CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,61%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 8,45%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 7,30%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 6,90%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 6,09%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 6,07%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 5,12%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 4,96%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,64%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 4,43%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 4,03%
DWNI
Deutsche Wohnen
Anteil der Short-Position: 3,28%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,85%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,33%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 1,19%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,13%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 1,11%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 0,95%
B4B
METRO ST
Anteil der Short-Position: 0,90%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,89%
SIX2
Sixt
Anteil der Short-Position: 0,85%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,78%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,63%

Serviceware: Fit für höhere Kurse

Ein Ruhmesblatt für die Neuemissionsstatistik ist Serviceware noch längst nicht: Ziemlich genau 2,5 Jahre nach dem IPO zu 24 Euro liegt der Softwaretitel um rund 45 Prozent unter Ausgabekurs. Doch wir bleiben dabei, dass sich die Gesellschaft besser entwickelt, als es der Aktienchart vermuten lässt. Die umfangreichen Investitionen in die europäische Expansion, das anorganische Wachstum und die stärkere Ausrichtung auf Großkunden zeigen jedenfalls nach und nach Wirkung. Zudem sollten Servicethemen gerade in der sich durch Corona ändernden Wirtschaftswelt noch schneller an Bedeutung gewinnen. In der Umsatzentwicklung von Serviceware lässt sich das auf den ersten Blick freilich nicht zwangsläufig erkennen, da auch die Bad Camberger konsequent auf Cloudmodelle setzen.

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Mittlerweile entfallen rund 42,5 Prozent der für die ersten neun Monate des Geschäftsjahrs 2019/20 ausgewiesenen Erlöse von 52,72 Mio. Euro auf monatlich wiederkehrende Mietbeträge. Entsprechend sollten Investoren stärker auf die Entwicklung der SaaS/Service-Erlöse schauen, als rein auf den Konzernumsatz. Dann fallen die um etwas mehr als 40 Prozent auf 22,41 Mio. Euro gestiegenen SaaS/Service-Umsätze auch direkt ins Auge und relativieren den um gut sechs Prozent rückläufigen Lizenzumsatz von 14,10 Mio. Euro. Ergebnistechnisch fährt Serviceware weiter zweigleisig: Das berichtete Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist aufgrund der höheren Personalaufwendungen sowie den Abschreibungen auf die im Sommer 2019 übernommene cubus AG – die Gesellschaft konzentriert sich auf Steuerungssoftware für wichtige Leistungsindikatoren – von minus 0,55 Mio. auf minus 1,25 Mio. Euro zurückgefallen.

 

 

Serviceware  Kurs: 13,750 €

 

Demgegenüber steht ein um die im Zusammenhang mit der Expansionsstrategie angefallenen Aufwendungen adjustiertes EBIT von plus 2,54 Mio. Euro – nach plus 4,06 Mio. Euro in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Das sieht jetzt von den Veränderungsraten her auch nicht unbedingt super aus, zeigt aber zumindest, dass Serviceware normalerweise profitabel arbeiten würde. Auf der Habenseite steht zudem die – dem Börsengang im Prime Standard sei Dank – immer noch robuste Bilanz mit einer Netto-Liquidität von vermutlich rund 30 Mio. Euro sowie einem Eigenkapital von 56,50 Mio. Euro. Zur Einordnung: Der aktuelle Börsenwert beträgt rund 135 Mio. Euro. Eine konkrete Prognose für das am 30. November endende Geschäftsjahr 2019/20 bleibt Dirk K. Martin zwar weiterhin schuldig. Er betont jedoch, dass Serviceware „operativ mit hervorragenden Leistungen und auch bei den Finanzkennzahlen überzeugen kann“. Überhaupt hat boersengefluester.de den Eindruck, dass das Vorstandsteam einen guten – weil auch ziemlich unaufgeregten – Job macht.

Trotzdem: Die IPO-Scharte gilt es schon noch auszuwetzen. Dafür muss die Gesellschaft dann allerdings auch bei den berichteten Zahlen den Ergebnisswing schaffen. Je schneller, desto besser. Nach unten bietet derweil die 200-Tage-Durchschnittslinie eine tragfähige Unterstützung.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Serviceware
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A2G8X3 13,750 Kaufen 144,38
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
30,56 14,44 2,155 73,93
KBV KCV KUV EV/EBITDA
2,56 - 2,17 -97,57
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 27.05.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
24.04.2020 24.07.2020 23.10.2020 20.03.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
2,29% 14,28% 3,00% 1,27%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 0,00 39,58 37,95 44,35 55,18 66,57 67,50
EBITDA1,2 0,00 4,78 3,82 5,87 3,22 -1,18 0,65
EBITDA-Marge3 0,00 12,08 10,07 13,24 5,84 -1,77 0,96
EBIT1,4 0,00 4,55 3,60 5,63 2,72 -2,31 -2,50
EBIT-Marge5 0,00 11,50 9,49 12,69 4,93 -3,47 -3,70
Jahresüberschuss1 0,00 3,46 2,33 4,65 -1,09 -1,15 -3,10
Netto-Marge6 0,00 8,74 6,14 10,48 -1,98 -1,73 -4,59
Cashflow1,7 0,00 4,17 4,16 5,82 -2,49 -7,23 -0,90
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,33 0,22 0,44 -0,10 -0,11 -0,30
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: RSM

 

Foto: ThisisEngineering RAEng auf Unsplash


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.