seiten starken Geschäftsbericht von Ultrasonic durchgeackert hatten. Offensichtlich war kein Haar in der Suppe zu finden. Mehr als 150 Tausend Aktien wurden daraufhin am letzten Tag des Aprils gehandelt – für Ultrasonic ein enormes Volumen.

Und das sind die harten Fakten: Umsatz plus 9,9 Prozent, EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) plus 13,4 Prozent, Jahresüberschuss plus 13,6 Prozent und Cashflow verdoppelt. Auch im laufenden Jahr gönnt sich das Management keine Ruhe. Das Wachstum soll sich auf 10 bis 15 Prozent beschleunigen. Was will der Anleger mehr: eine Dividende? Die gibt es in diesem Jahr leider nicht mehr. Ultrasonic war Vorreiter mit seiner innovativen Ausschüttungspolitik. Weil Kleinanleger gern etwas Bares in Händen halten, der Großaktionär aber das Geld im Unternehmen lassen wollte, hat sich das Management etwas Smartes einfallen lassen. Für je 15 Aktien gab es eine Gratisaktie und diese konnte dann für 9 Euro – dem Emissionspreis vom Dezember 2011 – an die Firma zurück verkauft werden. Optionsdividende hat Ultrasonic das genannt. Was die Kleinaktionäre erfreute, stieß bei einigen größeren Investoren auf wenig Gegenliebe. Nun denkt das Management über Aktienrückkäufe nach. Denn Aktionärsfreundlichkeit wird bei Ultrasonic groß geschrieben.

 

  Kurs: 0,000 €

 

Und was entzückt den Aktionär mehr, als ein florierendes Geschäft? Und hier ist das Management nicht weniger einfallsreich. Mit mehr als 1400 Mitarbeitern produziert Ultrasonic in Xiamen und Jinjang City in der südöstlichen Provinz Fujian Sandalen und Slipper im gehobenen Preissegment für den heimischen und internationalen Markt. Chinesische Hersteller von Sportschuhen wie Anta, Xtep oder Unisuper werden mit Schuhsohlen beliefert. Darüber hinaus hat das Unternehmen eine eigene “Urban-Footwear” Kollektion für hochwertige Freizeitschuhe entwickelt. Die werden von selbstständigen Händlern in mehr als 100 Markenshops – vorwiegend in Kaufhäusern und Shopping-Malls – in chinesischen Großstädten ab 3 Millionen Einwohner verkauft. Alle drei Bereiche tragen etwa ein Drittel zum Umsatz bei. Am stärksten wächst das Geschäft mit Schuhen. Die sollen langfristig auch selbst produziert werden. Daher hat Ultrasonic kräftig in die Erweiterung der Kapazitäten investiert.

Bereits 2012 wurde eine Liegenschaft mit komplett neuem Fabrikkomplex inklusive mehrerer Produktions- und Logistikgebäude sowie Mitarbeiterwohnungen und reichlich Platz für weitere Expansionen übernommen. Bei den nötigen Bauarbeiten und der Installation der Produktionsmaschinen kam es aufgrund starker und lang anhaltender Regenfälle zu Verzögerungen. Auch die Mitarbeiterwohnungen waren nicht gut geplant. Um sie attraktiver zu gestalten, mussten die Grundrisse erneuert werden. Spätestens im Juni 2014 soll die Produktion in den neuen Anlagen starten. Sukzessive werden weiterer Gebäude errichtet, um die Produktionskapazitäten zu erhöhen. Bis 2017 wird Ultrasonic in die Kapazitätserweiterung 50 Mio. Euro investiert haben. Bei einem Cashflow 2013 von fast 40 Mio. Euro und einem Kassenbestand von 100 Mio. Euro ist das leicht finanzierbar. China ist weltweit nicht nur der größte Schuhproduzent, sondern auch der größte -konsument. Aufgrund des geringen Schuhverbrauchs von durchschnittlich zwei Paar pro Jahr schlummert hier ein enormes Wachstumspotenzial. EU-Bürger kaufen fünf Paar und Amerikaner 7,4 Paar jährlich.

Während in den vergangenen zehn Jahren die Nachfrage nach Bekleidung und Schuhen stetig zulegte. Ist der Markt für hochwertige Markenschuhe gerade erst dabei, sich zu entwickeln. Chinesische Marken haben sich hier noch nicht etabliert. Eine große Anzahl lokaler Anbieter und internationaler Markenhersteller kämpfen um Kunden. Unter dem Einfluss steigender Rohstoff- und Lohnkosten sowie der restriktiven Kreditvergabe der Banken mussten im vergangenen Jahr viele kleinere Schuhfabriken schließen. Insbesondere Produzenten, die ausschließlich für den Export produzierten, waren nicht in der Lage, die steigenden Kosten an die großen Handelsunternehmen weiterzureichen.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020e 2021e
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge3 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge5 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge6 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer:

 

Als heimischer Anbieter profitiert Ultrasonic von der stetigen Verbesserung der Lebensverhältnisse in China. Die anhaltende Urbanisierung und steigende Einkommen führen dazu, dass die chinesischen Konsumenten mehr Geld für hochwertige Kleidung und Schuhe ausgeben. Um im hart umkämpften Markt weiter zu wachsen, will Ultrasonic die Marketing- und Vertriebsaktivitäten verstärken und die Marke insbesondere im Internet bekannter machen. Dafür plant das Unternehmen im Geschäftsjahr 2014 ein Budget von knapp 3 Mio. Euro. Dazu kommen noch die Anlaufkosten der Produktion. Das dürfte vorübergehend die Gewinnmargen unter Druck bringen. Der Vorstand erwartet, dass sich die EBT-Marge auf 24 bis 27 Prozent verringert. Daher erwartet boersengefluester.de für 2014 ein Ergebnis je Aktie auf Vorjahreshöhe von 2,76 Euro und für das kommende Jahr 3,37 Euro. Damit ergibt sich ein KGV von weniger als 3.

Aufgrund des kontinuierlich gewachsenen Geschäfts, der Transparenz des Unternehmens, der Verlässlichkeit der Prognosen des Managements und der günstigen Bewertung ist die Ultrasonic-Aktie ein Muss für alle Investoren, die in chinesische Aktien mit Erstnotiz in Deutschland investieren. Die Analysten der BankM, die die Emission begleitet haben, sehen den fairen Wert des Dividendenpapiers bei mehr als 20 Euro. Das dürfte der Markt wohl auch auf längere Sicht nicht hergeben, doch die Kursreaktion auf die Veröffentlichung des Jahresabschlusses hat gezeigt, welches enorme Potenzial in der Ultrasonic-Aktie steckt.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
0,000 0,00
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,00 0,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
    

 

Foto: Ultrasonic AG

 

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