LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 11,82%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 10,30%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 9,87%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 7,47%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 6,17%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,00%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 5,88%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,71%
SKB
Koenig & Bauer
Anteil der Short-Position: 5,21%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 4,60%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 4,22%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 3,97%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 3,91%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,89%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 3,63%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 3,62%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 3,52%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 3,46%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 2,98%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 1,06%
WAC
Wacker Neuson
Anteil der Short-Position: 0,87%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 0,65%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,50%

Sixt: Wohin geht die Fahrt?

Sixt, Deutschlands größter Autovermieter, ist unter den deutschen Aktien einer der Top-Performer der vergangenen zwölf Monate. Nach einem sehr guten zweiten Halbjahr 2013 setzt die SDAX-Aktie den positiven Trend bislang auch 2014 fort und gewinnt weiter an Wert. Am 3. Juni 2014 wurde zur Hauptversammlung für die Aktionäre geladen. Mit mehr als 32 Euro erreichte die Sixt-Aktie an diesem Tag ein weiteres Mehrjahreshoch. Grund für diesen Anstieg ist vor allem der gute Start des Unternehmens ins neue Jahr; der erwirtschaftete Gewinn im ersten Quartal ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Prozent auf 26,6 Mio. Euro gestiegen. Am Tag nach der Hauptversammlung hat das Unternehmen den Aktionären eine Dividende pro Aktie von 0,65 Euro zuzüglich eines Bonus von 0,35 Euro ausgeschüttet.

Mit Filialen in über 100 Ländern und einer zukunftsorientierten Ausrichtung des Unternehmens ist Sixt auch kurz- und mittelfristig auf den ersten Blick gut aufgestellt. Laut Vorstandsvorsitzendem Erich Sixt ist für das laufende Jahr erneut mit einem Wachstum zu rechnen. Einer der Hauptwachstumstreiber ist dabei der US-amerikanische Markt. 2011 hat Sixt hier den Markteintritt gewagt – und nach Anlaufschwierigkeiten scheint sich das Vorhaben nun immer mehr zu lohnen. Außerdem sieht Sixt zu, sich im deutschen Markt insgesamt breiter zu positionieren und deckt mehr und mehr den gesamten Automarkt ab. So hat Sixt vor einiger Zeit ein Carsharing-Projekt in Zusammenarbeit mit BMW ins Leben gerufen. Außerdem versucht Sixt mit dem Ausbau des Chauffeur-Dienstes MyDriver auf dem klassichen Personenbeförderungsmarkt Marktanteile zu gewinnen und den Taxifahrern hier mittel- bis langfristig Kokurrenz zu machen. Auch wenn diese Sparten aktuell nur einen Bruchteil des Geschäfts ausmachen, gelingt es Sixt so, nachhaltig weit mehr als ein reiner Autovermieter zu sein.

 

Sixt

 

Aber auch für ein Ende des langjährigen Aufwärtstrends gibt es durchaus Anzeichen. Kritisch betrachtet, scheint das Wachstum des Konzerns hinter den Möglichkeiten zu bleiben. In Deutschland, welches noch immer der Hauptmarkt des Unternehmens ist und rund 60 Prozent der Umsätze ausmacht, gehen die Vermietungserlöse in den vergangenen Jahren eher zurück. Und im europäischen Ausland muss gesehen werden, ob sich die positive Entwicklung des Vorjahrs aufgrund der teilweisen Erholung in den Krisenländern bestätigt. Desweiteren wird interessant zu sehen, wie die Entwicklung in den USA weitergeht und ob Sixt sich in dem zwar großen aber vor allem hart umkämpften Vermietermarkt langfristig durchsetzt.  Die hiesigen führenden Anbieter wie Hertz und Avis Rent a Car werden sicherlich versuchen, nicht noch weitere Marktanteile an Sixt zu verlieren.

Außerdem ist abzuwarten, wie die anderen Sparten sich entwickeln. So wird beispielsweise bei MyDriver zwar mit geringen Preisen geworben, die mit Taxipreisen konkurrieren können, doch sind aktuell klassische Taxiunternehmen noch immer günstiger. Außerdem gibt es mit Blacklane einen Konkurrenten, der einen sehr ähnlichen Dienst anbietet, in fast jeder Großstadt Deutschlands. Diese Konkurrenz wird mit großer Wahrscheinlichkeit einen Preiskampf nach sich ziehen und das Geschäft, welches ohnehin noch lange nicht profitabel ist, weniger attraktiv machen. Auch Drive Now ist trotz des Car-Sharing-Markt-Booms noch unrentabel und es drängen zunehmend andere Anbieter auf den Markt, die die Wachstumschancen für Drive Now spürbar vermindern.

Argumente gibt es somit sowohl für eine Trendwende und die damit verbundene Kurskorrektur als auch für die Fortführung des Trends. Es wird deshalb sehr interessant zu sehen sein, wohin die Fahrt für Sixt geht. Der CFD-Handel ermöglicht es Ihnen, leichter Leerverkäufe zu tätigen, was Ihnen erlaubt, sowohl von fallenden als auch von steigenden Preisen zu profitieren. Mit einer Long-Position auf die Sixt-Aktie als CFD können Sie durch den gehebelten Zugang von weiter steigenden Kursen profitieren und auf die Bestätigung des Trends spekulieren. Mit einem garantierten Stopp könnten Sie zusätzlich Ihrem Risiko ein absolutes Limit setzen. Bullische Anleger sollten dabei auch die steigende Unterstützungslinie beobachten, welche seit Beginn des Trends im Oktober 2013 nicht mehr durchbrochen wurde.

Sollte diese Supportlinie erstmal durchbrochen werden, kann dies eine Korrektur im Markt einleiten und darauf hindeuten, dass die Anleger anfangen, die Situation negativer zu bewerten. Mit einer Short-Postion auf der Sixt-Aktie können Sie also auf  eine mögliche Trendwende setzen. Sollten Sie in Ihrem Portfolio physiche Aktien von Sixt halten, besteht mit CFDs durch das Eröffnen einer Short-Position außerdem die Möglichkeit, Ihr physisches Portfolio vor kurz- oder längerfristigen Gegenbewegungen zu schützen.

 

Gastbeitrag von Moritz Gersdorff von IG in Düsseldorf.

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Der Handel mit CFDs beinhaltet ein hohes Risiko und kann zu hohen Verlusten führen, für welche IG keinerlei Haftung übernehmen kann. Weitere Informationen finden Sie unter www.ig.com/de.




Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.