AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 14,61%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 12,22%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 9,60%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 8,75%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 8,40%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 7,17%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 6,57%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 4,63%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 4,56%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 4,11%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,99%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 3,69%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 3,26%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 3,17%
CEC
Metro
Anteil der Short-Position: 3,12%
TEG
TAG Immobilien
Anteil der Short-Position: 2,57%
UTDI
United Internet
Anteil der Short-Position: 2,28%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,12%
B4B
METRO ST
Anteil der Short-Position: 1,79%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 1,70%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 1,50%
QSC
QSC
Anteil der Short-Position: 0,68%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,60%

RIB Software: Aktienrückkauf zeigt Wirkung

„Zurück auf Los“, heißt es für die Aktionäre von RIB Software. Nachdem die Notiz Mitte Juni im Tief bis auf 3,70 Euro zurückfiel, steht sie nun mit rund 4,40 Euro wieder exakt auf dem Niveau wie zu Jahresbeginn 2013. Um den Kurs in Schwung zu bringen, brauchte es aber Starthilfe in Form eines Aktienrückkaufprogramms. Zwischen Mai und Juni 2013 erwarben die Stuttgarter knapp 519.000 eigene Anteilscheine, womit das genehmigte Volumen nun allerdings zu rund 85 Prozent ausgeschöpft ist. Im Juli hat RIB Software hat bislang noch keine Zukäufe publiziert.

Hintergrund des Programms ist auch die per Saldo enttäuschende Kursentwicklung der vergangenen zwei Jahre – und da ist der Absturz nach dem überhöht gewählten Ausgabepreis von 9,25 Euro zum Börsengang Anfang 2011 gar nicht eingerechnet. RIB Software schwimmt seit dem IPO quasi im Geld, doch die Investoren mussten lange Zeit warten, bis der Vorstand die ersten Zukäufe unter Dach und Fach brachte. Letztlich waren die damals aufgerufenen Preise für sinnvolle Verstärkungen allesamt zu hoch. Zudem befindet sich RIB Software mitten in einem Technologiewandel. „Mit einem Einsatz von über 1000 Mannjahren haben wir eine neue IT-Generation für das globale Bauwesen entwickelt“, sagt Vorstandschef Thomas Wolf. Der Manager hält mehr als ein Drittel der RIB-Aktien. Neuer-Markt-Kenner haben ihn vermutlich noch aus seiner wenig rühmlichen Zeit bei dem Baustoffhändler Mühl Product & Service in Erinnerung – eine andere Baustelle.

Nun geht es für die RIB darum, die komplexe iTWO-Technologie bei möglichst vielen Referenzkunden einzuführen. Um das volle Potenzial auszuschöpfen, müssen die Architekten den Ingenieuren dabei statt herkömmlichen CAD-Daten komplett digital erfasste Gebäudeinfos (BIM-Daten = Building Information Modeling) zur Verfügung stellen. Offenbar eine Herkulesaufgabe mit vielen Umstellungen, denn der Prozess dauert länger als gedacht. Doch RIB will das iTWO-Projekt mit aller Macht forcieren, „selbst wenn dies zu Lasten des Ergebnisses gehen sollte“.  So rechnet das Management für 2013 bei einem Erlösplus von mehr als 30 Prozent mit einem Jahresüberschuss in einer Bandbreite zwischen 7 Mio. und 13 Mio. Euro. Zur Einordnung: Im Vorjahr zog das Unternehmen aus Umsätzen von 39,2 Mio. Euro einen Gewinn von 8,8 Mio. Euro.

Im ersten Quartal 2013 erreichte RIB einen etwas niedriger als gedachten Überschuss von knapp 2,3 Mio. Euro, was einem Rückgang von 16,2 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert entspricht. Die operative Marge (auf EBITDA-Basis) knickte von 43,1 Prozent auf 31,2 Prozent ein. Dafür kamen die Erlöse mit einem Plus von 29,5 Prozent auf 14,1 Mio. Euro unerwartet deutlich voran. In den vergangenen Wochen und Monaten hat RIB zudem etliche Projekte angestoßen oder sie in eine neue Phase übertragen. Außerdem tragen die drei Zukäufe aus dem letzten Jahresviertel 2012 zur Expansion bei. Boersengefluester.de kalkuliert derzeit für 2013 mit einem Jahresüberschuss von knapp 10 Mio. Euro.

