SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 11,40%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,04%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 9,12%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 8,33%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 6,81%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 6,76%
RIB
RIB SOFTWARE
Anteil der Short-Position: 6,53%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 6,52%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,49%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 5,01%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 4,56%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 4,22%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 3,59%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 3,59%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 2,94%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 2,87%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 2,53%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 1,73%
ADL
ADLER REAL ESTATE
Anteil der Short-Position: 1,36%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 1,26%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 1,03%
MRK
Merck
Anteil der Short-Position: 1,00%
B4B
METRO ST
Anteil der Short-Position: 0,55%

SMT Scharf: Glückauf bis mindestens 18 Euro

Börsenarithmetik hat so seine Tücken. Beispiel SMT Scharf: Der Anbieter von Beförderungssystemen für den Einsatz im Bergbau hat 2018 abermals die eigenen Prognosen erfüllt, ist gemessen an nahezu allen wichtigen Kennzahlen eher attraktiv bewertet – und wird vom Kapitalmarkt trotzdem über Gebühr vernachlässigt. Der aktuelle Börsenwert von etwas mehr als 60 Mio. Euro liegt jedenfalls um ziemlich genau 20 Mio. Euro unterhalb der Kapitalisierung von vor fünf Jahren. Dabei steht die Gesellschaft heute unzweifelhaft sehr viel besser da als im April 2014. Zugegeben: Der Einstieg in das Tunnelsegment hat längst noch nicht die erhofften Resultate gebracht und auch die erstmals im 2016er-Geschäftsbericht als mittelfristiges Ziel genannte EBIT-Marge von mindestens 10 Prozent ist gegenwärtig außer Reichweite. Für das laufende Jahr stellt CEO Hans Joachim Theiß Erlöse zwischen 72 und 75 Mio. Euro sowie ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern in einer Bandbreite von 5,5 bis 6,0 Mio. Euro in Aussicht, was wiederum einer operativen Rendite zwischen 7,6 und 8,0 Prozent entspricht. Vielleicht wird es auch einen Zacken mehr, da Theiß für gewöhnlich eher vorsichtig kalkuliert.

Ursprünglich von einem boersengefluester.de-Leser entwickelt, jetzt exklusiv auf boersengefluester.de: Die 3-Säulen-Strategie – das Scoringmodell für Value-Anleger. Für alle von uns analysierten Aktien.

Zu große Erwartungen sollten Investoren aber besser nicht haben, zumal der Wettbewerb um Aufträge ziemlich intensiv ist und SMT Scharf – mit Blick auf das lukrative After-Sales-Geschäft – bei strategisch wichtigen Projekten auch mal Preiszugeständnisse macht. Noch nicht der erhoffte Renditetreiber ist derweil die vor etwas mehr als einem Jahr erworbene Gesellschaft RDH. Im vergangenen Jahr fuhren die Kanadier (in der Konsolidierungszeit) bei Erlösen von 7,1 Mio. Euro sogar einen Verlust von umgerechnet 603.000 Euro ein. Das hat sich Vorstand Theiß sicher ganz anders vorgestellt. Im Hintergrundgespräch mit boersengefluester.de zeigt sich der Manager aber dennoch zuversichtlich, dass die gummibereiften Minenfahrzeuge von RDH eine perfekte Ergänzung für die schienengebundenen Systeme von SMT Scharf sind. Eine feine Arrondierung könnte auch die kürzlich kommunizierte mögliche Akquisition von ser Elektronik werden. Die unweit des Hammer Firmensitzes von SMT Scharf in Möhnesee angesiedelte Gesellschaft ist seit Jahren ein wichtiger Zulieferer von SMT – etwa im Bereich Steuerungen. Letztlich geht es Theiss darum, den Zulieferanteil für die eigenen Produkte möglichst gering zu halten. Er selbst spricht mit einem Augenzwinkern von einer „Ver-Scharfung“.

 

SMT Scharf  Kurs: 10,050 €

 

Anleger, die die SMT-Aktie aus den Jahren 2007 bis 2012 möglicherweise noch als knackigen Dividendenwert in Erinnerung haben, werden sich allerdings daran gewöhnen müssen, dass vorerst keine Rückkehr zur früheren Ausschüttungspolitik zu erwarten ist. Bilanziell wäre eine Dividende zwar möglich. Doch Theiß sieht derzeit genügend lukrative Investitionsmöglichkeiten im operativen Geschäft. Und Dividendendruck vom Großaktionär Shareholder Value Beteiligungen gibt es dem Vernehmen nach auch hin. Vermutlich dürfte das SVB-Team um Frank Fischer – wenn überhaupt – ohnehin eher Richtung Aktienrückkäufe schielen.

Per saldo ist boersengefluester.de überzeugt davon, dass das von den Analysten von Montega zuletzt berechnete Kursziel von 18 Euro ziemlich konservativ ist. Immerhin würde auch dann noch jeder Euro Umsatz mit nur etwa 1,10 Euro an der Börse bewertet. Dabei agiert SMT Scharf mit einer operativen Rendite von knapp acht Prozent, was jetzt auch nicht so schlecht ist – selbst wenn die mittelfristige Messlatte deutlich anspruchsvoller ist. Der Kohlemarkt wird global gesehen jedenfalls noch für viele Jahre ein auskömmliches Niveau für SMT Scharf bieten.

Und wer glaubt, dass der Kohlebergbau in Deutschland beerdigt ist und SMT Scharf schon deshalb ein Akzeptanzproblem am Kapitalmarkt haben könnte, dem sei gesagt: Rund 98 Prozent der Erlöse erzielt die Gesellschaft im Ausland. Die drei wichtigsten Märkte sind China (Umsatzanteil: 40 Prozent), Russland (22 Prozent) und Polen (13,8 Prozent). Und insbesondere China entwickelt sich momentan außerordentlich dynamisch. Deutschland spielt umsatzmäßig also so gut wie keine Rolle. Trotzdem gilt aus Anlegersicht: Glückauf für die im Frankfurter Prime Standard gehandelte SMT Scharf-Aktie.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
SMT Scharf
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
575198 10,050 Halten 46,43
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
11,29 15,54 0,722 8,48
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,80 - 0,66 8,389
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 26.05.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
14.05.2020 14.08.2020 13.11.2019 27.03.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-2,20% -13,50% 0,50% -17,62%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e 2020e
Umsatzerlöse1 63,25 47,82 50,30 42,56 52,13 70,80 66,00 0,00
EBITDA1,2 8,32 -0,04 3,44 4,95 5,85 6,98 7,15 0,00
EBITDA-Marge3 13,15 -0,08 6,84 11,63 11,22 9,86 10,83 0,00
EBIT1,4 6,59 -1,51 1,58 2,47 4,55 5,30 4,70 0,00
EBIT-Marge5 10,42 -3,16 3,14 5,80 8,73 7,49 7,12 0,00
Jahresüberschuss1 5,54 -1,08 0,79 1,87 3,98 4,63 3,85 0,00
Netto-Marge6 8,76 -2,26 1,57 4,39 7,63 6,54 5,83 0,00
Cashflow1,7 3,64 0,88 3,75 0,24 0,96 -3,09 2,70 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,77 -0,26 0.19 0,45 0,94 1,01 0,83 0,80
Dividende8 0,25 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Rödl & Partner

Foto: SMT Scharf AG


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.