LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 13,53%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 8,37%
WAF
SILTRONIC
Anteil der Short-Position: 7,89%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 7,41%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 7,02%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 6,87%
AOX
Alstria Office
Anteil der Short-Position: 6,26%
HDD
Heidelberger Druckm.
Anteil der Short-Position: 6,15%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 5,74%
SKB
Koenig & Bauer
Anteil der Short-Position: 5,65%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 4,64%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 3,28%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 3,08%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 3,07%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 2,85%
RIB
RIB SOFTWARE
Anteil der Short-Position: 2,41%
MTX
MTU Aero Engines
Anteil der Short-Position: 1,96%
OSR
OSRAM LICHT
Anteil der Short-Position: 1,78%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 1,40%
ISR
ISRA VISION SYSTEMS
Anteil der Short-Position: 1,21%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 1,21%
DIC
DIC ASSET
Anteil der Short-Position: 0,58%
TC1
TELE COLUMBUS
Anteil der Short-Position: 0,50%

NFON: Alles auf Wachstum

Anfang Juli war es endlich wieder soweit: Der Aktienkurs von NFON touchierte die Marke von 12 Euro – und zwar von unten nach oben. Das ist insofern wichtig, weil der Anteilschein des Anbieters von cloudbasierten Telefonlösungen für gewerbliche Kunden im Mai 2018 zu genau diesem Kurs an die Börse kam und zwischenzeitlich bereits Extremkurse von 15,50 Euro (7. September 2018) und 8,25 Euro (7. Februar 2019) gesehen hat. Mit Blick auf die Investmentstory ist die enorme Schwankungsbreite freilich nicht ganz überraschend. „Wachstum hat absolute Priorität“, sagt CEO Hans Szymanski auf dem von Montega organisierten Hamburger Investorentag HIT. Dem Vernehmen nach wird diese Phase wohl auch noch bis zu vier Jahre dauern. Für Anleger, denen stabile Gewinne und erkleckliche Dividenden wichtig sind, ist die NFON-Aktie also denkbar ungeeignet. Dennoch: Auch auf dem HIT hat Hans Szymanski nach Auffassung von boersengefluester.de einmal mehr sehr überzeugend präsentiert und wir haben den Eindruck, dass aus NFON tatsächlich einmal ein gewichtiger Player aus der Branche werden kann.

Die Vision der Münchner ist durchaus ambitioniert: „Wir wollen den europäischen Cloud-Telefoniemarkt dominieren“, sagt Szymanski- Dabei ist NFON bereits jetzt in 15 Ländern aktiv und erreichte zum Halbjahr Erlöse von 26,33 Mio. Euro – nach 20,62 Mio. Euro in der entsprechenden Vorjahresperiode. Den Löwenanteil der Umsätze erzielt NFON freilich noch in Deutschland, gefolgt von Österreich und Großbritannien. Charmant aus Anlegersicht ist, dass bereits jetzt etwas mehr als 85 Prozent der Umsätze Monatsgebühren für die Nutzung der Cloud-Lösung oder auch Gesprächsgebühren – also von wiederkehrender Natur sind. Das schafft eine solide Planungsgrundlage. Die enormen Investitionen in die IT-Infrastruktur und der Aufbau der Landesgesellschaften führten zum Halbjahr jedoch noch zu einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von minus 3,80 Mio. Euro. Unterm Strich blieb ein Fehlbetrag von 5,47 Mio. Euro (Vorjahr: -6,97 Mio. Euro) stehen.