RIB Software  Kurs: 24,540 €

 

Pluspunkte sammelt die Aktie von RIB Software bei der Bilanzanalyse. Die liquiden Mittel und Wertpapiere beliefen sich per Ende März 2013 auf fast 99 Mio. Euro. Bereinigt um die Finanzverbindlichkeiten von 11 Mio. Euro deckt die Cashausstattung den Börsenwert von 167 Mio. Euro damit zu mehr als der Hälfte ab. Die Eigenkapitalquote erreicht stattliche 78 Prozent. Der Buchwert pro Aktie beträgt 3,75 Euro. Dementsprechend ergibt sich günstiges Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von 1,15. Andererseits: Auf Basis der für 2013 zu erwartenden Erlöse von mindestens 51 Mio. Euro wird jeder Euro Umsatz von RIB an der Börse mit rund 3,30 Euro bewertet. Das scheint – trotz der vielen Entwicklungszeit in das neue Produkt – vergleichsweise hoch. Direkt vergleichbar mit anderen börsennotierten Bausoftwarefirmen ist RIB aber nur schwer.

Grundsätzlich zur Peer Group zählen vermutlich Firmen wie der TecDAX-Aspirant Nemetschek und der Autodesk-Partner Mensch und Maschine (MuM). Gemessen an den Visualisierungsmöglichkeiten kommt eventuell auch Cenit in Betracht. Allerdings sind die Stuttgarter in erster Linie für die Branchen Automobil und Luftfahrt unterwegs.  Bei Nemetschek ist das für 2013 zu erwartende Kurs-Umsatz-Verhältnis im Bereich um 2,5 anzusiedeln. Bei MuM und Cenit liegen die Erlösmultiples zwischen 0,5 und 0,6. Der Aufschlag von RIB Software hat jedoch einen klaren Grund. Mit einer EBIT-Marge von zuletzt annähernd 30 Prozent  ist das Unternehmen ungleich profitabler als der Rest der Gruppe. So rangiert Nemetschek mit einer operativen Rendite von 17 Prozent schon um Längen hinter RIB. Bei Cenit beträgt die EBIT-Marge gar nur 6,7 Prozent, MuM kommt auf 5,2 Prozent.

Sollte der gute Nachrichtenfluss anhalten – und danach sieht es derzeit aus – dürfte die RIB-Aktie vor einem starken zweiten Halbjahr stehen. Die Analysten der Investmentbank Equinet taxieren das Kursziel für den Titel auf 6,50 Euro. Das entspricht einem Aufschlag von beinahe 50 Prozent. Goldman Sachs hingegen hat das Kursziel nach dem Quartalsbericht von 5 auf 4 Euro reduziert, bleibt aber bei der Einstufung auf “Neutral”. Wichtig ist nun, dass sich der jüngste Aufwärtstrend über die 200-Tage-Durchschnittslinie als nachhaltig erweist und idealerweise die Marke von 5 Euro signifikant durchstößt. Dann wäre erst mal wieder Luft nach oben. Firmenchef Wolf bedauert ohnehin die seiner Meinung nach viel zu niedrige Bewertung der RIB-Aktie.  Im Vorwort zum 2012er-Geschäftsbericht wünschte er sich – angesichts des Technologiesprungs – einen Aktienkurs von 15 Euro. Immerhin: Mit dem jüngsten Aktienrückkaufprogramm hat er die Notiz zumindest in die richtige Richtung angestoßen.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
RIB Software
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0Z2XN 24,540 Halten 1.273,61
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
53,35 29,96 1,781 76,43
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,15 41,64 9,31 27,865
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,18 0,20 0,73 15.05.2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
30.04.2019 31.07.2019 31.10.2019 29.03.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
9,00% 34,14% 107,44% 89,64%
    

Foto: RIB Software AG



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.

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