ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 13,84%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,10%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 4,55%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 4,47%
H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 3,72%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 3,71%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,61%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 2,53%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 2,12%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 2,02%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 1,93%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 1,62%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,49%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 1,33%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,21%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 1,19%
VQT
VA-Q-TEC
Anteil der Short-Position: 1,17%
WEW
WESTWING GR.
Anteil der Short-Position: 1,00%
SY1
Symrise
Anteil der Short-Position: 0,69%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 0,61%
SHA
SCHAEFFLER VZO
Anteil der Short-Position: 0,55%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,54%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,51%

MyHammer Holding: Massiver Gewinnschub

Was war die Aktie der MyHammer Holding – insbesondere zwischen Herbst 2015 und Frühjahr 2017 – für eine heiße Aktie! Deutlich verbesserte operative Zahlen sowie zwei konkurrierende Übernahmeangebote brachten den Kurs des gleichnamigen Handwerkerportals ordentlich zum Glühen. Seit dem die Fronten geklärt sind und Home Advisor, quasi das US-Pendant zum MyHammer in groß, etwas mehr als 80 Prozent der Aktien kontrolliert, hat sich die Notiz der Berliner allerdings deutlich beruhigt und ist in eine ausgeprägte Seitwärtsphase übergegangen. Nun aber sendet die Gesellschaft ein kräftiges Signal in Form vorläufiger Zahlen für das dritte Quartal 2018 sowie einem komplett aktualisierten Ausblick. So viel vorweg: Per saldo wird MyHammer im laufenden Jahr zwar weniger als gedacht umsetzen, dafür aber deutlich mehr verdienen. Konkret rechnet das Vorstandsteam um Thomas Bruns und Claudia Frese für 2018 nun mit einem Erlösplus zwischen 18 und 20 Prozent – nach einer Spanne von zuvor 22 bis 26 Prozent. Angesichts 2017er-Erlöse von knapp 11,3 Mio. Euro sollte MyHammer im laufenden Jahr also auf Umsätze zwischen 13,3 und 13,6 Mio. Euro zusteuern. Zur Einordnung: Nach neun Monaten 2018 stehen Erlöse von 9,87 Mio. Euro zu Buche.

Mit Blick auf bisherige Saisonalität im Geschäftsverlauf, kalkuliert boersengefluester.de für 2018 zurzeit mit Erlösen von 13,4 Mio. Euro. Wichtiger ist aber ohnehin die Ertragsentwicklung und hier stellt der MyHammer-Vorstand nun (urplötzlich) eine Verbesserung des Betriebsergebnisses in einem Korridor von 60 bis 75 Prozent in Aussicht. Das ist schon allein deshalb bemerkenswert, weil sich das Management bislang nämlich nicht dezidiert zur Gewinnerwartung geäußert hatte – also auch nicht in dem erst Ende August erschienenen Halbjahresbericht. Damals zeigte die MyHammer Holding beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwar bereits einen Turnaround. Mit knapp 212.000 Euro fiel der Umschwung aber nun auch nicht so rasant aus, als dass er die Börsianer zwingend vom Hocker gehauen hätte.

 

MyHammer Holding  Kurs: 26,000 €

 

Erstaunlicher ist da schon, dass die Gesellschaft gemäß den vorläufigen Neun-Monats-Zahlen mittlerweile bereits auf ein EBIT von 1,26 Mio. Euro kommt. Demnach erreichte das Betriebsergebnis im dritten Quartal stattliche 1,05 Mio. Euro. „Die gestiegene Profitabilität beruht wesentlich auf geringeren Aufwendungen für die Vermarktung als geplant, denn die ohnehin sehr hohe Auslastung im Handwerk führt zu einer potentiell geringeren Effizienz von Vermarktungsaufwendungen, die aus diesem Grunde nicht in der geplanten Höhe getätigt wurden“, heißt es offiziell. Soll heißen: Marketing runter = Gewinn hoch. Rechnerisch ergibt sich auf Basis der jetzt formulierten Spanne für das EBIT-Wachstum ein 2018er-Betriebsergebnis in einer Bandbreite von 1,7 bis 1,9 Mio. Euro. Verglichen mit dem, was MyHammer in den beiden Vorjahren im Abschlussquartal an operativem Gewinn zeigte, dürfte die Gesellschaft damit im Prinzip sogar das obere Ende der eigenen Prognose toppen. In die Riege der KGV-Hits stößt der Small Cap damit zwar längst nicht vor. Doch es zeigt auch, welche Dynamik die in der Vergangenheit getätigten Umstellungen im Geschäftsmodell entfalten können.

Lesenwerte Infos zur Strategie von MyHammer finden Sie auch in dem Beitrag auf Business Insider HIER

Die große Unbekannte bleibt Home Advisor, beziehungsweise deren Muttergesellschaft IAC: Noch haben die Amerikaner keinen Vorstoß hinsichtlich eines Beherrschungsvertrags oder anderer Strukturmaßnahmen gemacht. Fakt ist aber: Das damals auf 6,50 Euro je MyHammer-Aktie aufgestockte Gebot ist aus heutiger Sicht erst Recht viel zu niedrig, wenn man sich die aktuellen Zahlen ansieht. Wer den Titel im Depot hat, sollte kein Stück aus der Hand geben. Zukäufe sind allerdings auch nicht so easy, wenn man sich den ziemlich ausgetrockneten Börsenhandel anschaut. Die Marktkapitalisierung des Streubesitzes erreicht allerdings auch nur knapp 10 Mio. Euro. Der gesamte Börsenwert beträgt dementsprechend gut 49 Mio. Euro.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021e
Umsatzerlöse1 8,13 9,52 11,28 13,51 17,45 20,14 24,70
EBITDA1,2 0,71 1,47 1,16 2,25 3,12 5,71 7,40
EBITDA-Marge3 8,73 15,44 10,28 16,65 17,88 28,35 29,96
EBIT1,4 0,51 1,41 1,07 2,14 4,80 5,20 6,80
EBIT-Marge5 6,27 14,81 9,49 15,84 27,51 25,82 27,53
Jahresüberschuss1 -0,01 2,84 0,99 2,48 3,59 3,55 4,90
Netto-Marge6 -0,12 29,83 8,78 18,36 20,57 17,63 19,84
Cashflow1,7 0,49 1,33 0,70 1,68 3,26 5,44 0,00
Ergebnis je Aktie8 -0,02 0,44 0,06 0,35 0,50 0,50 0,70
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Ernst & Young

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
MyHammer Holding
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A11QWW 26,000 Halten 185,05
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
24,76 26,18 0,95 230,09
KBV KCV KUV EV/EBITDA
16,68 34,05 9,19 30,86
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 26.10.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
20.05.2021 31.08.2021 09.11.2021 30.03.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
9,00% 19,26% 58,54% 52,94%
    

 

Foto: Pixabay


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.