 

NFON  Kurs: 10,500 €

 

Die Bilanz ist derweil –insbesondere geprägt durch den IPO-Erlös von brutto rund 50 Mio. Euro – noch ziemlich robust. Die Eigenkapitalquote liegt bei fast 64 Prozent, bei einem Buchwert je Aktie von zurzeit 2,92 Euro. Die Netto-Liquidität erreicht zum Halbjahr allerdings „nur“ rund 13 Mio. Euro. Das Ausgabenprogramm zeigt also Wirkung. Zum Vergleich: Der aktuelle Börsenwert türmt sich auf rund 161 Mio. Euro. Zudem hat sich NFON im Sommer den Luxemburger Finanzinvestor Active Ownership über eine Optionsanleihe an Bord geholt. Das erweiterte Wettbewerbsumfeld von NFON ist extrem heterogen und reicht von Hardwarefirmen wie Avaya oder Panasonic über Techkonzerne wie Microsoft, Google oder auch Cisco. Die echte Peergroup für NFON sind laut Vorstandschef Szymanski allerdings eher spezialisierte Anbieter wie die ebenfalls börsennotierten US-Konzerne RingCentral und 8×8. Beinahe überflüssig zu erwähnen, dass beide Unternehmen milliardenschwer sind an der Börse und über beeindruckende Aktiencharts verfügen. Gut für NFON ist jedoch, dass RingCentral und auch 8×8 ihren Fokus nicht so sehr auf Europa legen. Rein was das Thema Cloud-Durchdringung im Telefoniebereich angeht, haben Europa – und insbesondere Deutschland – enormes Aufholpotenzial.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 0,00 20,95 30,39 35,65 43,03 61,50
EBITDA1,2 0,00 0,00 0,00 -5,61 -0,72 -1,03 -7,78 -8,05
EBITDA-Marge3 0,00 0,00 0,00 -26,78 -2,37 -2,89 -18,08 -13,09
EBIT1,4 0,00 0,00 0,00 -6,02 -1,26 -1,70 -8,47 -8,70
EBIT-Marge5 0,00 0,00 0,00 -28,74 -4,15 -4,77 -19,68 -14,15
Jahresüberschuss1 0,00 0,00 0,00 -6,05 -1,55 -2,02 -8,11 -8,45
Netto-Marge6 0,00 0,00 0,00 -28,88 -5,10 -5,67 -18,85 -13,74
Cashflow1,7 0,00 0,00 0,00 -4,14 -1,54 -0,34 -4,96 -5,60
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0.47 -0,12 -0,16 -0,76 -0,60
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de

Wirtschaftsprüfer: KPMG

 

Doch die Entwicklung geht in die richtige Richtung: „Europa wird in vier bis fünf Jahren dort sein, wo die USA heute schon ist“, sagt Szymanski. Nicht ganz unerheblich für die weitere Entwicklung des Aktienkurses ist zudem die Rolle von Großaktionär Milestone Venture Capital (MVC), der offiziell gegenwärtig auf 30,10 Prozent der Stimmen kommt. Der Investmentableger des ebenfalls im Kommunikationsbereich tätigen Softwareunternehmens ASC Technologies hatte bereits Ende Februar 2019 angekündigt, dass er seinen Anteil auf mehr als 50 Prozent ausbauen will. In welchem Umfang die Hösbacher um Vorstand Günter Müller ihre Ankündigung bereits in die Tat umgesetzt haben, darüber lässt sich nur spekulieren, weil die nächste Meldeschwelle erst bei 50 Prozent liegt.

Losgelöst davon: Ein Börsenrückzug steht aber nicht zur Debatte, zumal Müller das IPO von NFON damals mit forcierte. Insgesamt gefällt boersengefluester.de die Aktienstory der im Prime Standard gelisteten Gesellschaft richtig gut. Über die Bewertung lässt sich natürlich trefflich streiten. Wenn der Plan von Szymanski aufgeht, ist die Aktie vermutlich deutlich zu niedrig bewertet und auch die bisherigen Kursziele der Analysten von bis zu 22 Euro wohl nur eine Momentaufnahme. Garantien dafür, dass NFON tatsächlich den Durchbruch schafft, gibt es natürlich nicht. Dementsprechend eignet sich der Spezialwert auch nur für risikobereite und erfahrene Anleger.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
NFON
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0N4N5 10,500 Kaufen 147,96
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 11,35 0,000 -42,74
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,60 - 3,44 -17,353
Dividende '18 in € Dividende '19e in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 05.06.2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
21.05.2019 23.08.2019 21.11.2019 11.04.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-7,77% 1,47% 17,06% -27,32%
    

Foto: Clipdealer


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.