CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,61%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 8,45%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 7,30%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 6,90%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 6,09%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 6,07%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 5,12%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 4,96%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,64%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 4,43%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 4,03%
DWNI
Deutsche Wohnen
Anteil der Short-Position: 3,28%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,85%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,33%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 1,19%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,13%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 1,11%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 0,95%
B4B
METRO ST
Anteil der Short-Position: 0,90%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,89%
SIX2
Sixt
Anteil der Short-Position: 0,85%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,78%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,63%

Softing: Geschäft nimmt Fahrt auf

Ausschläge nach oben, gab es bei der Softing-Aktie in den vergangenen Jahren immer wieder mal. Letztlich dominierte jedoch ein übergeordneter Abwärtstrend, der die Notiz des Anbieters von Messtechnikgeräten für den Einsatz im Industrie- und Automobilsektor seit Mitte 2014 von 18 auf 8 Euro nach unten beförderte. Nicht ohne Grund: Zu häufig hatte Vorstandschef Wolfgang Trier enttäuschende Nachrichten im Gepäck. Mit dem jetzt vorgelegten Bericht für das erste Halbjahr, könnte Softing aber womöglich die Trendwende einläuten. Immerhin ist das um Effekte aus Übernahmen bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im zweiten Quartal auf 0,80 Mio. Euro gestiegen, nachdem es im direkten Vorquartal 2018 noch bei minus 0,20 Mio. Euro lag. Wichtig aus Investorensicht ist insbesondere, dass die Gesellschaft bei der Ausweitung wiederkehrender Umsatzerlöse weitere Fortschritte gemacht hat. Damit lassen sich die Ergebnisse besser planen. „Besonders interessant sind unsere Produkte, die bei unseren Kunden wiederum als fester Bestandteil in ihren Produkten integriert sind“, sagt Trier. Zudem hat das Automotiv-Segment – bereinigt um die Anlaufaufwendungen für GlobalmatiX (siehe dazu auch den Beitrag von boersengefluester.de HIER) ein „beinahe ausgeglichenes“ EBIT erreicht, wie Trier betont.

Im größten Bereich, dem Industriesegment, kam Softing im zweiten Quartal 2018 gut voran, liegt auf Sicht von sechs Monaten aber noch leicht hinter den entsprechenden Vorjahreswerten. „Das US-Geschäft läuft ausgezeichnet und profitiert von der starken amerikanischen Konjunktur, die sich bereits unter Obama gut entwickelt hat und sich bisher unbeeindruckt von Trump’scher Polterpolitik robust weiterentwickelt“, betont Trier und verweist in einem Atemzug auch auf das besser als erwartet laufende Europageschäft. Insgesamt kommt das Unternehmen aus Haar bei München nach dem ersten Halbjahr 2018 auf ein kleines Umsatzplus von 1,4 Prozent auf 39,93 Mio. Euro. Das Konzern-EBIT verbesserte sich ebenfalls ganz leicht von 1,01 auf 1,08 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr bleibt Trier bei seiner Vorschau, wonach bei Erlösen von 80 Mio. Euro mit einem EBIT von 4,0 Mio. Euro zu rechnen ist. Ein ermutigendes Signal ist dabei der deutliche Anstieg der Auftragseingänge von zwölf Prozent auf 44,4 Mio. Euro zum Halbjahr.

 

Softing  Kurs: 6,020 €

 

Größter Fantasieträger bleibt aber das Geschäft der Neuerwerbs Globalmatrix: Die Ausrüstung von Fahrzeugflotten mit drahtlosen Diagnosemodulen, etwa zur Erfassung von Tachoständen oder Routenprofilen. „GlobalmatiX nimmt Fahrt auf. Wir streben mit einem großen Automobil Erstausrüster eine Kooperation an“, sagt Trier. Dem Vernehmen nach geht es um „einige Tausend“ Geräte für Testflotten. Die Analysten von Warburg Research kalkulieren in ihrer jüngsten Studie für 2019 mit Konzernerlösen von annähernd 86 Mio. Euro sowie einem EBIT von 6,0 Mio. Euro. Das korrespondiert zurzeit mit einem Börsenwert von 77 Mio. Euro. Bemerkenswert ist auch, dass die im Prime Standard gelistete Softing AG zum Halbjahr ein Eigenkapital von 66,1 Mio. Euro ausweist und damit gerade einmal um knapp 19 Prozent über Buchwert notiert. Mit ein wenig Fortune könnte die Aktie also tatsächlich vor der Trendwende stehen. Dabei weiß wohl niemand besser als CEO Wolfgang Trier, dass er nun tatsächlich liefern muss. Der Q2-Bericht war da zumindest ein Anfang.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 74,53 82,31 80,42 78,71 83,89 91,07 78,00
EBITDA1,2 10,10 10,80 12,26 6,84 9,02 12,12 6,10
EBITDA-Marge3 13,55 13,12 15,24 8,69 10,75 13,31 7,82
EBIT1,4 5,89 5,47 7,16 2,35 4,08 4,30 -0,10
EBIT-Marge5 7,90 6,65 8,90 2,99 4,86 4,72 -0,13
Jahresüberschuss1 3,80 4,48 5,72 0,73 3,33 2,93 -2,60
Netto-Marge6 5,10 5,44 7,11 0,93 3,97 3,22 -3,33
Cashflow1,7 6,31 8,65 9,52 3,56 9,43 10,37 4,90
Ergebnis je Aktie8 0,58 0,65 0,82 0,10 0,38 0,31 -0,29
Dividende8 0,25 0,15 0,20 0,13 0,13 0,04 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Rödl & Partner

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Softing
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
517800 6,020 Kaufen 54,81
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
18,81 17,68 1,043 12,19
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,84 5,29 0,60 11,43
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,04 0,00 0,00 06.05.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
04.05.2020 14.08.2020 13.11.2020 27.03.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
19,56% 10,22% -22,82% -29,84%
    

 


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.