LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 11,60%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 10,12%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 9,84%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 7,91%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 7,47%
AOX
Alstria Office
Anteil der Short-Position: 6,46%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 6,39%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 6,16%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,04%
SKB
Koenig & Bauer
Anteil der Short-Position: 5,42%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 4,71%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 4,30%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 4,12%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,91%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 3,87%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 3,87%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 3,59%
CEC
Metro
Anteil der Short-Position: 3,41%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 3,36%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 1,10%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 1,09%
OSR
OSRAM LICHT
Anteil der Short-Position: 0,87%
RRTL
RTL GROUP
Anteil der Short-Position: 0,51%

Snowbird: Das Beste zum Schluss

An dieser Stelle kommentieren wir aktuelle Meldungen über in Deutschland gelistete chinesische Aktien oder weisen auf interessante Kursentwicklungen hin. Die Auswahl erfolgt rein subjektiv und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Deutlich besser als von boersengefluester.de erwartet, hat Snowbird das vergangene Jahr abgeschlossen. Damit ist der Daunenhersteller, der erst Ende September 2014 an die Frankfurter Börse gekommen ist, das einzige im Prime Standard gelistete chinesische Unternehmen, das die eigenen Prognosen und die Erwartungen der Anleger erfüllt hat. Doch Grund zum Jubeln gibt es nicht. Das liegt nicht an Snowbird, sondern an den 15 anderen Red Stocks. Zehn von ihnen haben den Jahresabschluss 2014 nicht fristgerecht (31. April 2015) vorgelegt.

Nachdem Zollkontrollen der chinesischen Regierung bei Daunen- und Federnprodukten im dritten Quartal 2014 den Exportumsatz belastet hatten, hat das Unternehmen im Schlussviertel wieder mächtig Gas gegeben. Im ganzen Geschäftsjahr 2014 legten die Umsatzerlöse um 40 Prozent auf 191,5 Mio. Euro zu. Unterm Strich blieb ein Gewinn von knapp 40 Mio. Euro, ein Plus zum Vorjahr von satten 40 Prozent. Wie beim Börsengang versprochen, gibt es auch eine Dividende. 0,25 Euro je Anteilschein will Snowbird an die neuen Aktionäre ausschütten. Die Pre-IPO-Investoren verzichten auf ihren Anteil, weil das Unternehmen die 7,5 Mio. Euro für die Expansion benötigt. Nachdem die neuen Produktionsanlagen für die Daunen und die neue Näherei fristgerecht fertiggestellt sind und ihre Arbeit aufgenommen haben, erwartet das Management in den kommenden Jahren weiter steigende Umsätze und Gewinne.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge3 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge5 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge6 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de

Wirtschaftsprüfer:

 

Ein Kauf ist die Snowbird-Aktie – trotz eines erwarteten KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von gut zwei und einer Dividendenrendite von mehr als sechs Prozent – nicht. So hat die Notiz auf die guten Jahresergebnisse 2014 denn auch kaum reagiert. Wie Mehltau liegen die undurchsichtigen Machenschaften bei den China-Unternehmen auf den Aktienkursen. Nachdem selbst beim Vorzeigeunternehmen Joyou die Zahlen gefälscht wurden und ein Teil des Geldes verschwunden ist, wollen wir keinem Investor mehr China-Aktien empfehlen.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
0,000 0,00
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,000 0,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,00 0,00 0,00 0,000
Dividende '18 in € Dividende '19e in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
    

 

 

Die Bilanz ist niederschmetternd. Von den 16 im Prime Standard notierten Red Stocks haben lediglich sechs fristgerecht den Jahresabschluss 2014 veröffentlicht. Snowbird ist das einzige Unternehmen, das auch die Erwartungen der Investoren erfüllt hat – noch (!), ist der leidgeprüfte China-Investor geneigt zu sagen. Firstextile und Haikui Seafood haben nur mit Ach und Krach die Guidance erreicht. (Die neueste Analyse der BankM zu Haikui finden Sie HIER.)  ZhongDe Waste Technology und Vtion Wireless Technology bricht das Geschäft weg – Besserung ist nicht in Sicht. Der Joyou-Abschluss ist nach Bekanntwerden der Unregelmäßigkeiten nicht das Papier wert, auf dem er gedruckt ist.

Asian Bamboo, United Power und Powerland haben zwar ihre vorläufigen Jahreszahlen bekanntgegeben, doch ein testierter Bericht lag bis zum 30. April nicht vor. Der United Power-Abschluss wurde kommentarlos am 6. Mai veröffentlicht. Eine stichhaltige Begründung gibt es bei keinem der drei Unternehmen. Asian Bamboo geht voll auf Tauchstation – kein Wunder, haben doch zwei Kreditgeber Insolvenzantrag gestellt. Antworten auf drängende Fragen zu bekommen, ist bei den Plantagenbesitzern eine langwierige Prozedur. Bei United Power und Powerland bemühen sich die Agenturen nach Kräften, doch sie können auch nur das weitergeben, was sie selbst wissen. Ultrasonic und Youbisheng haben inzwischen Insolvenz angemeldet. Da ist nicht mehr viel zu erwarten. Fast Casualwear und MingLe Sports haben sich sang- und klanglos verabschiedet. Es gibt nicht einmal mehr eine Internetseite. China Specialty Glass hat noch nicht einmal den 2013er-Abschluss veröffentlicht – geschweige denn irgendetwas zu 2014 gesagt oder geschrieben, doch die Presse-Agentur Kirchhoff hat noch immer ein Mandat und scheint auch noch bezahlt zu werden. Das weiß man von Tintbright und VanCamel nicht. Gerüchten zufolge zahlen sie ihre Dienstleister nicht. Die Internetseiten sind zwar noch online doch Antworten auf Fragen über das Kontaktformular gibt es aber nicht. Die emissionsbegleitende BankM hat ihren Support eingestellt, weil das Unternehmen sich deren Compliance-Vorschriften nicht unterwerfen wollte.

Selbstverständlich wollen wir kein Unternehmen in Sippenhaft nehmen, doch zwei Hände voll faule Unternehmen unter 16 ist eine miserable Quote. Unter Chance-Risikoabwägungen sollten vorsichtige Investoren das ganze Segment der China-Aktien meiden.

 

Umfassende und regelmäßige Informationen zu allen Aktien von chinesischen Unternehmen aus dem Prime Standard sowie eine exklusive Scoring-Tabelle finden Sie auf unserem Portal „Chinageflüster“. Einfach HIER anklicken

 

Bild: Karl-Heinz Geiger