AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 14,97%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 13,71%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 7,61%
WAF
SILTRONIC
Anteil der Short-Position: 7,55%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 7,39%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 7,03%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 6,96%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 6,28%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 5,84%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 4,99%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 4,93%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 4,02%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 3,22%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 3,20%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 3,18%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 2,97%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 2,87%
MTX
MTU Aero Engines
Anteil der Short-Position: 2,46%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,71%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 1,20%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 1,20%
BC8
Bechtle
Anteil der Short-Position: 0,70%
PBB
DT.PFANDBRIEFBK
Anteil der Short-Position: 0,50%

Nanogate: Blick nach vorn

Warum überhaupt in mitunter marktenge Spezialwerte investieren, wenn Blue Chips wie adidas, SAP oder Allianz so massiv nach oben schießen? Vor dieser Frage stehen zurzeit mit Sicherheit eine Menge Anleger, die sich sonst überwiegend im Small- und Midcap-Bereich tummeln. Ganz ehrlich: Die Antwort darauf ist in der Tat schwierig. Und wenn einzelne Unternehmen 2019 aufgrund von ungewöhnlich hohen Investitionen oder Umstrukturierungen dann auch noch zu einem „Übergangsjahr“ deklarieren, wird es noch diffiziler. So wundert es nicht unbedingt, dass sich der Aktienkurs von Nanogate seit vielen Monaten extrem schwer tut, selbst wenn es zuletzt eine gewisse Aufwärtsbewegung gab. Schließlich befindet sich der von boersengefleuster.de schon mehrfach vorgestellte Spezialist für Hochleistungsbeschichtungen in genau dieser Gemengelage. Um sich für das künftige Wachstum zu wappnen, hat Nanogate ein großangelegtes Effizienzprogramm NXI (Nanogate Excellence International) auf die Spur gebracht. Darüber hinaus erfordern die vielen zuletzt gewonnenen Großaufträge – so positiv sie grundsätzlich sind – zunächst einmal erhebliche Vorleistungen.

Per saldo führt das bei Nanogate 2019 zu einem Fehlbetrag im niedrigen einstelligen Millionenbereich, wie CEO Ralf Zastrau im Hintergrundgespräch mit boersengefluester.de noch einmal bestätigt. Der Umsatz soll dabei von zuletzt 239,17 Mio. auf mehr als 250 Mio. Euro steigen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dürfte sich 2019 derweil im Rahmen des Vorjahreswerts von 24,17 Mio. Euro bewegen. Zum Vergleich: Die gegenwärtige Marktkapitalisierung des im Börsensegment Scale gelisteten Unternehmens beträgt annähernd 153 Mio. Euro – bei Netto-Finanzverbindlichkeiten von rund 92 Mio. Euro. Das ist jetzt keine besondern abgehobene Relation, aber eben auch nicht einladend günstig, wenn man bedenkt, dass Nanogate im laufenden Jahr auf unterm Strich rote Zahlen zusteuert.

 

Nanogate  Kurs: 18,300 €

 

Aber genau an diesem Punkt, wird es dann eben doch interessant: Während bei den Standardwerten aus dem DAX zurzeit alles durch die rosarote Brille gesehen wird und Bewertungen im Zuge der laschen Notenbankpolitik scheinbar nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, wird sich die Gemengelage bei Nanogate in den kommenden Jahren signifikant verbessern. Die eigentliche Frage ist dabei nur, ab wann sich das in den Kursen widerspiegeln wird. Üblicherweise heißt es, dass die Börse einen Vorlauf von mindestens sechs Monaten hat. Demnach müsste es spätestens im zweiten Halbjahr soweit sein, dass bei Nanogate die Zahlen für die Jahre 2020 und aufwärts stärker in den Fokus der Investoren rücken. Offiziell will Nanogate 2020 wieder einen „klar profitablen Wachstumskurs erreichen“ und rechnet mit einer „deutlichen Verbesserung bei allen Ergebniskennziffern“ – was dann auch mit schwarzen Zahlen einhergeht. Die Zeit des anorganischen Wachstums durch Firmenzukäufe ist jedenfalls vorbei, nun geht es allmählich darum, die Früchte der Arbeit zu sehen.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e
Umsatzerlöse1 38,22 53,00 68,56 90,89 112,45 186,23 239,17 246,00
EBITDA1,2 5,85 6,33 7,43 10,20 12,38 21,55 24,17 15,00
EBITDA-Marge3 15,31 11,94 10,84 11,22 11,01 11,57 10,11 6,10
EBIT1,4 2,93 2,19 2,46 3,00 4,63 7,26 6,75 -10,30
EBIT-Marge5 7,67 4,13 3,59 3,30 4,12 3,90 2,82 -4,19
Jahresüberschuss1 0,33 0,88 0,44 0,52 2,50 2,81 1,41 -11,20
Netto-Marge6 0,86 1,66 0,64 0,57 2,22 1,51 0,59 -4,55
Cashflow1,7 4,69 3,63 8,18 12,34 10,79 14,88 18,38 12,00
Ergebnis je Aktie8 0,13 0,32 0,15 0.16 0,69 0,63 0,29 -2,10
Dividende8 0,10 0,11 0,11 0,11 0,11 0,11 0,11 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de

Wirtschaftsprüfer: Ernst & Young

 

Bis 2025 will Vorstandschef Zastrau die EBITDA-Marge von zuletzt rund 10 auf dann 15 Prozent hieven. Bei avisierten Erlösen von mindestens 500 Mio. Euro entspräche das einem EBITDA von Untergrenze 75 Mio. Euro. Soll heißen Die Karotte vor der Nase ist zwar ziemlich weit weg, hat dafür allerdings auch eine respektable Größe. Die wesentlichen Risiken sind für boersengefluester.de dabei von konjunktureller Natur, immerhin spricht selbst Zastrau mittlerweile von einem „herausfordernden Markt“, in dem sich Nanogate bewegt. Das will der Manager zwar nicht auf einzelne Themen wie eine mögliche Nachfrageschwäche oder einem Druck auf die Preise verstanden wissen. Vielmehr geht es ihm darum zu sagen, dass sich die Welt der Wirtschaft einfach extrem schnell dreht. Dementsprechend eng liegen Chancen und Risiken zusammen. Wir bleiben jedoch dabei: Während bei Blue Chips wie adidas zu viele Potenziale eingepreist sind, haben Spezialwerte wie Nanogate einen über Gebühr hohen Malus im Kurs. Daher lohnt es sich unserer Meinung für Investoren eben doch, sich mit Spezialwerten vom Kaliber Nanogate zu beschäftigen. En passant handelt es sich bei der im Saarland ansässigen Firma schließlich um eine der knackigsten Wachstumsstorys auf dem heimischen Kurszettel.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Nanogate
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0JKHC 18,300 Halten 98,18
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 22,12 0,000 253,52
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,88 5,34 0,41 9,641
Dividende '18 in € Dividende '19e in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
0,11 0,00 0,60 26.06.2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Sept. 2019 30.04.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-8,81% -28,61% -22,46% -51,00%
    

Foto: Nanogate SE


 

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Hinweis:
Die Berichterstattung und Handlungseinschätzungen durch boersengefluester.de stellen keine Anlageempfehlungen und auch keine Empfehlung oder einen Vorschlag einer Anlagestrategie dar. Boersengefluester.de hält keine Beteiligung an der Nanogate SE. Zwischen der Nanogate SE und boersengefluester.de besteht eine Vereinbarung zur Soft-Coverage der Nanogate-Aktie.


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.