LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 12,30%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 10,10%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 8,25%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 7,42%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,57%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 5,16%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 4,90%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 4,74%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 4,63%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 4,58%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 3,74%
TEG
TAG Immobilien
Anteil der Short-Position: 3,24%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 2,52%
CBK
Commerzbank
Anteil der Short-Position: 2,45%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 2,20%
SFQ
SAF-HOLLAND
Anteil der Short-Position: 2,09%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,79%
ADV
ADVA Optical Netw.
Anteil der Short-Position: 1,41%
HDD
Heidelberger Druckm.
Anteil der Short-Position: 1,11%
CEC
CECONOMY
Anteil der Short-Position: 1,08%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 0,92%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 0,89%
EVD
CTS EVENTIM
Anteil der Short-Position: 0,80%

S&T: Warnsignale für Anleger nehmen zu

Ende November sorgte das IT-Unternehmen S&T noch für eine faustdicke Überraschung. Dem Vernehmen nach hatten die Linzer mit der bis dahin völlig unbekannten US-Gesellschaft Cloudeeva eine Absichtserklärung über ein mögliches Übernahmeangebot unterzeichnet. Schon vor Beginn der Buchprüfung stand für die Österreicher fest, dass die Offerte nicht unter 3,00 Euro pro S&T-Aktie liegen dürfe. Boersengefluester.de hatte mehrfach über die Umstände des Übernahmeplans berichtet. Die Kurzversion des Deals lautet etwa so: Eine Gruppe amerikanischer Investoren will einen Konzern rund um angesagte Themen wie Cloud-Computing oder Big Data aufbauen und bedient sich dabei der Börsenhülle einer lediglich im Telefonhandel gelisteten, völlig undurchsichtigen Gesellschaft namens Systems America. Alles ganz normal, hieß es damals von S&T. Sobald der Deal steht, werden die Gelder fließen. Der Abschluss der Due Dilligence war für Anfang Januar geplant. Noch sind die Manager von Cloudeeva also nicht offiziell im Verzug.

Für Irritationen sorgt jedoch der jüngste Verkauf von S&T-Vorstandschef und Großaktionär Hannes Niederhauser. Von immerhin 100.000 Aktien zu einem Stückpreis von 2,85 Euro trennte sich der quirlige Österreicher, der bereits den TecDAX-Konzern Kontron aus der Taufe hob. Solch ein Deal wirft natürlich Fragen auf: Warum verkauft ein Insider wie Niederhauser wenige Wochen vor Abschluss der Verhandlungen Aktien zu einem Kurs, der deutlich unter dem von ihm als Mindestpreis ausgegebenen 3,00 Euro liegt. Immerhin ließ sich Niederhauser zur Bekanntgabe der Verhandlungen noch mit folgenden Worten zitieren: „Diese Transaktion wird den Unternehmenswert deutlich steigern. Wir versprechen uns davon messbare operative Einsparungen, eine Erweiterung unseres Produktportfolios und ein besseres operatives Ergebnis sowie neue Möglichkeiten für gezielte strategische Übernahmen und die Identifizierung von weiteren Effizienzsteigerungen.”

 

S&T  Kurs: 23,700 €

 

Eine Anfrage von boersengefluester.de bei der IR-Abteilung von S&T über die Hintergründe des Anteilsverkaufs blieb bislang unbeantwortet. Mit einem Fragezeichen dürften Privatanleger zudem das kürzlich erfolgte Ausscheiden der taiwanesischen Quanmax Inc. aus dem zuvor gemeinsam vorgehenden Rechtsträger – bestehend aus Hannes Niederhauser, der Grosso Holding, Krtek13, Quanmax Malaysia und Quanmax Inc. – versehen. Mittlerweile hält der verbliebene Rest 38,5 Prozent an S&T. 61,5 Prozent befinden sich im Streubesitz. An der Börse hat sich die Stimmung für die S&T-Aktie zuletzt spürbar verschlechtert. Mittlerweile ist die Notiz des Small Caps bereits von 3,05 auf 2,67 Euro abgerutscht – in einem ansonsten freundlichen Börsenumfeld. Die Kursziele der Analysten lauten allerdings immer noch 4,50 Euro (Hauck & Aufhäuser) und 3,60 Euro (DZ Bank).

Vorsichtige Investoren trennen sich besser von der S&T-Aktie und schauen sich die weitere Entwicklung von der Außenlinie an. Mag sein, dass der Cloudeeva-Deal zu mindestens 3 Euro doch noch klappt. Dann hätte man ein paar Prozentpunkte verschenkt. Sollte sich die Offerte der US-Investoren hingegen als heiße Luft erweisen, dürfte die Aktie von S&T auf längere Zeit verbrannt sein. Ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Am meisten gelohnt hat sich die Geschichte bislang für Besitzer der Aktie von Systems America. Vor Bekanntgabe des Plans dümpelte der Titel bei 0,005 Dollar herum. Anschließend schoss die Notiz in der Spitze auf 0,08 Dollar. Aber selbst auf dem gegenwärtigen Niveau von 0,04 Dollar ergibt sich noch immer ein Plus von 700 Prozent – der obskure Telefonhandel lässt grüßen.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
S&T
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0X9EJ 23,700 Kaufen 1.566,48
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
20,61 20,09 1,007 52,55
KBV KCV KUV EV/EBITDA
4,20 18,79 1,40 14,711
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,38 0,00 16.06.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
07.05.2020 06.08.2020 05.11.2020 26.03.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
22,06% 16,95% 10,03% 22,48%
    


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.

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